Ich würde jetzt zerstören nicht mit verbellen/aufpassen gleichsetzen, denn wachen und verbellen ist für den Hund natürlich. Zerstören hingegen nicht.
Kann es vielleicht sein, dass euer Hund noch nicht begriffen hat, das er das nicht darf?
Wenn Numa an der Tür anschlägt, dann gehe ich hin, sage "Ist okay!" und dann ist Ruhe. Wenn sie dann nochmal anschlägt, dann sage ich "Nein!" und schicke sie auf ihren Platz, wo sie die Tür nicht im Blick hat.
Mittlerweile muss ich sie auch gar nicht mehr ermahnen. Sobald ich okay sage, ist es gut für sie.
Ich würde dem Hund nicht großartig viel Aufmerksamkeit schenken, denn der Rudelschutz ist nicht ihre Aufgabe. Das ist meine!
Es ist okay und gut, wenn sie mir signalisiert, dass dort was ist, aber mehr soll und darf sie nicht tun.
Versuche, es doch beim nächsten Mal so: Wenn dein Hund zum Fenster läuft und kläfft, dann gehst du hin schaust demonstrativ aus dem fenster, guckst dich gut um, und sagst dann in ganz neutralem Ton "ist okay". Wenn der Hund dann weiter bellt, dann gehst du wieder hin, sagst "Nein/Aus/Pfui!" (Was ihr eben benutzt um dem Hund etwas zu verbieten) und wenn sie dann immer noch nicht aufhört schickst du sie auf ihren Platz und da muss sie bleiben. Dort kannst du sie dann loben und ihr Leckerlies geben.
Hat sie denn einen Platz, der strategisch unwichtig in der Wohnung ist? Also am besten ist ein Platz, wo der Hund nicht alles einsehen kann und auch auch von niemandem gestört wird. Gut sind immer Zimmerecken ganz hinten. Er sollte von dort auch nicht das Fenster sehen können.
Es wird wahrscheinlich etwas dauern bis der Hund das begriffen hat, aber du nimmst ihm damit sehr viel Streß. Schließlich glaubt der Hund momentan, dass er für den Rudelschutz verantwortlich ist. Das ist eine enorme Aufgabe, die eigentlich so gut wie jeden Hund überfordert. Daher sind die meisten Hunde froh, wenn man ihnen diese Aufgabe abnimmt. Gerade sensible Hunde reagieren meist auf solch eine Umstellung sehr gut.