Beiträge von jennja

    also solange der Hund "artig" ist, ist hier alles schön rosarot :D Das mit den Omis, die dann von ihren Pudeln und Dackeln von früher erzählen, kenne ich auch :lol:

    Ich hab ja nun aber einen Hund, er auch mal zeigt, wenn er Stress empfindet, da sind die Leute dann eher entsetzt. Auch bei Hundebegegnungen. Solange man nichts hört (knurren/bellen...) oder sieht (abschnappen, sich Raum verschaffen), ist alles prima und es gibt nix schöneres als die lieben kloanen Fiffis :roll: Aber wenn der Herr Hund eben NICHT der nette freundliche Labbi von nebenan ist, dann kann man sich hier schon mal was anhören. In München ist es ja auch so, dass alle Hunde freundlich und lieb sein müssen und nicht an der Leine geführt werden dürfen (ist so unnatürlich!). Aber wenn man einen Hund hat, den man vorsorglich mal lieber sichert, weil man schon weiß, warum, dann wird man gerne mal schief angeguckt... Leider schon sehr sehr oft erlebt.

    Also, im ersten Moment freuen sich hier fast alle über den Anblick eines netten, freundlichen, "funktionierenden" Hundes. Springt der Hund aber nicht aufs "Dutzi dutzi" und "ja mei, was bist du denn für a liaber Kerl" *runterbeug* an, sondern bellt mal kurz oder knurrt, weils ihm zu viel wird, dann ist es auch wieder nicht recht. Sogesehen kann ich das, was Nocte schreibt, ganz gut nachvollziehen. Die Erwartungen an Hunde sind in unserer Gesellschaft sehr hoch! Ich meine, mein Hund ist nun mal kein Labrador und wird auch nie einer sein. Ich habe ihn soweit, dass er in der U-Bahn die Menschen total ignoriert und selbst, wenn er angesprochen wird, tut er so, als wäre die Person nicht da. Darauf bin ich sehr stolz!! Manche Leute sind dann aber sogar beleidigt, wenn mein Hund wegguckt und dem Kontakt aus dem Weg geht! Das kann ich nicht verstehen :verzweifelt:

    es ging mir in meinem Post nicht um Coffey und sein Frauchen, ich finde es toll, was die zwei leisten und es kann sich gerne jeder ne Scheibe von abschneiden in Punkto Engagement (übrigens auch von dir, Inez! :smile: ).

    Mir geht es derzeit nur wirklich tierisch auf die Nerven, dass Aussies angeschafft werden wie Spielzeuge, dass sie so dumm und hirnlos vermehrt werden, dass es sie jetzt auch bei diesem Drecksack im Geschäft zu kaufen gibt, was wieder dazu führt, dass NOCH MEHR als ohnehin schon bei ebay und DHD 24 landen werden usw. usw. All das zusammen genommen und dann noch der Film dazu ist für mich grad ein bisschen zu viel des Guten. Es kam viellicht falsch rüber von mir, das tut mir leid. Mich nervt die Situation einfach. Mich nervt es, dass Hunde (egal ob nun Aussie oder ne andere Rasse) so leichtfertig ge- und verkauft werden als wären es keine Tiere, sondern Möbel oder Autos...

    Tut mir wirklich leid, mir ist da nur grad kurzfristig die Hutschnur geplatzt, ich denke aber - nicht ganz zu Unrecht, oder?

    Das Dilemma besteht doch darin, dass ein Hund ganz andere Anforderungen an eine gute Prägungsphase stellt als ein Kaninchen, ein Kanarienvogel, eine Schildkröte, ein Hamster - ganz einfach, weil man sich (anders als mit den anderen genannten Tieren) in der Öffentlichkeit bewegt. Es kann ganz einfach fatale Auswirkungen haben, wenn ein schlecht oder gar nicht sozialisierter Hund auf die Allgemeinheit losgelassen wird.

    Da kann der Zajac noch so tolle Gesundheitsgarantien aussprechen oder den Welpen noch so viel Spielprogramm IN DER ANLAGE anbieten - das ersetzt keine Umweltprägung!! DARUM geht es!

    Zitat


    Für mich ist einfach das Signal, das von diesem Warenhausverkauf ausgeht fatal. Es verschiebt die Wertigkeit der Tiere deutlich in Richtung "Ware".

    Dem schließe ich mich an!!!

    Und ich persönlich glaube schon, dass die Anzahl der Hunde in deutschen Haushalten ansteigt, wenn Hunde in Zoogeschäften angeboten werden. Zajac ist KEINE Konkurrenz zu Züchter&Polenmarkt, sondern er erschafft künstlich eine neue Nachfrage. Für Menschen, die bis jetzt noch mit sich gehadert haben, einen Hund zu kaufen (Polenmarkt, da sind die Hunde krank und Züchter, das ist zu aufwendig...), senkt dieses Angebot die Hemmschwelle. Das denke ich deshalb, WEIL die Käufer ja 100%ig hinter ihm stehen. Die sagen: "den Hunden gehts hier gut, die sind gesund, warum sollte man also keinen Hund im Zoogeschäft kaufen?" Es ist doch so einfach! Man muss kein schlechtes Gewissen haben und man muss sich auch nicht ausfragen lassen oder Hunderte Kilometer fahren. DAS ist für mich das schlimme. Hier ist ein neuer Markt erschaffen worden. Und ein neuer Umgang mit der Ware Tier.

    EDIT: schara: danke :gut: