Beiträge von Lakasha

    Zitat

    Wie oft in der Woche macht ihr nichts mit Euren Hunden außer Spazieren gehen???
    (Wobei auf dem Spaziergang auch nichts passiert, außer das der Hund schnüffelt und Pipi macht)


    Ich mach das ganz oft und sogar mehrere Tage hintereinander. Ich habe allerdings auch keine Beschäftigungsjunkies zu Hause.

    Auf den Spaziergängen gibt es immer wieder mal kleine Übungseinheiten, oder kleine Abenteuer zu entdecken, aber ansonsten laufen die Hunde meistens ihrer Nase nach.

    Je nach Möglichkeit und Lust und Laune ziehe ich mit Lucky los und arbeiten ein wenig mit dem Dummy. Zu Hause machen wir ZOS, gemeinsames aufräumen, wildes gerangel usw.
    Wir haben da keinen Plan, ich richte mich da ausschließlich nach mir und den Hunden.

    Das einzige worauf ich wirklich bestehe ist, daß die Hunde 1x am Tag für mind. 1 Stunde am Stück unterwegs sind.

    Früher habe ich natürlich mehr gemacht, vor allem mit Lucky. Aber jetzt langsam aber sicher wird er ruhiger und will auch nicht mehr so.

    Wohlfühlfaktor Nr. 1
    Wenn wir zu dritt im Bett liegen, ganz nah gekuschelt und jeder einen tiefen Seufzer von sich gibt, während die Hunde darauf bedacht sind, möglichst nah zu rücken um Körperkontakt zu haben

    Wohlfühlfaktor Nr. 2
    Wenn wir draußen unterwegs sind, allein auf weiter Flur und alles funktioniert ohne Worte, nur kleine Geste, gegenseitiges aufpassen und wenn dann die Hunde in regelmäßigen Abständen zu mir kommen, mich kurz anstupsen und dann wieder ihrer Wege gehen
    Das ist das Schönste und Entspannendste Gefühl für mich und hat so etwas von tiefer Zufriedenheit und Einklag

    :lol: Akasha bekommt auch schlechte Laune, wenn es draußen regnet. Zuerst werde ich ungläubig-skeptisch beäugt, wenn ich mit ihr rausgehe und draußen regnet es .... dann fügt sie sich in ihr Schicksal und geht tapfer 20 Meter, 1x pinkeln und dann schnell wieder heim....
    wenn ich dann weitergehe, bohren sich mir Blicke in den Rücken und die sind echt giftig (außerdem glaube ich, daß sie mich hinterrücks beschimpft, verflucht oder sonst was ;) )

    Sie ist dann noch zickiger als ohnehin schon, macht und hört gar nichts und fängt mit sämtlichen Unarten an, die ihr so einfallen.

    Und zu Hause ist sie natürlich auch zickig, weil wir ja nicht raus gehen können :/ :roll: Ich mag sie einfach :gott:

    Meistens haben wir Spaziergänge der Klasse 2 - wobei Lucky eher der Streber ist und zu Klasse 1 tendiert :/

    Akasha läuft fast immer in Klasse 2, wobei sie weder widerwillig noch ignorant ist, sie macht halt gern ihr eigenes Ding. Kommt allerdings das "Leckerli" ins Spiel, sind wir schneller als man denken kann bei Klasse 1 angekommen ;)

    Zitat

    Wie bist du denn dabei vorgegangen


    Ich für meinen Teil bin so vorgegangen:
    Hunde erstmal mit großer Distanz sich sehen lassen, dabei an Akashas Aufmerksamkeit gearbeitet. Ging das ok, wurde die Distanz verringert und zwar so lange bis man im Bogen aneinander vorbei gehen konnte, ohne das Madame völlig ausgerastet ist

    Klappte das vorbei gehen, haben wir erste Spaziergänge unternommen. Mal wir vorne, mal wir hinten, oder mal neben einander. Akasha sollte zu dem entsprechenden Hund keinen Kontakt haben, sie sollte einfach nur die Nähe akzeptieren und sich auf mich konzentrieren.
    Erst viele Wochen/Monate später konnte ich sie mit solchen Hunden laufen lassen.
    Heute bin ich soweit, daß Akasha ansprechbar bleibt und im Falle eines Falles zur Ruhe gerufen werden kann. Ich kann sie mittlerweile auch mit einigen kleinen, weißen Hunden sogar laufen lassen. Selbst bei ihrer Erzfeinding, einer Westi-Hündin, bleibt sie relativ gelassen stehen und wartet auf "Anweisung". Das hätte vorher in einer Katastrophe geeendet.

    Zitat

    und im Freigang gehen sie plötzlich auf einander los


    Dieses Risiko hast du aber immer! Als Akasha von dieser Hündin gebissen wurde, hatten die sich auch zuerst beschnüffelt und alles schien in Ordnung. Klar, der Kontakt war nicht völlig streßfrei, sondern leicht angespannt, aber nicht groß anders wie viele andere Kontakte im Freilauf. Und wenig später kommt diese Hündin auf uns zu und geht ohne große Vorwarnung auf Akasha los
    100% Sicherheit hat man einfach nie. Aber würde ich ein Treffen im Freilauf als zu gefährlich einstufen, würde ich sie nie im Leben von der Leine lassen. Aber klar, ein Restrisiko bleibt immer

    Zitat

    Wie reagiert man dann richtig, so dass dein Hund einen Lerneffekt hat und der andere Hund keinen Schaden davon trägt


    Für mich zählte allein der Lerneffekt, daß Akasha sich bei solchen Situationen auf mich konzentriert und nicht den anderen Hund. Das ist je nach Problem ein langer Weg, aber es funktioniert. Ziel soll ja nicht sein, daß sie alle Hunde toll findet, das sie aber nicht völlig aus der Haut fährt.

    Zitat

    Kann man das als Laie richtig abschätzen? Ich weiß nicht? Da bin ich doch sehr skeptisch


    Kommt darauf an. Akasha ist kein Beißer, sie hat noch nie einen Hund verletzt und ich habe mich noch nie getäuscht in Akasha´s Verhalten.
    Außerdem hatte ich meinen Onkel als Trainer dabei und der kennt sich aus ;)

    Zitat

    Was ist eigentlich der Sinn deines Trainings, wenn ich mal fragen darf


    siehe unten

    Zitat

    Für euch ist es einfach nur ein Spaziergang mit einem wilden, aber ungefährlichen Hund und für mich ist es eine Chance - vielleicht wird mein Hund in diesem Jahr endlich entspannter

    Sinn ist nicht, daß der Hund nun alle Artgenossen gemäß seinem Beuteschema toll findet, sondern das man ihm lediglich vermittelt, daß man selbst bei deren Anblick ruhig bleiben kann.

    Mit Akasha bin ich ähnlich vorgegangen, mit dem Ziel das sie auch kleine, weiße Hunde am Leben lassen kann :/ das funktioniert mittlerweile recht gut, im Gegensatz zu vorher, da ist sie bereits beim Anblick völlig ausgeflippt.

    Zitat

    Es ist erst 2 Tage her... und dieses trauerverhalten passt nicht zu ihr. Wir haben schon einige menschliche Verluste hinter uns und sie war immer die Kämpferin! Diesmal müssen Papa und ich kämpfen


    Zwei Tage finde ich wirklich nicht lange, gib deiner Mutter doch ein wenig Zeit, auch wenn du anderes von ihr gewohnt bist.

    Dein Vater und du, ihr solltet jetzt der Fels in der Brandung sein, ein wenig die anfallenden Aufgaben übernehmen und einfach ein Auge auf deine Mutter haben.

    Warte doch noch ein paar Tage, vielleicht sieht am WE die Welt schon wieder anders aus.

    Wenn es dich tröstet: für regelmäßige Spieleinheiten mit MIR sind sich meine Hunde auch zu fein :roll: die fetzen sich dann lieber gegenseitig, oder nehmen ein Spielzeug auseinander :/

    Nimms leicht... du hast es versucht, hast deinen guten Willen gezeigt, den Hunden ist es anders offensichtlich lieber... also laß sie doch einfach machen und versuch es erneut

    NEUER TAG - NEUES GLÜCK ;)

    Zitat

    Was habt ihr getan, damit es euch etwas besser ging? Ich weiß einfach nicht wie ich meine Mama motivieren kann


    Es tut mir sehr leid, daß euer Hund über die RBB gehen mußte.

    Als damals mein erster Hund Roxy gehen mußte, war nicht nur meine Mutter völlig fertig (sie war mit beim TA), sondern auch noch meine damals 13jährige Schwester. Ich werde nie die Enttäuschung in den Augen meiner Schwester vergessen, sie hatte so fest damit gerechnet, daß unser Roxy noch einmal nach Hause darf :sad2:

    Was haben wir gemacht????? Wir haben uns einfach ein paar Tage der Trauer gegönnt, wir waren down, haben geheult und der Rest der Welt war uns egal. Ich möchte nicht sagen das wir uns in der Trauer verloren haben, aber wir haben sie genutzt um den Verlust und den Schmerz anzunehmen. Immerhin war von heute auf morgen ein Familienmitglied nach knapp 10 Jahren nicht mehr bei uns.

    Wir haben viel probiert und nichts hat wirklich geholfen, außer die Erinnerung an den Verlust zu verdrängen, durch Alltag, Beschäftigungen usw.
    Erst als wir nach unserem Kurzurlaub mit Lucky nach Hause kamen, hatten meine Mutter & Schwester wieder eine Aufgabe, eine Art Seelentröster. Bei mir hat es ein wenig länger gedauert, aber es ist wirklich war, wenn man sagt "die Zeit heilt alle Wunden"

    Manche trauern und weinen noch Tage, Wochen danach und andere können dies wesentlich besser verkraften z.T. müssen sie es auch.

    An deiner Stelle würde ich vielleicht versuchen, meine Mutter so gut wie möglich zu beschäftigen. Sie mit zu Spaziergängen nehmen usw.
    Du solltest ein Auge darauf haben, daß die Trauer nicht in eine Depression umschwankt. Das kann schneller gehen, als man denkt.
    Je nachdem welches Verhältnis du zu deiner Mutter hast, vielleicht gibt es die Möglichkeit darüber zu sprechen und zwar ganz offen.

    Zitat

    as haltet Ihr davon, bzw. bei welchen Problemen mit dem Hund könnte diese Maßnahme nützlich sein


    Ohne mir das Video und das Gerede anzuhören: ich halte davon rein gar nichts. Wenn ich den Hund ignoriere, dann i.d.R. wenn ich zu tun habe, aber selbst da widme ich einen Moment meiner Aufmerksamkeit und schick die ollen Viecher auf ihren Platz :p
    Fremde Hunde kann ich übrigens Jahre ignorieren ;)