Das Für und Wieder ist ja nun hier zur Genüge durchgekaut worden und ich denke, dass ich guten Gewissens sagen kann, dass können wir uns nun sparen.
Deshalb zu Deiner eigentlichen Frage zurück.
Das A und O in der Hundeerziehung ist eine konsequente Erziehung. Das heißt, dass man täglich an seinen Grundsätzen festhalten muss. Nein ist Nein und kein na ja heute darfst du mal also Verbot = immer Verbot.
Dann sollte man mit einem Welpen sehr viel Kontakt zu anderen Hunden am Besten anderen Welpen haben. Tägliche Gassirunden und Spielmöglichkeiten mit anderen Hunden wären optimal - auch für dich Hilfreich, da der direkte Austausch unter Hundehaltern immer sehr hilfreich ist.
Dann kann/sollte man täglich beim Spaziergang kleine Gehorsamsübungen machen. Ich würde mit meinem heutigen Wissen, z.B. meinen Welpen nie rufen, wenn ich mir nicht sicher bin, dass ich es auch durchsetzen kann. Kennst du die Hundehalter, die auf der Wiese stehen und ihren Hund 5, 10 und mehr Mal rufen und Hund reagiert nicht. Dies liegt daran, dass der Hund weiß, dass auch nach dem 10ten Mal nichts passiert. Deshalb rufe Deinen Welpen nur, wenn Du in unmittelbarer Nähe bist und ihn greifen kannst, wenn er nicht reagiert (oder er hat ein Schleppleinchen dran). Wenn nicht und es handelt sich nicht um einen Notfall, dann nimm die Beine in die Hand und geh hin und hole ihn (wichtig, völlig kommentarlos - du hast nichts gesagt, somit hast du auch kein Kommando gegeben, welches Hundi missachtet hat). Dieses Beispiel steht für alle Kommandos, wenn Du etwas sagst und es dann nicht durchsetzt, also Hund kommt trotzdem zum Erfolg, warum sollte er beim nächsten Mal auf Dein Kommando reagieren. Ebenso wichtig ist, das Loben. Bei jeder richtigen Reaktion sofort Loben. Mach dich zum Affen für deinen Hund – beim Loben.
Auch die Reaktion auf den Namen ist wichtig. Dies trainiert man, in dem man den Hundenamen ruft, Hund dreht sich um, bleibt stehen oder sonst irgendwie reagiert er, dann erfolgt sofort ein super Lob. Achtung was oft falsch verstanden wird, der Hund muss nicht kommen, wenn der Name gerufen wird, er soll reagieren, denn es ist ja nicht das Kommando fürs Kommen.
Viele Hundehalter reden auch nicht klar mit ihren Hunden. Dazu passt die gerade beschriebene Situation. Name des Hundes wird gerufen – Hundehalter möchte aber das Hund kommt, ruft aber nur den Namen – Hund bleibt stehen und schaut zum Hundehalter – nichts passiert weiter auch kein Lob. Völlig Falsch, denn Hund hat richtig reagiert und hätte einen Lob verdient. Es ist ja kein Kommando für Komm oder Hier gesagt worden.
Das Komm oder Hier würde ich mit einer Schleppleine üben. Du rufst Deinen Hund Name und Hier, Hundi kommt nicht, du holst ihn mit der Leine ran. Am Anfang läuft das bei einem Welpen meist sehr gut und sehr einfach, gerade diese Phase sollte man für solche Übungen nutzen.
Ich hoffe es ist einigermaßen verständlich und hilft Dir.
LG
Ulli