Diese Angst kenne ich. Wenn ich mal nen richtig miesen Tag habe und nur die Hunde mich wirklich aufbauen, dann denke ich mir oft "was mache ich nur, wenn es sie nicht mehr gibt"
Lucky ist 11 geworden und Akasha 8. Sie können noch einige gesunde und glückliche Jahre vor sich haben, es kann aber auch ganz schnell gehen
Ich mag meine Stinktiere, ich mag die Art unseres Zusammenlebens, die Art der Verständigung, das wortlose dahin marschieren und so viele andere Dinge worüber ich so glücklich mit meinen Hunden bin und mit keinem anderen tauschen möchte.
Wenn Lucky aufgrund seiner Rückenbeschwerden mal einen schlechten Tag hat und hinter uns schleicht, dann empfinde ich es manchmal als Belastung, weil Akasha und ich noch einen flotten Schritt drauf haben und dann ständig warten müssen. Dafür schäme ich mich natürlich und mir wird ein bißchen Angst, wenn die beiden erstmal in das Alter kommen wo wir keine 10km mehr flott marschieren. Ich fühle mich noch gar nicht so richtig bereit als Senioren-Frauchen durch die Gegend zu streifen. Und auch sonst gibt es mal hier Zimperchen und mal da und diese Erkenntnis macht mir schon zu schaffen. Es zeigt mir sehr deutlich, daß unsere Zeit endlich ist 
Die Einschläferung meines ersten Hundes habe ich noch sehr gut in Erinnerung. Es war die Hölle und ich habe die Befürchtung das es bei meinen beiden noch schlimmer wird, weil ich viel bewußter und intensiver mit ihnen zusammenlebe und sie mich tagtäglich begleiten.
Diese Ängste können nicht genommen werden, es gibt auch keine Vorbereitung auf diesen Verlust, keine Beschönigung wie Regenbogenbrücke oder "er hat nicht leiden müssen"
Wenn es mal soweit ist, tut´s weh und zwar verdammt weh und die Zeit danach wird hart.