Beiträge von rinski

    Und natürlich kommt dann die Bergwacht

    Da fällt mir ganz viel zu ein. :pfeif:

    Erstens ist diese Ansicht/Einstellung ein häufiger Grund dafür, daß Leute sich in falscher Sicherheit wiegen und damit vermeidbare Rettungseinsätze auslösen.

    Bergrettung ist kein gut bezahlter Job, sondern Freiwilligenarbeit, da besteht kein "Anspruch" drauf.

    Zweitens brauchst du erstmal Handysignal um die Rettung zu rufen. Selbst hier in Südtirol ist das nicht überall gegeben.

    Drittens kommen die zwar meistens, nur wann ist die Frage.

    Ich erinnere mich etwa, daß Emelie Forsberg mal im Winter 5 Stunden gewartet hat. Da sie Profi Bergsportler ist wird die Situation nicht eben gemütlich gewesen sein.

    Oder die Eltern von einem Kollegen. Bei einem Unfall hat der Vater sich ein Bein gebrochen, die Mutter die Nase. Die Rettung hat den Vater mitgenommen, die Mutter mußte verletzt, ohne Ausrüstung die Nacht bei Minusgraden am Berg bleiben.

    Ja, die bergen hier auch Hunde. Aber nur wenn Kapazitäten frei sind. Und mit "mein Hund ist verletzt und ich lasse ihn nicht allein" stehst du logischerweise nicht weit oben auf der Liste der möglichen Notfälle.

    In den spanischen Pyrenäen zB hätte ich auch große Zweifel, ob sie für einen Hund ausrücken würden.

    Ich frage mich allerdings ernsthaft, warum man nen Hund auf Strecken mitnimmt zum Klettern, bei denen man weiß, man wird ihn tragen müssen? So Steilwände wie im Foto vorher. WO ist da der Vorteil für den Hund? Man setzt doch da das eigene Leben aufs Spiel! Wenn das mal eine Stelle auf der ganzen Strecke beim Wandern ist, ok - aber systematisch klettern, und dann den Hund dabei? Mutig - aber schon n bissel lebensmüde

    Da die Bilder von mir waren antworte ich mal ganz platt.

    Weil meine Hunde und ich das können und Spaß daran haben.

    Besagte Wand ist Goofy zB hoch geklettert weil er Lust dazu hatte und ich hatte guten Stand um ihn zu sichern.

    Das ist weder mutig noch lebensmüde was ich mache, sondern unserem Können und meiner Risikotoleranz angepasst.

    Ich finde es nicht sehr nett wenn der Vorwurf in den Raum gestellt wird, ich würde irgendein Leben riskieren wenn ich am Berg bin. Von jemandem, der weder mich, noch meine Hunde noch die Touren kennt die wir gehen und von daher nicht einschätzen kann ob das nicht vielleicht viel sicherer ist als so manche andere Aktion.

    Eine Anekdote zur Akku-Anzeige:

    Ich bin gestern mit relativ vollen Tractives zu einer Tour gestartet, bei der ich mich etwas verschätzt habe.

    Um meinen Handy-Akku zu schonen hat eine Freundin immer mal auf Goofys Tracker zugegriffen, also die Live Funktion genutzt, um zu schauen ob wir uns noch bewegen.

    Um 16 Uhr herum habe ich sie gebeten Goofys Tracker dafür zu nutzen, weil der den besseren Akku von beiden hat und zu dem Zeitpunkt bei 77% angezeigt wurde.

    Drei Stunden lang wurde regelmäßig getrackt, ich habe das Gerät zu Hause gegen 21 Uhr ausgeschaltet. Der Akku zeigt jetzt 80% an.

    Ich finde es nicht verwunderlich, sondern sehe diese Anzeige als groben Richtwert (trotz Gassi war der bei Goofy auch mal fast eine Woche lang bei 100%), also "voll-mittel-leer" und lade auf wenn es "mittel" ist.

    Jetzt gerade hängen beide Tracker am Strom, Goofys Tracker ist nach weniger als 2 Minuten von 80 auf 100 hoch, Yaras in der selben Zeit von 44 auf 86.

    Auch unwahrscheinlich, daß die Zahlen stimmen.

    Man wird ja schon durch seine normale krankenversicherung gerettet wenn nötig

    Im Falle von Verletzung/Unfall vermutlich schon.

    Die Versicherung vom Alpenverein greift aber auch, wenn man sich verstiegen hat und noch nicht verunfallt ist. Das ist ein erheblicher Vorteil, wie ich finde.

    Hier sind gerade drei Leute von der Bergrettung geholt worden, die sich im (zugegeben steilen) Wald am Stadtrand von Bozen verlaufen haben. Das zahlt keine Krankenversicherung. Ohne die Rettung hätten sie vielleicht noch einen Unfall gehabt oder hätten die Nacht im Freien verbracht, beides nicht erstrebenswert.

    @Schnüffelvieh Yara trägt da das Flagline von Ruffwear (und drunter eine Kühlweste).

    Das Geschirr ist gut um den Hund zu unterstützen, also mal über einen Fels heben, beim Klettern stützen, etc.

    Als Sicherheitsgeschirr ist es NICHT geeignet, da die Plastikschnallen bei einem Sturz ins Geschirr brechen!

    Ich nutze es am Berg ganz gern, weil ich die Hunde unterstützen kann und kurzes Tragen durch den Latz im Brustbereich angenehmer sein dürfte als bei normalen Geschirren.

    Vom Aufbau her ist das Rock Harness Long von Nonstop ähnlich.

    Fahrlässig selbst verschuldete Rettung: Bei fahrlässig selbst verschuldeten Rettungseinsätzen, wie z.B. wenn man sich bei einer Bergwanderung verirrt, wird der Einsatz nur erstattet, wenn man eine entsprechende Zusatzversicherung hat. Bei Verletzungen übernimmt jedoch wieder die Krankenkasse die Kosten für Transport und Notfallbehandlung.

    Das ist DAV?

    Irgendwie Blödsinn, weil 90% der Rettungen auf "fahrlässiges" Verhalten zurück zu führen ist. Ich bin beim AVS (Südtiroler Alpenverein), da steht so ein Passus zum Glück nicht.

    Zur Rettung von Hunden noch.

    Die Zusatzversicherung ist großartig zur Kostendeckung. Allerdings setzt das voraus, daß die Bergrettung vor Ort überhaupt ausrückt um zu retten.

    Hier (Südtirol) wird das gemacht, wenn Kapazitäten frei sind (erprobt durch eine Freundin und Hund mit Schlangenbiss).

    Wie trainiert man das Tragen auf den Schultern?

    Mulder lässt sich entspannt vorne auf die Arme nehmen.

    Wenn ich ihn auf die Schultern nehme — drückt das dann nicht arg gegen Bauch und Brustkorb?

    In meinem Kopfkino hab ich Angst, er kann dann nicht mehr gescheit atmen.

    Ich bringe die Hunde in Situationen, wo sie nicht gut allein runter kommen (eine Mauer zB, nichts gefährliches) und biete ihnen den Ausweg an über meine Schulter runter zu kommen.

    Auf den Schultern wird gelobt und ich achte darauf, daß sie sehr ruhig sind da oben.

    In"Echt" setzt Goofy das so um:

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    Hier macht Yara das nicht perfekt, eigentlich krabbeln beide so weit auf meinen Schultern herum, daß sie richtig liegen.

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    Beide sehen meine Schultern als Safespace an. Goofy krabbelt auch schonmal einfach so auf die Schultern hoch.

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    Eigentlich macht das das "Training" aus:

    Weniger, daß wir die Position üben (das natürlich auch), mehr, daß ich den Hunden zeige, daß ich ihnen helfe wenn es schwierig wird und das sie nach Hilfe fragen wenn sie unsicher sind.