Hallo Ihr Lieben, sorry, viiiel zu tun...
also, ich kam dann am Di. hin und holte Linus ab und der Mann sagte mir dass Linus wohl bleiben wird
Da habe ich ihn mal spontan umarmt
So, dann sind wir in den Wald, dort habe ich dann den "aufgetauten" Linus erlebt...wie er mal ganz cool nem Fahrrad hinterherjagte und in der Luft rumschnappt... 
Okay, ist nix passiert, ich hatte die Schlepp auch in der Hand, so konnte ich halt einschätzen woran ich arbeiten muss. Die nächsten Fahrräder waren dann kein Problem mehr, da kam er nah an mich ran auf die andere Seite und klare Kommandos, da verschwendete er nicht mal einen Blick.
Jogger waren dann auch kein Problem mehr, vllt weil ich selber gelaufen bin...
Naja, Linus war superschnell unterwegs, fühlte sich auch offensichtlich schon viel sicherer. Trotzdem kam er immer zurück, achtete auf mich und war zu allen Hunden sehr freundlich bis devot. (wobei ich da schon anfing, mit ihm ein wenig zu üben, dass er erst Sitzen muss und eben ICH entscheide wann er zu den Hunden rennen darf und wie- das muss ich ja auch mit meinen zwei machen, welcher Hund mag es schon gern wenn ihn 3 fremde Hunde zur Begrüssung überrennen...).
Nachdem Linus sich die ersten 20 min richtig ausgetobt hatte und begriffen hatte, dass ich nicht einfach nur an der Leine hänge und ihn machen lasse was er will, klappte es mit uns fast perfekt. Nur mit seiner Aufmerksamkeit hapert es noch ein wenig, er kommt zwar zurück, glotzt dann aber in der Gegend rum anstatt Blickkontakt aufzunehmen, Leckerchen interessieren ihn eher weniger. Dafür orientiert er sich aber sehr an meinen Mädels, was ich dann auch gut ausnutzen und ausbauen konnte...(Rückruf, bei nicht sofort reagieren Richtungswechsel, dann sofortiges Sitz Kommando, Lob bei Blickkontakt aller 3 Hunde...das klappte ganz gut).
Naja, die Fahrradgeschichte möchte ich noch näher beobachten, noch ein wenig Bindung aufbauen und schauen wie ich selbst das einordne. Momentan ist mein Gefühl, dass diese schnellen Fahrräder für Linus Kontrollverlust bedeuten, es rast etwas schnell an ihm vorbei, er versucht es zu kontrollieren, eine Entscheidung zu treffen, es zu jagen, es zum Stehen zu bewegen (er lässt sofort ab, wenn das Fahrrad anhält). Wie gesagt, das ist meine Einschätzung nach einem Erlebnis.
Dann trainieren wir eben jetzt mal eine Handlungsalternative an und mit mir wird er jedenfalls nicht mehr die Gelegenheit bekommen, ein Fahrrad zu jagen 
Mit seiner Besitzerin sprach ich darüber, wie sie eben in der Situation mit ihm umgeht und sie macht es genau wie ich, das klappt auch gut. Sie trifft auch eher selten Fahrradfahrer.
Ich habe noch mal an die Huta erinnert und werde das wieder tun. Der Mann sagte "Und das mit dem Hundedingenskindergarten machen wir dann auch noch". Super, wenigstens denken sie darüber nach...
Am Wochenende hole ich ihn wieder, wahrscheinlich sogar Sa. und So. Dann kann ich ein bisschen mehr beobachten, Bindung aufbauen, Gutes fördern und mir überlegen, ob ich uns einen Trainer zu Rate ziehe oder wie wir weiter vorgehen. Bin da ganz guter Dinge, meine Luni war 1000 x schlimmer als sie kam (Güterzüge, Trecker, Fahrräder, Jogger, alles ein No Go und sie haben wir auch hingekriegt
). Das Wichtigste ist, dass Linus jetzt erstmal bleiben darf und nicht der Abgabegedanke im Vordergrund steht, sondern vielmehr Lösungswege. Das gefällt mir...
@Marion...sicher, mit der Huta hast du Recht. Für meine Hunde ist diese Form der Betreuung auch ungeeignet bzw. nicht optimal, aus vielerlei Gründen. Nicht weil ich als HH diese Haltung nicht mag oder irgendwelche Bedenken habe, sondern weil meine Hunde sich nicht wohlfühlen würden.
Ich versuche aber das aus Linus Augen zu sehen. Immer wenn wir an die Hundewiese im Wald kommen (am Wochenende waren ca. 30 Hunde da) rast Linus begeistert von einem zum anderen, spielt, unterwirft, fordert auf, geht aus dem Weg, kommuniziert. Das macht ihm sichtlich Spass und mir auch beim Zuschauen.
Er würde einen Dreifachsalto mit Schraube machen wenn zum 2. Mal in die Huta dürfte, da bin ich mir sicher. Zudem ist das Konzept unserer Huta hier sehr schön, die Hunde toben nicht nur auf riesigen Sandplätzen, sondern haben auch Rückzugsorte, wie Pavillon und grosse Wohnung, ausserdem Agilityplatz und Kopfarbeit. Und -für Linus unbezahlbar- ein Grossrudel zu sozialen Agieren. Einfach schön und wie gemacht für den wilden Kerl, der mit allem und jedem verträglich ist.
Deswegen hoffe ich noch immer dass sie es machen, momentan ist das Wetter auch seeeehr scheisse, aber ich bleibe sanft dran... 