Beiträge von Fantasmita

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    Ich kann nicht für andere Foris schreiben aber ich kann Dir versichern, dass ich Dir helfen würde, einen alternativen Weg zu finden, wenn Du das möchtest.
    Ganz davon abgesehen davon, dass ich auch glaube, dass viele Clickerenthusiasten bereit sind Dir bei diesem Weg zu helfen.
    Finde Dich bitte nicht damit ab, dass es noch ein Jahr dauern soll.

    Laursen, ich glaube du hast mich mißverstanden. Ich suche nach keinem Weg oder alternativen Weg. Ich habe das Problem mit meinem Hund seit einem Jahr nicht mehr, weil ich nach einem vergeudeten Jahr einen Trainer gefunden hatte, der mir innerhalb kurzer Zeit geholfen hat, dass ich mit meinem Hund wieder auf die Straße konnte. Das ist wie gesagt ein Jahr her.

    Ich habe in dem Jahr, welches ich als vergeudet betrachte (im nachhinein) auch mit dem Clicker gearbeitet. Unter professioneller Anleitung aber offensichtlich, wie mir hier unterstellt wurde :D ja falsch und das obwohl mir bestätigt wurde, dass mein Timing und alles perfekt war. Allerdings weiß ich mittlerweile, dass Clicker + Leckerlie für mich nicht mein Weg für die Erziehung ist. Ich mache daraus keine Philosophie ... es ist nur nicht mein Weg. Jeder der so vorgeht und damit effektiv arbeitet soll das machen aber mit allem was man tut muss man sich auch selber identifizieren und das kann ich mit Clicker und Co nicht.

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    @ Fanta: was den Zeitraum von einem Jahr betrifft kann ich Dir nur recht geben: Ich hätte zu unseren schlimmsten Zeiten nicht mehr sagen können "Da brauch ich noch ein Jahr lang Geduld."

    Ich habe damals ja auch schon ein Jahr verschwendet gehabt und zu dem Zeitpunkt hatte ich dann auch nicht nerven auf noch ein Jahr. Ich weiß noch wie damals meine Denke war ... entweder warte ich bis er zu alt ist um noch rum zu pöbeln oder ich mache hier und jetzt was.
    Wenn man die richtige Methode und nen guten Trainer gefunden hat ist es ja auch nicht schlagartig vorbei aber dann kann man innerhalb kürzester Zeit wenigstens wieder "normal" mit seinem Hund raus ohne Schleifen zu laufen, auf Wohlfühlabstände zu achten und beladen mit Hilfsmitteln zu sein. Die Zeit die man vergeudet kann man viel schöner und produktiver in positiver Zeit mit seinen Hund investieren.

    Wie gesagt ich habe kein Problem, wenn man an massiven Problemen auch monatelang arbeitet aber wenn man schon ein Jahr gearbeitet hat und dann wieder bei null anfängt, dann läuft was falsch. Nach einem Jahr sollten doch gravierende Fortschritte sein und die Art zu arbeiten sollte doch hervorbringen, dass ich wieder mit meinem Hund entspannt auf die Straße kann.


    Das mit der "Zwangsberatung von Hundehaltern von netten Hunden" kenne ich auch. Nach dem Kontext "ich habe die Probleme ja nicht, deshalb muss ich ja was richtiger machen als sie" :D :headbash: .

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    Dem schließe ich mich an.


    Ich habe Hunde gemieden, wo es nur ging.
    Mittlerweile geh ich raus, wann ich will und wohin ich will. Sind doch alles tolle Möglichkeiten zum "üben".
    Und wenns mal nicht klappt? Davon geht die Welt nicht unter.

    Ich habe für mich den richtigen Trainer und die richtige "Methode" gefunden und lebe seitdem sehr viel entspannter.

    Dito :gut:


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    Das ist sogar ganz sicher so...es ist der Moment den ich auch schon vor etwa mehr als einem Jahr hatte, als ich mit Schau und Clicker Training aufgegeben habe...eben weil ich das Gefühl hatte (was ja auch stimmte) es würde schlimmer werden...ich muß mehr daran arbeiten und sicher noch ein Jahr Geduld haben...

    Noch ein Jahr???? Warum tust du dir und deinem Hund das an? Hast du keinen Leidensdruck? Willst du dich nicht freier fühlen und mit Spaß mit deinem Hund rausgehen?

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    Was mir halt Sorgen macht wären die Reaktionen meiner Umwelt...
    Wie Tarlancriel schon meinte, Typ mit kurzen Haaren und SoKa...

    Grob gesagt müßtest du ja im Training sein mit Vorurteilen :D ... also solltest du dir auch hier keine Sorgen machen über die Reaktionen deiner Umwelt. Alternativ, wie hier schon vorgeschlagen wurde, lass dir die Haare lang wachsen, werd bürgerlich und/oder ich hab auch noch ne tolle Idee, schaff dir nen Labradoodle-Welpen an :D .

    Ich muss auch mit den Vorurteilen meiner Umwelt leben, denn in der Großstadt mit 2 Dobis (wenn auch mit Schwanz und Ohren) machen die Leute sich auch ihre persönlichen Geschichten, die mich aber herzlich wenig interessieren. Eine Nachbarin pöbelte mich an, wenn mein Hund sie anspringen würde, würde sie zur Polizei gehen .. wohlgemerkt hatte er überhaupt nix gemacht, noch nichtmal Interesse an ihr gezeigt.
    Üblicherweise wird bei uns auch die Straßenseite gewechselt oder erschreckt in die Büsche gesprungen. Kindern wird gesagt, dass die Hunde böse sind und einen beißen, wenn man sie anfaßt und und und ... also solltest du dich seelisch und moralisch darauf einstellen. Da ich weiß, was ich für tolle Hunde hab und mir ist es absolut Banane (ok nicht immer), was andere Menschen denken.

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    Den Text von N. Mathews finde ich persönlich übertrieben.

    Glaub mir der ist kein Stück übertrieben. Je nachdem wie ausgeprägt das Verhalten ist geht das auch noch schlimmer als wie in dem Text von Frau Mathews geschrieben.

    Max war früher nicht nur leinenaggressiv sondern auch aggressiv auf Menschen und vor allem Kinder. Ich bin ein durch und durch gelassener Mensch ... aber in manchen Momenten war davon nicht mehr viel übrig. Und wie gesagt, dass geht sogar noch um einiges schlimmer. Es gibt Hundehalter die stehen so unter Streß, dass sie nur Wege gehen wo sie relativ sicher sein können, dass sie nix begegnen, andere gehen um 2 Uhr Nachts raus ... der nächste steckt seinen Hund ins Auto und fährt zig Kilometer in eine Mensch- und Hundeleere Gegend.

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    Schau bitte auch in Deinem Mietvertrag / Hausordnung nach, ob das Halten von Listenhunden erlaubt ist. Es gibt Vermieter, die zwar Hundehaltung erlauben, aber eben keine Listenhunde.

    So ist es hier ... Hundehaltung erlaubt aber keine Listenhunde :mute:

    BPSkinhead
    Bemüht war nicht negativ zu werten sondern positiv :D

    Die Aussage "nicht Anfängergeeignet" finde ich nicht zwingend richtig. Ich finde es geht eher darum, ob man bereit ist sich mit der Rasse und ihren Besonderheiten auseinander zu setzen. Du wirkst jetzt schon im Vorfeld relativ bemüht, von daher würde ich nicht grundsätzlich davon abraten.

    Wie sind denn deine Rahmenbedingungen, also deine Lebensbedingungen, Job, Wohnung ,etc.?

    Wie hast du dir den Tagesablauf mit dem Rotti vorgestellt?

    Bist du dir der besonderen Auflagen für Sokas bewußt? Auch finanziell?

    6 Monate ist kein Alter ... da sind die meisten Hund noch lieb und unkompliziert ... bist du dir auch im klaren, dass es problematisch werden kann, wenn der Bengel in die Pubertät kommt?

    Sowas haste immer ... es gibt immer Menschen die denken Kinder dürfen alles und brauchen keine Erziehung, wie es auch Hundehalter gibt die denken, dass Hunde alles dürfen und keine Erziehung brauchen. Thats live. Wahrscheinlich wird einem das nur bewusster durch einen Hund, weil man dadurch viel mehr mit anderen Menschen in Kontakt kommt (gewollt oder ungewollt :D ).

    Kinder machen sich oft noch nen Jux draus, wenn die merken, dass du voll genervt bist.

    Lass dich von sowas nicht runterziehen. Wird immer wieder vorkommen ... je souveräner du bist, um so souveräner kommt dein Hund damit klar.

    Das ist leider traurige Realität. Ich kenne eine Frau die ist mit ihrem Hund bei Schneesturm und übelsten Regengüssen raus, weil sie wußte, dass sie da kaum einen anderen Hundehalter treffen wird.

    Wir haben früher auch so empfunden. Es war die Hölle. Reicht diesmal der "Wohlfühlabstand" .. oh nein, plötzlich steht ungeplant ein Hund vor uns ... reicht die Zeit um einen eleganten Richtungswechsel einzubauen? Interessiert ihn heute das ordentlich aufgebaute "schau"? Warum interessiert ihn bloß kein Leckerchen, andere interessiert es doch auch ...

    Nach einem Hundekampf, wo der andere Kontrahent mit Herrchen auf der anderen Straßenseite seelenruhig steht und sich das Schauspiel anschaut, während ich versuche meinen Hund zu bändigen und mich wundere warum er nicht ruhiger wird. Schweißgebadet und frustriert.

    Nein es ist echt nicht witzig, wenn man so einen "vollen Programm"-Hund hat.

    Finde den Artikel aber auch sehr hilfreich, denn man vergißt schnell mal was man erreicht hat und wenn die Zeit vergeht (bei uns ja nun ein Jahr) kommt es einem vor wie im schlechten Film, dass der Hund mal so drauf war. Aber ich verstehe heute noch jeden der sich genau so fühlt wie in dem Artikel.

    Allerdings verändert man sich. Ich war total genervt als ich feststellte, dass unser Neuzugang leinenaggressiv ist ... aber nachdem der Frust verflogen war muss ich sagen, dass es einen gravierenden Unterschied zu damals gibt. Früher war ich verzweifelt, nervös und habe das auch ausgestrahlt. Tausend Wege versucht nur um an den Hund ranzukommen. Heute ist es ungleich einfacher, weil ich mich nicht mehr aufrege und souverän mit der Situation umgehen kann. Ich bin für meinen Hund die Sicherheit die er braucht durch so eine Situation zu kommen, ich helfe ihm die Frusttoleranz zu entwickeln sich mit der Situation auseinander zu setzen und mache ihn so stark für die Zukunft. Mich belastet es nicht mehr, wenn ein Hund kommt, weil ich ihn als willkommenes Trainingsobjekt betrachte. Wieder ein Schritt weiter auf dem Weg ...