Beiträge von Fantasmita

    Als Mr. Big vor 3 Monaten zu uns kam kannte er auch keine Leine ... er hatte vorher im Wald gelebt und da tragen Hunde so selten Leine und Halsband. Das Ergebnis war, dass er eine schlichte Katastrophe an der Leine war.

    Wenn er blockte, dann sind wir einfach emotionslos und kommentarlos weitergegangen ... ja auch hinterhergeschleift ... das Thema war schneller durch wie du glaubst. Aber jetzt nicht hetzen oder so ... schön langsam deines Weges ziehen ... dann wird er sich schon selber überlegen, ob er mitkommt oder nicht.

    Was würdest du denn mit einem Kind machen, was nicht mitwill.... du würdest es an die Hand nehmen und mit dir ziehen ... oder würdest du ihm ne Schokolade vor die Nase halten um es zu locken? Eher nicht oder? Also würde ich hier, sofern der Hund nicht ängstlich ist (angelegte Ohren/eingeklemmter Schwanz), einfach meines Weges gehen und Hundi hat zu folgen.

    Gerne auch mal auf die Wiese gehen und ein paar Richtungswechsel machen, dass dein Neuzugang lernt sich an dir zu orientieren. Gar nicht den Hund anschauen, sondern du gehst deines Weges und Hundi kommt mit.

    Max reagiert überhaupt nicht.

    Mr. Big reagiert, wenn ich "Tiere suchen ein Zuhause" schaue. Ich gehe schon davon aus, dass er das Bild erkennt, auch wenn die Farberkennung bei Hunden nicht so gegeben ist wie beim Menschen, denn er reagiert auch auf Hunde, wenn diese nicht bellen. Ansonsten ist ihm der Fernseher aber total egal.

    Leider kann man meine Tochter nicht schön füttern. Das hatten wir ja auch probiert.

    Er hat in dem Moment lediglich keinen Rückhalt von uns. Es kann ja auch nicht angehen, dass er angebuckt bei uns liegt und von dieser gemütlichen Position aus knurrt er die Lütte an. Die Kombination aus ignorieren ihrerseits und der fehlende Rückhalt unsererseits hat dazu geführt, dass er das Verhalten fast eingestellt hat.

    Das hat wohl damit zu tun, dass er mich und meinen Mann als primäre Bezugspersonen sieht und dadurch das die Lütte sich zu selten sehen läßt, viel unterwegs ist, immer anders aussieht (es lebe das Styling) und immer anders duftet (Parfüm) hat er wohl Probleme mit ihr.

    Ich wollte noch was ergänzen. Es kommt natürlich auch immer auf die persönliche Bereitschaft an, sich über sowas aufzuregen. Meine Bereitschaft ist da gering bis gar nicht vorhanden (außer wir haben hier das Beispiel des pitschnassen Labradors, da keimt doch ein Funken Unmut in mir :D, da finde ich es aber super, wie beim Beispiel des Bernhardiners, dass man den Besitzer einfach mal umarmt ... geteiltes Leid ist halbes Leid :lol: ).

    Es stellt sich mir also die Frage, warum soll ich mich über andere Hundehalter aufregen? Wenn ich damit anfange, dann habe ich viel zu tun und zwar ohne, dass ich es ändern kann. Ich kann anderen nicht vorschreiben, wie sie ihre Hunde zu erziehen haben (genauso wie ich Eltern nicht vorschreiben kann, wie sie ihre Kinder erziehen). Ich könnte jetzt jedesmal Trouble machen, wenn mich ein Hund anspringt oder einen Haftpflichtschaden melden, wegen meiner versauten Klamotten aber es ändert sich dadurch nichts, außer das ich unnütz Energien verschwende.

    Andere Hundehalter lassen ihre Hunde anspringen, lassen sie ohne Leine zu angeleinten Hunden hin, bekommen ihre Hunde nicht abgerufen, machen Haufen nicht weg und und und ... wenn man möchte, kann man sich den ganzen Tag über sowas aufregen aber es hat keinen Wert, da gibt es wichtigeres denke ich mir.

    Außerdem bin ich auch nicht perfekt und meine Hunde schon gar nicht. Ich finde es schön, wenn die Hundehalter dann gleich eingreifen ... aber manche sind wohl auch relativ hilflos. Aber ehrlich gesagt passiert sowas auch eher selten .. die meisten sind an der Erziehungsarbeit dran ... über die andere Ignoranten reg ich mich dann halt nicht auf und mit denen die ihre Hunde erziehen und die noch etwas wild sind, dreh ich dann ne Runde und unterhalte mich mit ihnen ... das ist viel netter als sich aufzuregen.

    Zitat

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, daß manche Hundebesitzer der Meinung sind, auf der Hundewiese kann sich ihr Hund verhalten wie Hintern auf Eimer.

    Ich glaube niemand ist dieser Meinung und ich habe die Postings hier auch nicht so gesehen. Es wird lediglich betont, dass man nicht davon ausgehen kann, dass auf einer Freilaufwiese Hunde jedes Alters sind die alle schon perfekt erzogen sind. Man muss einfach mit den Unzulänglichkeiten anderer Hundebesitzer rechnen. Ich persönlich finde es viel verlangt auf eine Hundewiese in Sonntagsklamotten zu gehen und sich aufzuregen, wenn ein wilder Watz einen anspringt. Das er das tut, heißt ja noch lange nicht, dass die Besitzer nicht mit ihm arbeiten aber Rom wurde nicht an einem Tag erbaut ...

    Wenn ich auf einen Kinderspielplatz gehe, kann es mir auch passieren, dass mich ein Kind mit schmierigen Händen angrabbelt, da rege ich mich genauso wenig drüber auf.

    Na klar hat er noch Baustellen. Ich denke in ca. einem Jahr können wir uns über einen "gut erzogenen" Hund erhalten, wie er in die Gesellschaft paßt. So ist es ja leider ... für uns ist er auch jetzt schon super, er ist einfach ein Charmeur und ein ganz ganz lieber Kerl ... aber natürlich ist das noch viel was besser werden muss.

    Nach wie vor ist bei uns "Ruhe" ein großes Thema. Bei ihm würde ich nicht von nicht vorhandener Frusttoleranz sprechen, sondern eher von Überforderung mit Reizen aufgrund dessen, dass er im Wald so extrem reizarm war. Dann hat er extreme Verlustängste.

    Große Themen für uns sind halt noch die Leinenaggro und das Alleinsein ... an der Leinenaggro arbeite ich ja nun erst seit einem Monat ... ich denke noch 1-2 Monate und dann sind wir damit im groben auch durch. Das Alleinsein wird wohl schwieriger und langwieriger, wobei wir gemerkt haben das er im Haus besser klarkommt als in der Wohnung. Von daher werden wir das Alleinseintraining jetzt nach dem Umzug intensivieren.

    Eine Nebenbaustelle ist, dass er hin und wieder noch meine Lütte anknurrt. Ich bezeichne es als Nebenbaustelle, da wir es tatsächlich nicht als dramatisch empfinden. Meine Lütte ist 19 Jahre alt, deswegen sprechen wir hier ja nicht von einem Kind was nicht damit umgehen kann. Wir haben da einiges probiert und die Lösung liegt im Endeffekt bei Big darin, dass meine Lütte ihn komplett ignoriert (nach dem Motto wer einen ignoriert ist interessant) und wenn er knurrt schicken wir ihn von uns weg, d.h. wir liegen alle auf dem Sofa und spielen rudelkuscheln :D ... Merly (meine Lütte) kommt rein ... Big knurrt ... zack fliegt er vom Sofa, bzw. aus unserem Dunstkreis. Anfänglich hat er immer geknurrt wenn er sie gesehen hat ... mittlerweile ist es nur noch, wenn sie mal wieder die Irre spielt ... also wenn sie juchzt, singt, springt oder rumkaspert ... sie ist Big wohl einfach zu quirlig und laut :D ... mit ja auch teilweise .. so what :D .

    Ich vermisse die Bömmel auch .. aus 2 Gründen:

    * Ich habe auch teilweise das Bedürfnis jemanden zu seinem Beitrag zu beglückwünschen, könnte dies über PN machen, mache es aber nicht und schreibe somit OT was in den Thread eigentlich nicht reingehört.
    * Fand ich es immer interessant, wieviele User sich über Bömmel zu Worte melden, weil sie eine ähnliche Meinung vertreten, sich aber nicht trauen was zu schreiben, weil sie teilweise massiv angegangen werden und nicht jeder kann mit sowas umgehen.