Die Statik/Dynamik beim Treppen-Laufen ist für Mensch und Hund komplett anders - durch die Zweibeiner-Vierbeiner-Geschichte.
Der Hund ist auf Treppen zu einem unphysiologischem Bewegungsablauf gezwungen.
Treppauf kommt es durch die Platzvorgabe der einzelnen Treppenstufen zu einer unnatürlichen Anwinkelung der Hüftgelenke, noch dazu unter der Stemmbelastung bergauf, dazu wird die WS im LWS-Bereich auf eine ebenso unglückliche Art nach hinten-unten rundgewölbt. Das sind Vorgänge, die ein Hund beim bergauf-laufen am Hang durch eine ihm angemessene Schrittlänge ausgleichen kann.
Treppab kommt es zu Mikrostauchungen in der WS, ebenfalls bedingt dadurch, dass die Schrittlänge des Hundes durch die einzelnen Treppenstufen vorgegeben ist. Auch die Vorderbeine müssen treppab ständig bremsend einwirken, auch hier Mikrotraumen bei Dauerbelastung.
Bei den Vorderbeinen wird auf der schiefen Treppen-Ebene ebenfalls eine unphysiologische Winkelung unter Belastung angetroffen, die sehr auf die Gelenke geht.
Beobachtet man Hunde im Freilauf am Hang, stellt man fest, dass die meisten Hunde je nach Steigung eine Lieblingsgangart bergauf und bergab haben. Steile Hänge werden im Dreitakt-Galopp bewältigt, flachere auch im Trab.
Letzten Endes sind es die vorgegebenen Treppenabstände, die den Hunden auf Dauer zu schaffen machen.
Steigungen müssen meine Fichtelgebirgshunde auch mitmachen, mehrmals täglich, aber dabei können sie ihre "normalen" Bewegungsabläufe nutzen.