Beiträge von Fantasmita

    Natürlich meinte ich den losstürmenden Hund :D

    Ich ignoriere vielleicht fiepen oder jippeln ... ich ignoriere eventuell bettelnde Blicke aber wenn mein Hund hinter den Katzen herstürmen würde, dann würde ich das tunlichst unterbinden (naja nicht mehr ... heute macht er das ja nicht mehr mit der Absicht sie zu killen :D, da er verstanden hat, dass Familienmitglieder nicht gefressen werden).

    Jede Form normaler Annäherung wird bestätigt und belohnt und Spackoverhalten unterbunden.

    Wir haben auch eine Erziehungskatze dabei ... im Rahmen durfte und darf Max natürlich auch die Katzen "ärgern" aber wenn er es übertreibt, dann hängt die komplette Katze über seinem Kopf und zeigt ihm wo der Hammer hängt. Danach ist wieder alles in Ordnung.
    Da sieht man wie schön einfach manchmal die Kommunikation unter Tieren ist ... der Mensch macht es sich so schwer. Ich hab schon oft gesagt wir sollten von Timmy Erziehung lernen, denn der hat unseren Hund perfekt im Griff ;) und der geht komplett unpädagogisch vor :headbash:

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    Allerdings habe ich beim weiteren darüber nachdenken beschlossen, dass es auch kooperativer geht.

    Oder komplizierter für den Hund. Einfache klare Auseinandersetzung mit dem Hund und er weiß was du meinst. Was ist so schlimm daran ein klares Nein an den Hund zu bringen?

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    und zwar mit dem bestätige, was für den HUND am Tollsten ist, nicht für mich als Besitzer am bequemsten á la "nein, ich bestätige nun mal nicht mit Leckerli" oder gar ohne Bestätigung frei nach dem Motto "mein Hund muß aus Respekt zu mir gehorchen"!)

    Das funktioniert im normalen Leben ja auch wunderbar, da bin ich ganz bei dir und ich glaube die meisten Menschen bauen den Rückruf auch mit so einem tollen Leckerlie auf. Wir auch :) Superpfiff und das alles funktioniert wunderbar.

    Allerdings sprechen wir hier von der Jagd. Welches Leckerlie bietest du denn einem wirklich jagdorientierten Hund (und ich meine keine Pseudojäger die nur unausgelastet sind), dass er sich nicht für das Wild entscheidet?
    Das mußt du doch absichern, sonst kannst du mit Pansen wedeln und der Hund zeigt dir die Mittelkralle :D

    Das funktioniert nur über einen sauber aufgebauten Abruf, über ein entsprechendes Ersatzangebot (z.B. Nasenarbeit), über das Mensch/Hund-Verhältnis (das überhaupt eine Orientierung am Halter vorhanden ist) und darüber, dass dein Abruf absolut verbindlich ist und nicht eine "kann"-Option.
    Irgendwo stand hier "es reicht wenn ich mit dem Schlüssel klappere" ... natürlich reicht das .. aber das der Hund, dieses Schlüsselklappern als Abbruch akzeptiert oder als "hey hallt Gehirn einschalten", dafür muss es ja erstmal konditioniert worden sein. Sprich in dem Moment die Absicherung des Abrufs.

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    Cala war anfangs an der Leine in der Wohnung, wenn sie Anstalten machte, loszustürmen, wurde sie ignoriert,

    Du ignorierst ne losstürmende Katze :schockiert:

    Also bei uns lief das ganz einfach. Schleppe dran und wenn der Hund die Katzen (wir haben 4) jagen wollte, dann wurde das sofort unterbunden. Da wird nix ignoriert oder positiv bestätigt.

    Ich ignoriere ja auch kein Kind was schreiend hinter einer Katze herläuft und wenn es dann dann nachläßt gebe ich ihm nen Gummibärchen, weil es das ja so toll macht. Ich verbiete dem Kind das und aus die Maus.

    Ich weiß ich bin so unpädagogisch aber zumindest jagt mein Hund die Katzen nicht mehr und es ist ein harmonisches Miteinander.

    Rote Bömmel zu mir :D

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    Hm, aber wie meinste das jetzt?

    Soll sich kein Nichtjäger einen Jagdhund anschaffen? Soll sich kein Schrottplatzbesitzer nen Wachhund anschaffen? Oder sollen sich nur die Leute keinen spezialisierten Hund anschaffen, die nicht bereit sind ihm eine Ersatzbeschäftigung zu simulieren?

    Natürlich können sich Nichtjäger Hunde anschaffen, sie sollten dies aber im Bewußtsein machen, was sie sich anschaffen und bereit sein mit dem Hund zu arbeiten.

    Fakt ist aber leider, dass viele Hundebesitzer an einen Jagdhund kommen, weil sie sich nicht ausreichend informiert haben, weil ihnen der Hund als lieber Kumpel und Anfängergeeignet vermittelt wurde und und und.

    Solche Hunde benötigen nunmal einen Ersatz fürs jagen ...

    Unser Hund z.B. kommt wunderbar klar mit Mantrailling .. d.h. nicht, dass er absolut nicht jagen würde :D aber wir wissen halt drum und arbeiten entsprechend mit ihm.

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    dennoch war der Effekt heller Wahnsinn: Drei- oder viermal eingesetzt hat der Hund in jeder (!) Situation auf den Rückruf reagiert.

    Dafür hätte man aber kein Sprühhalsband benötigt. Richtig gemacht funktioniert der Abruf in jeder Situation aber das geht leider nicht nur über den positiven Aufbau, solange der Hund die Wahl hat, ob ihn der Mensch oder das zu erwartende Leckerlie ausreichend interessiert oder ob der andere Hund/Grashalm/Pferdeködel mehr interessiert.

    Ein Stromhalsband ist aber nicht für den Rückruf.

    @ Biomais
    So sieht es aus und das finde ich fairer und gar nicht sonderlich schlimm ... vor allem, wenn Otto Normalverbraucher eben die Schnelllösung möchte und nicht bereit ist für eine "Arbeit" mit dem Hund.

    Ist aber nur eine Illusion, dass die Menschen diesbezüglich schlauer werden.

    Vor allem sollten hier die Züchter auch mal ansetzen ...

    Ich stecke nicht so tief drin im Thema Kastration, deshalb muss ich mal nachfragen, ob hier jemand genauer Bescheid weiß.

    Ich weiß, dass die Kastrationschips 6 Wochen brauchen bis sie sich wirklich auswirken ... die sind also nicht das Thema ... mich interessiert die Kastration ohne vorherigen Chip.

    Mir wurde gesagt, dass bei einer OP die Wirkung auch verspätet einsetzt (Testosteron muss im Körper noch abgebaut werden?) ... ich finde zu dieser Dauer (auch so 6-7 Wochen??) aber keinerlei Informationen im Internet. .. oder bin ich zu blöd zum suchen?

    Ganz ab davon, dass Stromhalsbänder erstmal nicht tragbar sind, ich aber durchaus akzeptieren kann, dass sie unter fachmännischer Anleitung differenziert und individuell Sinn machen können, finde ich es viel problematischer, dass Hunde die rein für die Jagd gezüchtet wurden reihenweise an Otto Normalverbraucher vermittelt werden, die dann total überfordert sind mit den teilweise doch massiven Jagdinstinkten.

    Wer bereit ist mit dem Hund zu arbeiten ok... aber die meisten Menschen wollen einfach nur nen guten Kumpel/Freund und keinen passionierten Jäger der ne Lebensaufgabe sein kann und denen dann nen Jagdhund zu vermitteln ... geht gar nicht.

    Man muss sich halt mal klar machen, dass die Tiere hochspezialisiert gezüchtet wurden und nun sollen sie auf dem Sofa den Kuschelhund mimen ...

    Genau dadurch kommt nämlich dann die Verwendung von Stromhalsbändern ... aus der Hilflosigkeit heraus, weil man nicht weiß was man noch machen soll.

    Wenn sogar eine Frau aus dem Tierschutz ihren Jagdhunden nen Teletac umschnallt, dann läuft doch was verkehrt im Staate Dänemark ;) aber auch das sind nur Menschen, die ab einem bestimmten Punkt überfordert sind ... ausbaden muss es der Hund.