Beiträge von Fantasmita

    Wir waren in einer entfernt ähnlichen Situation. Allerdings war bei uns schon klar, dass zeitnah ein Zweithund kommen sollte, weil unser Ersthund 3 Jahre ist und praktisch keine Baustellen mehr hat. Einziges Problem, dass wir grade im Umzug begriffen sind und ein Haus renovieren müssen, was sehr zeitintensiv ist, da wir vorher auch noch den ganzen Haushalt auflösen müssen und d.h. es paßte einfach nicht wirklich.

    Trotzdem haben wir uns im Dezember in einen Hund verkuckt und zwar so richtig :D ... und wir haben uns für ihn entschieden. Er ist/war komplett unerzogen und ist eine einzige Baustelle. Vom Grundsatz her haben wir genug Zeit, da ich selbständig bin und mein Mann seine Diplomarbeit macht ... trotzdem ist es mit den wöchentlichen Fahrten zum Haus, wo wir viel arbeiten und dann wenig Zeit haben ... teilweise schon schwierig allem gerecht zu werden. In unserem Fall wußten wir, dass es zeitlich begrenzt ist (in einem Monat sind wir durch) und das danach alles rund läuft, deshalb haben wir uns für den Waldläufer entschieden (siehe meine 2 auf dem Avatar). Es ist aber alles andere als einfach gewesen .. grade die ersten 3-4 Wochen, da er wirklich sehr speziell ist :smile: .

    Das zum grundsätzlichen. Bei euch denke ich, wird sich noch soviel in der Zukunft ergeben, dass es keine gute Idee ist, wenn ihr euch jetzt einen Hund ohne Erziehung holt. Unterschätzt den Zeitaufwand nicht und auch die Zusammenführung mit dem Ersthund kann unter Umständen problematisch werden. Schwieriger sehe ich aber die aktuelle Situation und ich würde tatsächlich empfehlen - auch wenn ich diese Liebe auf den ersten Blick kenne und verstehe - momentan noch Abstand zu nehmen von der Vermittlung.

    Wenn es danach geht darf ich auch gar nicht auf die Tierhilfeseiten schauen, denn da sind ständig irgendwelche Hunde die mir das Herz zum schmelzen bringen.

    Ah ich hatte das letzte gar nicht gelesen ...

    ... da möchte ich noch zu anmerken, dass so ein Hund schwierig zu managen ist, wenn beide arbeiten. Staffy hat mir den Tipp gegeben, wo ich Bedenken wegen der Übernahme von Big und seiner nicht vorhandenen Erziehung erzählte, dass ich mir das schlimmste vorstellen soll und mich freuen soll, wenn es doch nicht ganz so schlimm wird. Ich war bemüht mir das schlimmste vorzustellen, war dann aber trotzdem erstaunt und die ersten 2 Wochen teilweise am Rande meiner Kräfte.

    Eine Maulschlaufe würde ich auf keinen Fall nutzen. Das kann man mal machen, wenn der Hund beim Tierarzt ist aber wenn er ihn frequenter nutzen muss, dann einen ordentlichen Drahtmaulkorb, an den er vorher gewöhnt wurde.

    Ansonsten kann ich dir auf gar keinen Fall empfehlen irgendwelchen Forentipps zu folgen, dass kann in deinem Fall gewaltig nach hinten losgehen. Ihr braucht - ich behaupte sogar zwingend - einen guten Trainer der zu euch ins Haus kommt und euch dort berät. Eine Hundeschule im klassischen Sinne wird da auch nicht viel helfen. Sucht euch einen guten Trainer der Einzelunterricht anbietet und sich alles vor Ort anschaut.

    Das Problem wird sein, dass ihr an euch arbeiten müßt und zwar enorm und das kann man über ein Forum kaum vermitteln und je länger ihr wartet um so größer können die Probleme werden.

    Wo wohnst du denn? Vielleicht kann man dir ja einen Trainer empfehlen.

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    Ich verstehe deinen Einwand gerade nicht, bezogen auf das was ich geschrieben habe. :) Stehe ein wenig auf dem Schlauch.

    Es war kein Einwand :D ich sehe das so wie du. Tja wie immer ... das Problem des geschriebenen Wortes, in der direkten Kommunikation ist es immer einfacher.

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    Ich kenne nur einen Hund bei dem ein Maulkorb angebracht ist. Und das unter massig vielen unterschiedlichen Hunden. Gott sein dank.

    Dito ich auch kenne auch nur einen. Da hat das Frauchen den MK aber gerne dran, weil ihr Hund andere im Zweifelsfall massakrieren würde.
    Das ist nur einen kenne, heißt aber nicht zwingend, dass es nicht andere Hunde gibt, wo es ratsam wäre, grade Hunde die andere schon mehrfach verletzt haben aber wo der Hundehalter es trotzdem nicht für nötig hält den MK aufzusetzen.

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    Ich käme nicht auf die Idee meinem Hund einen Maulkorb anzuziehen, nur weil er sich aufspielt und an der Leine pöbelt und vielleicht mal andere Hunde wegknurrt.

    Naja dann müßten viele Hunde nen MK tragen. Die meisten Hunde wäre ja gar nicht aggressiv ... läßt man die Leine fallen oder wären sie ohne Leine, dann würde nix passieren. Leider sieht man das an der Leine eher weniger.

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    Ich würde meinen Hund nur in einen zwängen, wenn er mehrmals zugebissen hätte, in einer Situation die ein Beissen nicht erforderte.

    Mehrmals? Du würdest nicht schon nach dem ersten Beißvorfall (wo nicht der eigene Verteidigung im Vordergrund steht) einen MK aufsetzen?


    Es gibt wenige Hunde die einen MK brauchen, weil sie nur prollen aber nie wirklich beißen würden. Ein Hund der aber gebissen hat, da finde ich gibt es eine Verpflichtung auch anderen gegenüber, dass ich sie schütze. Natürlich immer situationsabhängig. Manchmal ist ein MK auch einfach nur für den HH gut, weil er sich sicherer fühlt und damit Sicherheit auf seinen Hund ausstrahlen kann. Die Welt ist halt bunt.

    Ich habe ja angeklickt, obwohl ich nicht davon ausgehe, dass ich es je machen müßte. Nur weiß ich, wenn es hart auf hart kommt, es an das Leben meiner Hunde geht, dann würde ich zu fast allen Mitteln greifen, um dieses zu schützen. Allerdings gehe ich davon aus, dass wegtreten gar nicht so effektiv ist, da gibt es andere Methoden die mehr bringen und die weniger aggressiv sind.

    Bisher hat es immer gereicht, wenn ich mich vor meinen Hund gebracht habe, und mit meiner Körperhaltung und einem "hau ab" die Hunde weggeschickt habe.

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    und der nicht zu 100% kontrollierbar

    Wir arbeiten mit Tieren. Tiere, wie Menschen sind nie 100% kontrollierbar und das ist auch normal und gut so. Es kann immer Situationen geben, wo es dann leider nur 99% sind. Damit man hinterher nicht lamentieren muss, dass Hundi doch eigentlich immer gehört hat, ist es besser von vornherein weitsichtig zu sein, mit Fehlverhalten des Hundes und auch von anderen Hundehaltern rechnen.

    Sehe ich zumindest so.

    Da ich vom Prinzip her eh nicht dafür bin Problemen aus dem Weg zu gehen würde ich es trainieren und dabei natürlich auch einen Maulkorb nutzen. Für den Hund ist der Maulkorb ja nicht schlimm, wenn er entsprechend daran gewöhnt wurde. Der positive Effekt beim Training ist, dass die Leute besser auf ihre eigenen Hunde aufpassen, wenn sie einen Hund mit Mauli sehen.

    Tja und dann heißt es mit dem Hund arbeiten und nicht dem Problem aus dem Weg gehen.

    Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit Maulkörben und finde es schade, dass die Menschen es sich da teilweise noch so schwer machen. Es dient schließlich der Sicherheit anderer und auch des eigenen Hundes.

    Das Leben .. die Realität ist keine Trainingssituation und läßt sich nicht vorausplanen, so sehr man auch aufpassen mag.

    Hat man einen Hund der leinenaggressiv ist aber nix machen würde, da würde ich auch auf einen Mauli verzichten aber das muss man halt wissen. Ansonsten ist ein Maulkorb bei jeder Form der Aggression ein gutes Hilfsmittel.