Ich kann nur von den Erzählungen einer bekannten und ihren beiden Huskys aus dem tierschutz erzählen.
Ableinen ging nie, nachdem die Hunde nicht alleine bleiben konnten, wurde der garten zum Husky Gehege/Auslauf umfunktioniert. Ins Haus wollte der rüde nie, es war ihm praktisch drinnen immer zu warm, somit lebten beide Hunde draußen irgendwann. Spazieren gehen sah aus, wie die tägliche Wanderung zum Himalaya. Die flexi vom Rüden wurde am bauchgurt eingeharkt und über ein sehr interessantes Gebilde über den Rücken des Menschen geleitet um ihn halten zu können, denn er hatte seinem Frauchen leider die eine Schulter geschrottet. Die flexi der Hündin hielt sie in der noch gesunden Hand und Spaß an diesen Gängen hatte glaube ich niemand. Im Herbst/Winter liefen beide Hunde vorgespannt vor einen Schlitten.
An der flexi hat der rüde allerdings eine Katze kalt gemacht. Waren ihre letzten Huskys. Jetzt haben sie zwei cocker und die bekannte ist so happy.
Endlich schöne Spaziergänge, endlich wieder einen schönen garten, endlich wieder Spaß an Unternehmungen und Wanderungen in der Natur.
Ich treffe sie jetzt manchmal bei ihren völlig entspannten Wanderungen durch den Wald mit den cockern. Mit den Huskys traf man sie nur auf den Feldern, weil im Wald ging das mit denen gar nicht.
Huskys sehen toll aus und ich glaube das wird ihnen oft zum Verhängnis.
Mich müsste man glaube ich bezahlen und ich würde trotzdem keinen Husky aufnehmen.
Ich habe einen ursprünglichen, relativ eigenständigen Hütehund, der sich für mich und meine Gemütszustände im allgemeinen nicht mal einen Hauch interessiert, sondern nur ihren "trieb" befriedigen möchte. Spannende Aufgabe, auch speziell, aber wirklich nichts was der "normale" Hundehalter haben möchte. Ihr Radius als Welpe lag so bei 150 Meter um meine anderen beiden Hunde drum rum und das sie mich als Mensch überhaupt etwas wahrgenommen hat draußen, hat über 1 Jahr gedauert. Sie ist nicht bestechlich, findet alles außer eigenständigem hüten doof, und damit meine ich wirklich alles.
Ersetze beim Husky, hüten durch jagen oder ziehen und ich sag dir, hätte ich nur ree, ich wäre tödlich frustriert. Dieser Hund ist ein solcher hütenerd, die weiß weder mit Menschen, noch mit Hunden irgendwas anzufangen. Sie ist kein Husky, aber in ihrer Unabhängigkeit, ihrer Unbestechlichkeit und bei ihrer Arbeit, braucht sie Menschen nicht.
Ich will bestimmt niemandem seinen wunschhund ausreden, allerdings kommt es nicht von ungefähr das relativ viele Huskys im Tierschutzverein landen und das obwohl die Rasse keine moderasse ist.
Ohne eigenes sicheres Grundstück würde ich die huskyhaltung nicht im Leben überlegen.
Lg und ich mein es nicht böse, aber man ist eben nicht nur für sein Glück verantwortlich, sondern auch für das Glück des Hundes und da sollte man wirklich sehr ehrlich zu sich sein um das beste fürs Tier zu tun.