Beiträge von Fantasmita

    Es wird ja bei allen möglichen Sachen immer empfohlen den Hund zu ignorieren. Was haltet ihr davon, bzw. wie sind eure Erfahrungen?

    Bei uns kann ich sagen, dass sich das "ignorieren" als unbrauchbarste Variante der Hundeerziehung erwiesen hat. Wir sind immer weitaus besser gefahren, wenn wir den Hund eine klare Ansage gemacht haben, teilweise hat ihn unser ignorieren sogar weiter aufgestachelt.

    Unsere Erfahrungen:

    * In die Wohnung puschern, wo er klein war. Das haben wir komplett ignoriert und nie irgendeinen Aufstand drum gemacht. Wunderbar.

    * Ängste ignorieren, finde ich sogar fatal. Wir haben Max immer an seine Ängste rangeführt und durch unser Verhalten gezeigt, dass es keinen Grund gibt vor irgendeinem, z.B. Gegenstand, Angst zu haben.

    * Anspringen. Das ignorieren oder wegdrehen war auch total sinnfrei und hat nix geändert. Indem wir ihn einfach mit der Brust gegen die flache Hand haben springen lassen, hat er es sich im handumdrehen abgewöhnt (natürlich gab es auch Lob, wenn er auf dem Boden blieb).

    * Beißhemmung als Welpe. Ignorieren war auch hier sinnfrei. Ein Aua oder Aus haben ihn weitaus schneller auf den Trichter gebracht, dass da was falsch ist und er hat es gelassen. Das selbe mit in die Hosenbeine beißen.

    * Katzen jagen. Ein Grund für unseren Rabauken die Welt um sich herum zu vergessen und in den Jagdmodus zu verfallen (sprich Katze killen wollen). Ignorieren und einfach straight weitergehen hat dazu geführt, dass er sich überhaupt nicht mehr beruhigt hat und sich immer mehr hochgepusht hat, ob er nun in die Büsche getaumelt ist oder was auch immer. Wenn wir ihm ein klares, festes "nein" geben, dann ist er immer noch erregt aber er beruhigt sich viel schneller wieder und flippt vor allem nicht aus.

    * Leinenaggression gegenüber anderen Hunden. Das selbe wie beim Jagdmodus. Wenn wir in einer Ausflippsituation statt wortlos weiterzugehen eine klare Ansage machen (am Besten noch bevor es überhaupt dazu kommt), dann beruhigt er sich weitaus schneller wieder.

    Da diese Methode aber sehr oft empfohlen wird, würde mich mal von euch - völlig wertfrei bitte - interessieren, wie eure Erfahrungen damit sind.

    Max ist auch so :D er wird im Dez. 2 Jahre alt. Ich hab auch gehört, dass dies so die Zeit ist, wo Hunde einen weiteren Angstschub haben aber nun gut, dass mal ungeachtet.

    Wir machen es so, dass wir auf alles was er anbellt zugehen ... bei ihm sind es primär Gegenstände (Luftballons, Mülleimer, Igel, etc.) ... wir fassen das dann an ... zeigen das es ganz normal ist und nix besonderes. Umkreisen den Gegenstand zigmal bis er sich beruhigt hat. Manche Menschen findet er auch besonders gruselig, da gibt es eine klare Ansage "nein" oder "weiter" und dann geht das auch.

    Mußt halt ausprobieren, was bei dir funktioniert.

    Bei uns definitiv ja. Beim Geschirr tendiert er eher dazu rumzukaspern. Beim Halsband läuft er eindeutig besser an der Leine und ich spreche hier wirklich von 0 Zug. Ich könnte auch einen Bindfaden am Halsband festmachen und er würde nicht reißen.

    Trotzdem nutzen wir je nach Umgebung mal Geschirr, mal Halsband. Er mag beides und leinenführig ist er im großen und ganzen auch an beiden, nur beim Geschirr einen Tick weniger.

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    Immer abrufen, hmmm...so mache ich es bisher, aber dann rufe ich ihn pausenlos ran...

    Ich hab mal gelesen das Hunde 500 Wiederholungen brauchen um was zu schnallen, bei meinem hab ich zeitweise das Gefühl ich hätte mich verlesen und es sind 50.000 ... von daher ... einfach dranbleiben .. irgendwann macht es Klick.

    Naja da kann man geteilter Meinung sein. Mein Hund mag tatsächlich nicht am Kopf angefaßt werden. Von jedem Familienmitglied und auch von den Schwiegereltern (sprich Leuten zu denen er einen Bezug hat) genießt er es aber bei Fremden duckt er sich weg.

    Ich habe im Freilauf auch erlebt, dass viele Hund das nicht mögen und eine eindeutig Körpersprache haben (Unwohlsein), weshalb ich andere Hunde grundsätzlich nur an der Seite streichele.

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    Der Druck auf den Hals mit allen seinen negativen Kosequenzen für die HWS durch den Zug der Leine auf das Halsband, wenn der Hund zum Beispiel einen Artgenossen trifft.

    Ok das war das was ich wissen wollte und das was staffy dazu gesagt hat, war das was ich sagen wollte :D.

    Ein Geschirr ist sinnvoll (hier würde ich auch ein Norweger empfehlen, da es für den Hund und den Menschen problemlos im Umgang ist) aber löst nicht das eigentliche Problem.

    Ich finde Rütter nicht verkehrt ... das einzige was mir massiv mißfällt ist diese extreme Kommerzialisierung seiner, der Marke "Rütter", die er betreibt. Ihm geht es nicht um Hunde ansich (meine Meinung), sondern er hat gesehen, dass er mit seinen Kompetenzen richtig Kohle schäffeln kann. Bis dahin noch kein Problem ... die massive Form in der dies geschieht, unter dem Deckmäntelchen des Hundeinteresses, finde ich jedoch ablehnenswert ...

    Man konnte ja eine Zeit nirgendwo mehr hingehen, nichts mehr im Fernsehen anschalten ohne auf Rütter zu treffen ...

    * Rütter bei SternTV
    * Rütter bei "Promidinner"
    * Rütterstand auf einer Veranstaltung für Hunde
    * Bücherei um die Ecke ... Extratisch mit DVDs/Büchern, etc. von Rütter
    * Rütter beim Freßnapf
    * Rütter als Trainer im Fernsehen
    * Rütter Frenchise (oder wie man das schreibt)
    * Rütter Rütter Rütter

    Etwas zuviel Kommerz für meine Begriffe.

    Ich sehe gar keine Notwendigkeit einen Radius von 20 Metern einzuhalten und noch dazu unrealistisch. Wenn nichts los ist, bleibt Max automatisch in einem Radius von 10 Metern bei uns ... aber wenn er jemanden trifft zum spielen, dann randaliert er durch die Gegend und dann sind 20 Meter natürlich ein Witz. Wichtig ist mir lediglich, dass er im Sichtbereich bleibt (sollte er sich weiter entfernen, was er normalerweise nicht macht, dann rufe ich ihn ab) und abrufbar ist.

    Einen energiegeladenen und rennfreudigen Hund auf 20 Meter zu beschränken ist in meinen Augen unrealistisch.

    Trainieren kannst du das auf jeden Fall, indem du ihn immer abrufst, wenn er - für dein Gefühl - zu weit weg ist. Irgendwann bleibt er dann in einem kleineren Radius.

    Bei uns hat der Hund eh nur Freilauf in Gebieten, wo das unproblematisch ist ... in der Stadt leine ich ihn immer an.