Ich kann die Frage seit gestern sehr genau beantworten...
Ich habe immer gesagt, wenn der Hund nur noch mit Schmerzen lebt, dann ist das kein hundewürdiges Leben, wenn er nicht mehr rausgehen mag, dann ist das kein hundewürdiges Leben...
Benji lief immer schon schlecht... wenn das Wetter kalt und nass war, hat er ein paar Tage Schmerzmittel bekommen, dann war es wieder besser. Ich habe bei der TÄ genau nachgefragt, ob er Schmerzen hat, sie meinte nein.
Er war ein alter Hund, er hatte seine Wehwechen und er wollte auch die letzten Monate nicht mehr lange raus. Aber ganz ehrlich? Er war glücklich draußen ein wenig zu schnüffeln, aber drinnen war er eben der Alte. Nachdem es ihm die letzten Wochen schlechter ging, wollte ich nächste Woche zur TÄ und sie erneut nach seinen Schmerzen befragen. Die Entscheidung zu treffen, das war mir klar, das war unglaublich schwer. Kann ich meinen Hund, dem es eben altersbedingt nicht mehr so gut geht, aber der Lebensfreude (halt nicht mehr die herkömmliche) zeigt, einfach gehen lassen? Ich wäre mir vorgekommen, als würde ich ihn umbringen.
Ich hätte nie gedacht, dass Benji mir so bald zeigt, dass er nicht mehr will, aber er hat mir die Entscheidung gestern abgenommen, er war bereit zu gehen, das habe ich ihm angemerkt. Darum war gestern der Zeitpunkt gekommen, ihn zu erlösen. Nur einen Tag früher hätte ich es nicht gekonnt, denn er war einfach zu gut drauf. Aber gestern um Mitternacht war es soweit...
Ich bereue nichts, auch wenn wir deutlich mit allem herunterfahren mussten, Benji hatte glückliche letzte Monate, wenn auch manchmal mit Schmerzmitteln unterstützt, aber diese Monate hätte ich ihm gestohlen.
Aber das ist unsere Geschichte.. ich weiß seit gestern, dass es niemals leicht ist, aber dass man sehr wohl merkt, wann es keinen Sinn mehr macht.