Beiträge von meike.s

    Hallo Foris...

    ich möchte euch hier mal die Geschichte von Amy erzählen...die gestern weglief. Und zurückkehrte.

    Vorher möchte ich noch mal JEDEN Hundehalter von ganzem Herzen bitten, NIEMALS den Ort des Entlaufens zu verlassen. Denn irgendwann kehrt der Hund zurück...an den einzigen Ort, an den er sich in seiner Panik noch erinnern kann...

    Nun zu Amy:

    Meine liebe Freundin Nadia hatte gestern ihre Amy zu einer Freundin gegeben, die Amy gut kennt und sie oft sittet. Sie war ,wie so oft mit deren Hündin Luna auf dem Reiterhof.

    Dort stromern die Hunde immer auf dem weitläufigen Gelände herum, entfernen sich aber nie weit. Das kennen dort alle so und bisher ist auch nie etwas passiert.

    Amy war mit Luna auf dem Gelände (Stallgasse, Hof und Weide) unterwegs und immer in Sichtnähe. Vicky war in den Pferdeboxen und schaute immer wieder nach den Hunden bzw. sie kommen immer wieder in die Stallgasse und laufen dann wieder raus.

    Gegen 15:15 Uhr fiel Vicky auf dass sie Amy jetzt seit 10 Minuten nicht mehr gesehen hatte und ging sie rufen. Luna kam auch sofort, normalerweise kommt Amy auch immer...aber sie kam nicht. Vicky suchte alles ab und keine Amy weit und breit. Natürlich wurde Vicky langsam panisch, noch dazu war es nicht ihr eigener Hund.

    Zeitgleich kam ein Mann aus einem angrenzenden Wohnhaus (wo Saisonarbeiter o.ä. leben und wo die Tür zwar immer offensteht, aber die Hunde gehen nicht rein) rüber und schimpfte mit Vicky weil Amy wohl in dem Haus gewesen war und er sie wohl nicht gerade sanft wieder rausgeschmissen hatte.

    Vicky konnte Amy nirgends finden und alarmierte alle auf dem Reiterhof.

    Dann suchten alle wie verrückt nach Amy.

    Dabei sagten ein paar Spaziergänger dann, dass sie Amy etwa 300 m die Strasse runter gesehen hätten, sie angesprochen hätten und Amy hätte ganz panisch die Augen aufgerissen und sei dann (vorher sei sie langsam getrottet) in vollem Gallopp weggerannt.

    Vicky hatte mittlerweile Nadia angerufen die um ca. 17 Uhr da war. Sie fuhren sofort zu der Stelle, die die Spaziergänger beschrieben hatten. Amy blieb weiterhin verschwunden und kam auch auf Nadias Rufen nicht.

    Weitere Autofahrer berichteten, dass sie Amy gesehen hätten, die die Strasse überquerte, so dass alle Autos anhalten mussten. Dann war sie aber wieder sofort wieder verschwunden. Auch im Ort, ca. 400 m weiter, wurde sie gesehen.

    Nadia war natürlich auch völlig verzweifelt, der Alptraum jedes Hundehalters. Sie malte sich aus, dass Amy verletzt oder angefahren worden war...ganz schrecklich.

    Wir telefonierten gegen 19 Uhr, und ich riet Nadia den Ort des Entlaufens keinesfalls zu verlassen, weil die Erfahrung mir immer gezeigt hat, dass Hunde, die entlaufen irgendwann an den Ort zurückkehren, wo sie entlaufen sind. Wann ist von Hund zu Hund unterschiedlich, aber sie kommen wieder.
    Nadia sagte sie würde niemals dort weggehen, und wenn sie wochenlang warten müsse. Ich versuchte sie etwas zu beruhigen.

    Es wurde dunkel und von Amy weiterhin keine Spur. Es kamen dann noch weitere Freunde und Bezugspersonen von Amy zum Hof um Nadia zu unterstützen.

    Sie liessen das Auto mit offener Tür im Hof stehen und liessen den Motor laufen, einer blieb immer auf dem Hof und beim Auto, während die anderen leise rufend und mit ihrer Leine klappernd die Umgebung absuchten.

    Nadia legte auch eine Decke mit Leckerchen im Hof aus.

    Keine Amy. Die Panik wuchs. Zudem machte Nadia sich auch Sorgen wegen der Kälte.

    Gegen Mitternacht telefonierten wir nochmal, Nadia sagte sie habe das Gefühl Amy sei irgendwo in der Nähe. Zudem hatten zwei Freunde im Wald ein Fiepsen gehört und seien jetzt wieder suchen. Ich bestärkte sie weiterhin darin, zu warten. Ganz ruhig im Auto zu sitzen und zu warten. Ich wusste sie kommt zurück.

    Gegen 2:30 Uhr...11 Stunden nach ihrem Verschwinden....sagte Nadias Freund plötzlich zu Nadia (die mit Kälte und Müdigkeit und Angst kämpfte): "Da ist sie, schau, da ist sie!"

    Amy kam geduckt auf das Auto zugelaufen, wedelte leicht und sprang sofort hinten ins Auto, kletterte nach vorne auf den Schoß ihres Frauchens und freute sich wie verrückt. SIE WAR ZURÜCKGEKEHRT :gott:

    Sie schlief dann sofort ein. Nadia konnte vor lauter Gefühlen und Freude keinen klaren Gedanken mehr fassen...

    Es hatte sich gelohnt zu warten. Nicht wegzufahren. Darauf zu vertrauen, dass der Hund den Weg zurück finden würde.

    Da Amy sich auskennt und nicht weit weg war, gehen wir davon aus, dass dieser Mann in dem Wohnhaus Amy gewaltsam aus dem Haus entfernt haben muss, so dass sie sich nicht zurücktraute.
    Die vertraute Witterung von Nadia, das Geräusch des ihr so bekannten Autos und die Sicherheit der Dunkelheit haben dann ihre Angst besiegt....

    Was meint ihr? Was war der Auslöser?

    Ich kann wirklich noch mal eindringlich allen raten, die mal in so eine Situation geraten, nicht wegzugehen. Auch wenn es Tage dauert. Wäre Amy zurückgekehrt und hätte niemanden Vertrautes vorgefunden, hätte sich ihre Angst und Panik des Erlebten sicherlich verstärkt und sie wäre endgültig geflohen.

    Das war Amys Geschichte. Hoffentlich passiert ihr und uns sowas nie wieder!

    Mach erstmal weiter so, wir drücken hier alle die Daumen für dich und die Süsse!!!!

    Du machst das ganz klasse, ich weiss aus eigener Erfahrung wieviel Herz man in so eine Arbeit steckt und wieviel Zeit es kostet! Flatter wird es dir eines TAges danken, ich bin mir da sicher, die Richtigen werden schon kommen...

    Gibt es vllt spezielle Rasse- Not - Seiten, die Flatter mit genauer Beschreibung von dir mit auf ihre Homepage nehmen könnten? Als Notfall? Meiner Erfahrung nach melden sich immer recht engagierte Menschen auf diesen Seiten, denen klar ist, dass sie keinen Schablonen Hund bekommen und die noch Arbeit investieren wollen...

    Ich drücke alle Daumen, weiter so!!! :gut:

    Lotuselise..du hast schon recht und ich weiss was du meinst. Meine Schäferhündin ist im Moment auch wie neugeboren bei der Kält :???:
    Emma hat auch relativ dichtes Fell und sie hat letzten Winter überstanden, wo wochenlang viel Schnee und Eis war. Da waren die Temperaturen konstant unter 0, wochen- bzw. Monatelang.
    Ich denke auch dass Emma aus Rumänien einige Überlebenstricks mitgenommen hat, die unsere Hunde nie hätten. Z.B. legen Hunde sich dort unter Autos, die noch warm vom fahren sind. Nur so ein Beispiel.

    Leider ist Emma nicht am Zehntfreihof, da gehe ich nämlich täglich spazieren, eben war ich noch dort. Schade dass sie da nicht ist, ich hätte sehr gute Möglichkeiten hier in meiner direkten Nähe :|

    Obdachlose gibt es in der Nähe des Maigler Sees nicht. Aber die Stadt ist nah und Emma hat dort sicher ihre Anlaufstellen...wo ihr Schlafplatz ist, wissen wir bisher einfach nicht...

    weiter dort und in Hürth plakatieren ist sehr sinnvoll, ggf. die Plakate mit einem aktuellen Datum versehen, weil viele Leute nicht mehr hingucken, weil sie denken die Plakate seien ja schon viel zu alt, ausserdem Futter ausstreuen und bei Gelegenheit kontrollieren (am besten mit Sand oder geharkter Erde drumherum, wenn es mal nicht mehr friert, um Fussspuren auszumachen). So kann es für jeden möglich sein, Emma an einer Stelle wieder anzufüttern...

    aber dafür braucht man eben Regelmässigkeit und das ist sehr schwierig.

    Ach Ihr Lieben, danke für eure Worte...

    ich bin selber ziemlich raus aus der Emma Geschichte, glaube aber dass sie sich am See häuslich eingerichtet hat...dort gibt es leider unzählige Unterschlupfmöglichkeiten...trotzdem bin ich regelmässig dort unterwegs, aber nichts.

    Ich muss unbedingt noch mal bei Monika anrufen ob es weitere Sichtungen gab...aber gefüttert wird weiterhin. Arme kleine Emma. :sad2:

    Bungees Idee finde ich auch gut...meine Hündin neigt auch zu agressivem Verhalten gegenüber anderen Hunden, immer wenn wir uns mit anderen zum Spazieren verabreden, gehen wir weit nebeneinander oder weit hintereinander.

    Sobald da Normalität eingekehrt ist, klappt das ganz locker, sie ignoriert sie förmlich. Vllt hast du die Möglichkeit das auszuprobieren.

    Mensch, das hört sich doch schon gut an...

    ich bin mir sicher, dass sie -wenn jemand sie so konsequent begleitet wie du- auch bei den Hundebegegnungen noch eine grosse Hürde nehmen kann...

    ein wenig hört es sich für mich so an, als hat sie dich mittlerweile als "Rudelführer" akzeptiert (jaja, ich weiss, dieses Wort ist nicht gern gehört ;) ) und ich finde auch deine "grobere Gangart" gut. Körperliche Begrenzung ist eine ganz natürliche Geschichte, so nimmst du ihr ja auch die Entscheidung ab, sich ins Geschehen zu stürzen und bietest ihr gleichzeitig eine Handlungsalternative (Belohnung). Find ich super.

    Ich kann mir vorstellen, dass diese Hundebegegnungen einfach durch ihre Vorgeschichte so stark geprägt sind, dass es einfach noch viel mehr Übung und vor allem Sicherheit durch den neuen Besitzer bedarf, um dieses Verhalten neu zu konditionieren.
    Wenn sie jemanden finden würde, der genauso wie du bei Menschenbegegnungen weitertrainiert, ihr aber auch häusliche Sicherheit und Struktur bietet, dass dann das Problem Hundebegegnungen auf Dauer weniger problematisch wird, allein weil sie in neuem Umfeld mit -für sie- transparenten und immer wiederkehrenden Handlungsweisen lebt.

    Aber dafür muss man erstmal so ein Zuhause finden...scheisse. Diesbezüglich habe ich leider auch keinen weiteren Tipp für dich, kann dich aber sehr gut verstehen. Ich habe mal mit einem ähnlichen "Problem" Hund gearbeitet (wobei hier natürlich ausschliesslich die Halterin und Haltung das Problem war, nicht der Hund), wir haben ähnlich gearbeitet wie du.
    Es gab dann auch enorme Fortschritte und immer mehr Bindung zu mir.
    Ebenso gab es Interessenten, denen ich aber allesamt nicht zugetraut habe, dass sie es mit ihm schaffen....

    leider ist diese Geschichte ganz schlimm ausgegangen (danke an die Halterin :schweig: ) und ich wünsche euch von Herzen dass ihr jemanden für die Süsse findet, die sie so sieht wie du und mit ruhiger Hand so weitertrainieren möchte wie du das machst...

    Ich drücke hier mal alle verfügbaren Daumen!!!

    Ich würde dann an dem Friedhof auch nicht sofort Plakate aufhängen...lieber dort gucken gehen, ein sehr gutes Foto mitnehmen (wo auch der Brustfleck gut zu sehen ist) und dort Passanten auf dem Friedhof fragen. Die Friedhofsverwaltung informieren, Foto dalassen und anrufen lassen wenn die Dame mit dem Hund wieder auftaucht...

    Ansonsten weiter plakatieren, grossflächig! Und auch draufschreiben, dass vermutet wird, dass der Hund von jemandem behalten wurde und dass man die Augen aufhalten soll....

    Sehr schöne kalte Bilder :gut:

    Zum Thema Barf im Supermarkt: Die grossen Supermärkte haben alle Frostfleich. (Jumbe, De Boer, C 1000, Albert Heijn..usw).
    In den Hundeläden ist die Futterauswahl auch sehr begrenzt, weil (laut eigenen Aussagen der Holländer) 70 % der Holländer ihre Hunde barfen. Das ist da völlig normal.

    Meine Tipps fürs Barf ist definitiv das Frostfleisch vom C 1000 bzw. die Marke "Smuldier". Die gibts in Rind, Huhn, Pansen, Herz, Rind/ Pansen Mix, Glutenfrei. Das Fleisch ist nicht so stark gewolft und man kann die Qualität erkennen, es riecht auch sehr gut.

    Überhaupt nicht mag ich das vom Heijn, das ist seeehr klein gewolft und man kann nicht mehr erkennen was drin ist.

    Und wer es ganz hochwertig mag, geht einfach in den neuen Tierladen in Renesse an der Kirche, dort gibts auch ne grosse Frosttruhe mit viiiel Auswahl ;)