Ich kann mit Welpen nicht viel anfangen, trotzdem hat mich die welpenzeit von drei arbeitshunden nie an den Rand des Wahnsinns geführt.
Ich glaube einfach das viele eine viel zu romantische/rosarote wattewelt Vorstellung haben.
Für mich sind Welpen nervzwerge mit spitzen Zähnen. Ich mach mir da nichts vor. Die meisten wollen weder kuscheln, noch schmusen, die wollen mit Volldampf, ohne Rücksicht auf Verluste und mit kindlichem Wahnsinn die Welt entdecken. Und dann schlafen, oder zum schlafen überredet werden. Zwischendurch mal schnell im Haus Chaos veranstalten und dann wieder Pfützen hinterlassen.
Ich brauche Wochen um eine Bindung zu den Welpen aufzubauen, aber ich setze mich da nicht unter Druck.
Und ich schreibe keine Listen und arbeite auch kein sozialisierungsprogramm ab.
Damit fahre und fuhr ich immer ganz gut. Vor allem ich kann nicht enttäuscht werden, sondern nur positiv überrascht, dass der Welpe dann evtl. doch nicht so anstrengend/schlimm ist, wie gedacht.
Und bis auf Kleinigkeiten waren meine Welpen echt easy going.
Hudson hat uns zwar übel mit den Zähnen zugerichtet, aber nie einen Gegenstand im Haus kaputt gemacht.
June hat uns nie übel zugerichtet, nie was kaputt gemacht, dafür hat die mit 5 Monaten immer noch auf eine Stelle ins Haus gepieselt.
Ree hat uns nicht zugerichtet, dafür das ein oder andere zerstört, war bei schlechtem Wetter nicht dazu zu bewegen draußen ihre Geschäfte zu verrichten und hatte bis sie 8 Monate alt war, praktisch keine Bindung zu mir.
Rosarot echt alles nicht.
Aber aus diesen kleinen mistbienen sind meine super tollen, sehr geliebten Hunde geworden. Mit toller Bindung, mit super gehorsam, mit ganz viel Freude, Freiheit und Spaß.
Humor hilft bei der welpenerziehung ungemein und bei mir das abschaffen von sämtlichen Topfpflanzen. ![]()
Lg