Hey,
mein Opi, der im Februar gestorben ist, hatte schwere HD, Jack hat exokrine Pankreasinsuffizienz (also die Bauchspeicheldrüse produziert keine Enzyme mehr...
Erstmal Benji:
Wie hat sich die Krankheit bemerkbar gemacht?
Mit 12 haben wir ihn aus dem Tierheim geholt, einen Tag später, nachdem er dreimal normal Gassi war, lief er auf drei Beinen, hat immer gehumpelt, tat sich beim Aufstehen schwer.
Wie war die Diagnose für euch?
Hart... wir hatten gehofft, dass es vllt. etwas reparables von seinem Autounfall her sein könnte (so wurde er gefunden)
Was genau bedeutet die Diagnose für euer weiteres Zusammenleben?
Gut, Benji ist mittlerweile gestorben, aber es hat definitiv einiges an Rücksichtnahme gefordert, wir mussten das Wetter erahnen, denn je nach Feuchtigkeit hat er Schmerztabletten gebraucht, er musste immer wieder getragen werden (was er gehasst hat) und die Gassirunden wurden im Laufe unserer gemeinsamen 2 Jahre immer kürzer (da Jack ja mit seinen 2 Jahren noch da war, mussten wir getrennte Runden gehen, also mind. 6mal am Tag raus)
Welche Therapie verfolgt ihr?
Na ja, also erstens wie gesagt, gab es Schmerzmittel, später dann Umstellung auf Barf. Letzteres hat ihm einen Schub gegeben, den ich mir nie hätte vorstellen können. Er ist noch einmal richtig aufgeblüht und zeigte deutliche Verbesserungen im Laufen.
Was sind Zukunftsaussichten/-wünsche für euch und den Hund?
fällt hier leider aus... für uns war immer wichtig, dass er nicht zu sehr leidet, dass wir rechtzeitig erkennen, wann es einfach nicht mehr geht... er hat uns das durch einen Schlaganfall abgenommen
Auch würd ich gern was über "negative Begleiterscheinungen" wissen
Wolltet ihr aufgrund der Krankheit den Hund vllt. zurück-/abgeben, wolltet ihr selbst schonmal aufgeben, hat die Behandlung der Krankheit eurer Gespartes aufgefressen, was hat euch den letzten Nerv geraubt?
Im ersten halben Jahr hatten wir fast 2000€ Tierarztkosten, Benji wurde uns vom TH als gesunder Hund vermittelt. Abgeben kam niemals in Frage, kein Gedanke daran, aber die Wut war schon groß (besonders da wir herausgefunden haben, dass Benji NIE untersucht wurde, obwohl er nach einem Autounfall gefunden wurde, existiert kein Röntgenbild, er war ein alter Hund, kein Blutbild, nichts!), das Geld wurde knapp, die Nerven lagen blank, für mich war es echt anstrengend, dass ich neben Arbeit und Uni 6-8mal am Tag rausgehen musste.
Aber nie, niemals hätte ich den Opi wieder abgegeben, er war mein Herzhund und ich dachte, es bleibt bei einem chronisch kranken... aber nein, auch wenn ich oft gestresst war, ich habe immer versucht, ihn das nicht merken zu lassen und wir haben unsere gemeinsame Zeit genossen..
So... und nachdem ein chronisch Kranker selten alleine kommt, hier Jacks Story:
Wie hat sich die Krankheit bemerkbar gemacht?
Er bekam immer öfter richtig schlimmen Durchfall, magerte ab (über 6kg runter), das was er fraß, kam auch fast genauso hinten wieder raus.. schlechtes Fell, Übergeben, etc pp.
Wie war die Diagnose für euch?
Ehrlich gesagt eine Erleichterung. Wir wussten wo wir ansetzen mussten, konnten uns informieren und sie gab uns viel Hoffnung.
Was genau bedeutet die Diagnose für euer weiteres Zusammenleben?
Tja, jede Woche genauestes Wiegen, bei jedem zu weichem Kot wieder die Sorge, dass er etwas nicht verträgt und schon wieder abnimmt, informieren, da die TÄ hier nicht sehr viel drüber wissen...
Welche Therapie verfolgt ihr?
Auch hier auf BARF umgestellt, über Ausschlussdiät nähern wir uns verwertbaren Dingen an, damit wir irgendwann einen vernünftigen Futterplan haben. Als Enzymergänzung gibts Ananas/Papaya-Pulver.
Was sind Zukunftsaussichten/-wünsche für euch und den Hund?
Dass wir eben bald einen vernünftigen Plan haben, dass er endlich wieder zunimmt und nicht mehr wie ein Gerippe aussieht, dass sich alles vllt. wieder etwas erholt..
Auch würd ich gern was über "negative Begleiterscheinungen" wissen
Wolltet ihr aufgrund der Krankheit den Hund vllt. zurück-/abgeben, wolltet ihr selbst schonmal aufgeben, hat die Behandlung der Krankheit eurer Gespartes aufgefressen, was hat euch den letzten Nerv geraubt?
Es wurde diagnostiziert, nachdem Jack 2 Jahre bei uns war, zurückzuführen ist es vermutlich auf seine 9 Vorbesitzer, bei denen er das unterschiedlichste "Futter" bekommen hat, genau sagen kann man es aber nicht. Tja, seit der Diagnose über 1000€ ausgegeben, auch hier wird das Geld wieder knapp, viel informiert, obwohl eigtl. kaum Zeit für so etwas da ist... vor ein paar Wochen war ich selbst total am Ende, weil ich einfach nicht mehr weiter wusste und es hart war, ihn so dürr zu sehen. Meine gesamte Energie und Zeit ging an ihn und die Informationsbeschaffung... aber jetzt sehen wir erste Erfolge und hoffen, dass es so weitergeht.
Jetzt hat Jack auch noch ein Geschwür an der Pfote, das am Dienstag operiert werden muss, wir hoffen sehr, dass es sich hierbei nicht um einen bösartigen Tumor handelt, vermutet wird momentan leider ein Mastzellentumor, aber wir gehen jetzt einfach nur vom besten aus. Er ist erst 3 Jahre alt und darf schon so viel mitmachen, das tut mir im Herzen weh, aber wir schaffen das, auch wenn sich die schlimmsten Befürchtungen jetzt dann auch noch bewahrheiten..