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zunächst mal sind wir uns sicher einig, dass niemand seinen Hund auf den Einbrecher 'hetzen' würde - ich hätte gar kein passendes Kommando dafür parat. Fakt ist aber: wer behauptet, dass er seinen Hund in so einer Situation 100%ig im Griff hat, träumt oder schwindelt sich was in die Tasche. Ich denke, die wenigsten hier haben so eine Situation schon mal erlebt (zum Glück). Woher will man also wissen, wie der Hund reagiert? Auch wenn man weiß, ob er vom Wesen her souverän oder ängstlich ist, weiß man nicht, wie er so eine Ausnahmesituation bewältigt. Immerhin dringt da jemand in sein Revier ein, der spür- bzw. riechbar nichts Gutes will und evtl. sein 'Rudel' gefährdet. Da braucht man keinen 'Wachhund', sondern ein ganz normaler 'Familienhund' kann da unerwartet reagieren.
Das ist nun nicht wirklich die Antwort auf die Frage, denn ich denke, man diskutiert hier in einer rechtlichen Grauzone, aber ich ärgere mich mal wieder über diejenigen, die so tun, als hätten sie jederzeit und überall ihre Hunde im Griff. Ich perönlich kenne solche Hundehalter nicht.

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es geht wohl mehr um das eingreifen des hundes von sich aus - wenn jemand unbefugt ins gesicherte haus eindringt mit der absicht, dem hh etwas böses anzutun. (stehlen ist ja nur ein beispiel).
Da kann ich was beisteuern, ist allerdings schon ein wenig her:
Ich bin abends vom Biergarten nach Hause gegangen, die Hunde waren dabei. Wir liefen in einer ruhigen Seitenstraße, als mich von links ein junger Typ am Arm packt und mich an die Hausmauer drückt. Das alles ging so schnell und kam völlig unerwartet, daß ich überhaupt nicht reagieren konnte. Weder ein Schrei, noch eine Gegenwehr - das einzige was aus mir kam war ein erschrockendes Prusten
Die Hunde waren ohne Leine und befanden sich ein wenig hinter mir.
Wie die Hunde in diesem Moment reagierten kann ich nicht sagen, hab es ja nicht gesehen. Ich weiß nur, daß Akasha mehrmals an dem Mann hochsprang. Lucky hing auf Knöchelhöhe, knurrte ebenfalls wie wild und zerrte am Hosenbein.
Der Typ versuchte die Hunde abzuwehren und ließ natürlich von mir ab.
Ein gefühlte Ewigkeit habe ich gebraucht um einen klaren Kopf zu bekommen und (völlig hysterisch
) die Hunde zu rufen.
Diesen einen Moment nutzte der Mann und flüchtete. Lucky hetzte ihm zwar kurz nach, ließ sich aber GsD abrufen.
Ich saß da also am Boden, fertig mit der Welt, weinend und zitternd. Meine Hunde um mich herum, die völlig aufgelöst und wimmernd um sich schauten, mich anstupsten und mir ins Gesicht und Hände schleckten.
Zu sagen, daß man seine Hunde IMMER zu 100% UNTER KONTROLLE hat, mag bei einem "gestellten" Angriff ok sein, aber nicht wenn es wirklich und unvorbereitet einen trifft.
Ich kann nicht sagen, ob meine Hunde den Mann verletzt haben. Mit Sicherheit hatte er einige Kratzer am Arm und ein zerfetztes Hosenbein.