Ich finde es sehr schwierig mich da festzulegen.
Wir hatten ja nun beides. Mit Billy hatten wir einen reinrassigen Rauhaardackel richtig adeliger Abstammung, mit dem wir sogar in den ersten Jahren auf Ausstellungen waren und so ein Kram.
Ja und mit Paul haben wir jetzt einen Mischling, der wirklich einzigartig ist.
Bei einem Rassehund habe ich immer die Möglichkeit, mir zumindest halbwegs Optisch den gleichen Hund wieder zu holen aber bei einem Mischling wird es schon schwieriger.
Ansonsten gibt es rassetypische Eigenschaften aber in wie weit diese denn gerade bei dem ausgesuchten Welpen auch wirklich wieder durchschlagen, ist fraglich. Denn bekanntlich hat ja jeder Hund seinen eigenen Charakter.
Wir haben uns nach Billys Tot ganz bewusst für einen Mischling entschieden, weil wir nicht in die Versuchung geraten wollten, zu Vergleichen. Natürlich vergleicht man indirekt und sagt, dass hat Billy aber anders gemacht oder Billy war so und Paul ist so. Doch bei einer ganz anderen Rasse oder gar bei einem Mischling ist dies eher eine Feststellung als ein direkter Vergleich, da dieser nicht wirklich möglich ist.
Ich persönlich muss sagen, natürlich schlägt mein Herz immer noch für Rauhaardackel aber ich könnte mir keinen mehr anschaffen, da Billy einfach zu Charakterstark war, so dass ich angst habe, der "neue" Rauhaardackel könnte meiner Prägung durch Billy nicht gerecht werden.
Genauso ist es bei Paul. Er ist so einzigartig, dass ich nicht glaube ich könnte mir nach seinem Tot die gleiche Rasse - wenn er denn ein Rassehund wäre - anschaffen, da ich auch hier immer wieder in die Versuchung des direkten Vergleichs kommen würde.
Meine Freundin hat dieses Problem mit einem weißen Schäferhund. Sie hatte 14 Jahre lang einen weíßen Schäferhundrüden und nach seinem Tod hat sie sich wieder einen geholt. Nun hört man immer wieder Dimo - so hieß der verstorbene - war aber so und hat das viel besser gemacht.
Ich weíß nicht ob es mir ähnlich ginge, deshalb bleibe ich bei den Mischlingen. Jeder für sich ist einzigartig.
LG
agil