Ich habe bisher solche Kurse nicht gemacht (werden hier aber kostenlos vom Alpenverein angeboten), da ich meistens allein unterwegs bin und daher Lawinen-gefährdete Gebiete großräumig meide.
Letztes Jahr haben vier Leute hier aus dem Dorf eine Tour am Hochferner gemacht, dabei zwei Lawinen losgetreten und konnten nach Tagen tot geborgen werden.
Von den vieren waren drei aktiv in der Bergwacht, einer hat vor einigen Jahren zur Feuerwehr gewechselt, war aber früher bei der Bergwacht. Drei waren Familienväter, hinterlassen -meine ich- sieben Kinder, das jüngste war zum Zeitpunkt des Unfalls noch nicht geboren.
Hätte einer von den vieren damit gerechnet, nicht wieder vom Berg runter zu kommen, wären sie die Tour nicht gegangen.
Ich kannte einen von denen persönlich, und habe ihn als verantwortungsbewusst, extrem sportlich und erfahren am Berg in jeder Form erlebt. Trotzdem war es genau seine Seilschaft, die die Lawinen losgetreten hat.
Seither bin ich der Ansicht, das man gar nicht oft genug darauf hinweisen kann, dass Berge mit Schnee einfach ein sehr hohes Risiko sein können.
Hier in der Gegend gilt außerdem die ungeschriebene Regel, dass man bei Lawinenwarnstufe drei nicht mehr in die Berge geht.
@Zorro07s Frage finde ich daher auch mehr als berechtigt ![]()