ich empfand das auch so. Mit jedem Welpen/junghund der hier einzog, wurde weniger brimborium gemacht.
Wenn schon adulte Hunde da sind, haben meine Welpen auch diese Hunde immer erstmal als Sozialpartner, sicherer Hafen und Unterstützung gesehen. Ich fand das sehr praktisch und habe dies für mich ausgenutzt und mich als Mensch dann eben auch ins Spiel gebracht. Hier haben die Welpen und junghunde immer reichlich so nebenbei von den adulten Hunden gelernt.
Echt so nebenbei. Sehr praktisch. Und ganz wichtig, dass man als Welpe bzw. Hund nicht der Nabel der Welt ist, sondern im Gegenteil sich hinten anzustellen hat und keine thronansprüche zu stellen braucht. Die adulten Hunde haben sich hier um beißhemmung, wilde 5 Minuten und Ruhe halten im Haus gekümmert. Und das nachdrücklicher und deutlicher als ich es je könnte.
Also für mich wurde es immer einfacher. Ich habe aber auch adulte Hunde die wissen was sie tun, die deutlich aber maßvoll sind und die sich von welpzillar nicht auf der Nase rumtanzen lassen.
Da gibt es eine tolle Geschichte. Reeba war so 7 Monate alt, lag bei mir auf dem Bett. Hudson kommt dazu, springt aufs Bett und klein Reeba hängt ihm zähnefletschend und knurrend im Gesicht. Hudson ist ein sehr geduldiger Hund, aber das war zuviel. Er hat ree vom Bett gedrängt, hat sie durchs Haus in den garten gejagt und sie dort dann kurz und knackig so zusammen gefaltet, dass man von ree die nächsten 2 Stunden nichts mehr sah und hörte.
Hudson kam zurück legte sich aufs Bett und nie wieder trat diese Situation auf. So nachdrücklich, präzise und deutlich hätte ich das wohl nie hinbekommen. Ree hat verstanden und gut war es. Ohne den althund der im richtigen Moment das Richtige tut, muss der Mensch das ja machen. Und seien wir ehrlich, wir Menschen haben zumeist ein entsetzliches Timing bzw. sind einfach schlicht langsam und entweder zu lasch, zu unpräzise oder zu hart.
Hündisch ist für uns eben eine Fremdsprache.
Lg