Hach ja, wir waren am Samstag trailen, zum ersten Mal auf "Schnee". Jack ist ja ein extremer Streber, anfangs hatten wir das Problem, dass er partout nicht runtergekommen ist, total aufgedreht war, etc. Unsere Startrituale zeigen langsam ihre Wirkung und er ist deutlich ruhiger - wohl auch, weil wir ihn einfach irgendwann auf einen langen (einfachen) Trail geschickt haben. Ich hab richtig gemerkt, wie es irgendwann *klick* gemacht hat und er scheinbar geschnallt hat, dass es ganz schön anstrengend sein kann
... auch mussten wir die GA auf dem Boden sehr schnell weglassen, weil diese Übermenge an Geruch ihn irgendwie aufgeheizt hat. Seitdem ist er deutlich ruhiger, ich kann ihn auch immer wieder mal kurz zurücknehmen (da ich momentan keine guten Schuhe habe, muss ich ihn öfter bremsen, damit es mich nicht hinhaut), er macht das wirklich super mit. (BTW: Mit welchen Schuhen trailt ihr??) Unsere Trainerin meinte, dass er was für Staffel gewesen wäre, aber jetzt ist er halt doch zu alt (und wir haben nur Freisucher) - zudem fehlt mir die Zeit.
Wie auch immer, er hat immer noch einen ordentlichen Zug drauf, die Freude an der Arbeit sieht man ihm richtig extrem an (jeder freut sich immer mit) und auch Fremdhunde (unser Problem) werden auf dem Trail nicht auf übliche Art als gefährlich angesehen, sondern nur als Hindernis beim Suchen. Er zieht nach wie vor wie ein Berserker (aber eben ein ruhiger), ich habe schon den Antrag gestellt, nur noch bergauf-Trails laufen zu dürfen 
Er ist auch für mich als Anfängerin echt gut zu lesen, allerdings müssen wir da am meisten an uns arbeiten... wenn er eine Spur überläuft, wird er fahrig und ich bin noch nicht schnell und sicher genug, ihm den Rückweg dann jedes Mal sofort aufzumachen. Dann dauerts immer ein wenig, bis er sich besinnt, aber das ist ok. Wir hatten letztes Mal zwei Schwierigkeiten im Trail, zunächst war es, dass wir unsere eigene alte Spur gekreuzt haben, da war aber nur seeehr kurze Verwirrung und unsere neue Lieblingsschwierigkeit: Wenn unsere VP sich in parallel zum Weg verlaufenden Treppenabgängen versteckt... schon zweimal hatten wir das jetzt, das erste Mal hat er gerochen, dass die VP irgendwo ist, ist aber nicht auf die Garagenabfahrt gekommen und hat einfach mal alle anderen Personen angezeigt bis er draufkam, dass das wohl nicht ganz der Hit ist. Jetzt am Samstag lief er erst vorbei, dann allerdings sofort wieder zurück und hat die VP von oben durch's Gitter gesehen ... kurze Zeit zweifelte ich stark an der Intelligenz meines Hundes, er hat schon wieder ein ganzes Stück gebraucht, bis er geschnallt hat, wie er da hinkommt
Aber ich kann verstehen, dass es echt schwierig ist. Wie weit unsere Trails so sind, weiß ich immer noch nicht, ich vergesse immer zu fragen ;)...
Er macht sich in jedem Fall total gut, seine unsichere Ader ist beim Trailen vollkommen verschwunden (ok, Fremdhunde sind nach wie vor kein Hit, aber werden geduldet solange sie vorbeilaufen), wir sind danach beide immer sehr beschwingt. Uns macht es einen riesigen Spaß und es war wirklich das allerbeste was wir machen konnten.