so. Dann will ich mich auch mal wieder zu Wort melden ![]()
Nachdem ich ja gestern kein Lauftraining gemacht hab, sondern zur Abwechslung mal wieder Obedience
habe ich mir überlegt, dass ich jetzt erstmal beim Canicross bleibe und das Unternehmen Bikejöring vorerst nicht mehr alleine angehe. Ich hab das Gefühl, dass dem Bela fürs Bikejöring einfach noch die Power fehlt. Beim Canicross merke ich ja schon in Ansätzen, dass es funktionieren kann, vor allem deshalb, weil er dann selbst merkt, dass er mit dem Ziehen was bewirkt - ich werde schneller
Darauf werd ich jetzt mal aufbauen und schauen, dass ne runde Sache draus wird (hab mir jetzt erstmal nen neuen Gurt und ne gescheite Leine bestellt), dann kann ich auch irgendwann auf Gefährte umsteigen/erweitern. Mir persönlich ist das Selberlaufen eh viel wichtiger, wegen meiner Fitness
Also kann ich das Biken ruhig erstmal vergessen bzw. das mach ich dann im Verbund mit Jessi
Ich hab außerdem beschlossen, dass ich beim Laufen keinerlei Druck mehr aufbauen werde. Wenn mein Hund nicht ziehen will, dann akzeptiere ich das. Wenn er aber Ansätze zum Ziehen zeigt, werd ich ihn ermutigen und bestätigen. So kommen wir bestimmt irgendwann zum Ziel.
Mal etwas OT:
Ich hatte gestern beim Obi-Training mal wieder ne Grundsatzdiskussion mit meiner Trainerin. Sie erklärt mir jedes mal aufs Neue, dass ich Bela allgemein zu viel Druck mache. Vor allem im Alltag. Und DAS merke man dann auch im Hundesport. Mein Hund muss, wenn er mich ins Büro begleitet, permanent funktionieren, wie ne Maschine. Wenn er nicht so funktioniert, wie ich das brauche, bekommt er Druck. Und da muss ich sagen: ja, das stimmt. Die Folge ist, dass er zwar im Alltag ganz gut funktioniert, aber oft nicht so aus sich rauskommen kann, wie es im Hundesport wünschenswert wäre. Beispiel: Apport. Funktionierte in der Prüfung astrein, technisch gesehen nahezu perfekt. Aber mit viel zu wenig Enthusiasmus und Freude. Das hat mich sogar Punkte gekostet
Was haben wir also gestern gemacht: ich hab das Apportel einfach geschmissen und bin von meinem Hund weggerannt. Er hat das Apportel geholt und ist mir nachgerannt, quer übern Platz. Das war sehr lustig und bringt mal wieder Spaß und Schnelligkeit in die Sache. So wird es auch beim Zugtraining sein. irgendwie muss ich da mehr Fun reinbringen. Jetzt hat meine Trainerin mich zum Nachdenken gebracht: wie kann mein Hund im Hundesport ausgelassen und fröhlich sein, aus sich rausgehen, selbständig denken, wenn ich ihn im Alltag klein halte und ihm Druck mache? Ich muss ja auf ihn wirken wie ne gespaltene Persönlichkeit.
OT:-Ende.
Gruß
Jenny, etwas nachdenklich.