Beiträge von Fantasmita

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    Super, erste Woche mit dem "eigenen" Hund, und schon auf ganzer Linie versagt. :/

    Ne überhaupt nicht. Glaub mir manch ein Hundebesitzer der schon 10 Hunde in seinem Leben hatte wäre damit vielleicht überfordert gewesen ;) . Du hast da keinen einfachen Hund aber ich garantiere dir, dass er je mehr er ankommt ruhiger wird und das du Tag für Tag Erziehungsfortschritte sehen wirst.

    Berichte mal was die Trainerin gesagt hat und achte auf dein Bauchgefühl ... nicht jeder Trainer ist gleich gut. Ich drücke die Daumen, dass du eine Trainerin mit Ahnung erwischt hast, die euch tatkräftig unterstützen kann!
    Allein das zeigt doch, wie bemüht du bist ... andere würden erst ewig warten, bis das Kind fast in den Brunnen gefallen ist oder schlimmeres passiert ist und du hast dich schon gekümmert, bevor dein Neuzugang überhaupt da war :gut:

    Bei all dem auch immer nicht vergessen, dass der Hund auch seine tollen Seiten hat. Ich weiß, dass es einen teilweise so streßen kann und ja auch nerven (ich bin auch nur ein Mensch), dass man nur noch die Probleme sieht. Ich habe mir in den Momenten dann aktiv die guten Seiten von meinem Irren vor Augen gerufen :) .

    Also wir hatten hier auch so einen Fall. Vor 4 Monaten habe ich einen jungen Dobermann zu mir genommen, welcher vorher 9 Monate im Wald gelebt hat und 0 Erziehung hatte. Er war mehr als hypernervös, nicht in der Lage einen Meter gradeaus zu gehen, sprang aus dem Stand mitten ins Gesicht, biss in die Hände, usw.

    Der erste Schritt mit ihm war, dass wir ihm Ruhe gelernt haben und immer noch lehren. Da wir gesehen haben, dass er durch die Spaziergänge maßlos überfordert war, haben wir diese verkürzt (er kam nicht mit den Reizen klar ... Menschen, Autos, Fahrräder, Skater, Kinder, Hunde, alles mögliche an Action). Wir haben und können keinerlei Spiele mit ihm machen die ihn hochdrehen. Mit unserem älteren Hund Max spielen wir schonmal wild und "kämpfen", dass wäre bei unserem Jungen aus dem Wald nicht möglich.

    Wenn er in der Wohnung hochgedreht ist, dann haben wir uns nicht auf körperliche Kämpfe eingelassen sondern haben ihn zu seinem Platz geschickt.
    Die ersten ca. 6 Wochen hatte er eine Hausleine an (kurze Leine am Geschirr oder Halsband), so dass wir ohne körperlich zu werden unsere Ansagen durchsetzen konnten. Sprich wir haben ihm beigebracht, wo sein Platz ist. Nachdem er das wußte, haben wir ihn dann (wenn die Situation es erforderte) hingeschickt und wenn er nicht hörte, haben wir ihn an der Hausleine genommen und hingeführt. So ist das ganze ruhig und ohne Streß abgelaufen.

    Zeitgleich haben wir ihn an die ganzen Reize gewöhnt, so dass es langsam aber sicher immer besser geht.

    Das ins Gesicht springen und das Knapsen war für uns logisch nicht tolerierbar und jetzt ist er 4 Monate bei uns und hat es auch eingestellt. Wir haben das jedoch zu keinem Zeitpunkt ignoriert, sondern immer mit einer Konsequenz reagiert. Indem Fall halt Auszeit.

    Man darf bei solchen Hunden wirklich den Streß nicht unterschätzen den diese ganzen Umstellungen verursachen.

    Versuche den Hund geistig auszulasten ... erclickere ein paar Tricks mit ihm. Unserer reagiert sehr gut darauf und so kannst du ohne Streß und Action eine gewisse Auslastung erreichen.

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    Kastrieren möchte ich sie lassen... weil ich ihr die Läufigkeit ersparen will,

    Ihr oder Dir? ;) für sie ist das ein ganz normaler Prozess.

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    und da ja mit jeder Läufigkeit die Gefahr größer wird das sich Tumore am Gesäuge bilden, und das möchte ich ihr auch gerne ersparen....

    Dazu lies bitte mal die neuesten Erkenntnisse

    So, ich hab es rausgesucht. Hier der Teil zum Thema Gesäugetumor:

    Häufig wird eine Statistik aus dem Jahr 1969 (Schneider et al., 1969) herangezogen, als belegt wurde, dass das Mammatumorenrisiko bei Kastration vor der ersten Läufigkeit gegenüber unkastrierten Hündinnen 0,5% beträgt, bei einer Kastration nach der ersten Hitze 8% und bei später kastrierten Hündinnen bei 25% liegt.
    Die läßt sich mit dem zyklusabhängigen Einfluss der Geschlechtshormone auf das Gesäuge erklären. Aber um diese Statistik wirklich bewerten zu können, muss man nicht nur die Prozentsätze der absoluten Zahlen von sowohl gut- als auch bösartigen mammatumoren bei Hündinnen in Betracht ziehen.
    Diese liegen nach unterschiedlichen Quellen bei 0,2-1,8% aller Hündinnen, was bedeutet, dass frühkastrierte Hündinnenein Risiko von 0,001-0,009% für eine Mammatumorerkrankung tragen.

    [...]

    Bei diesem geringen tatsächlichen Risiko der Erkrankung muss man sich daher fragen, ob das Thema Tumorprophylaxe einen alleinigen Grund für eine Kastration darstellen darf. Dies insbesondere auch, zumal es eindeutig nachgewiesen, wirksamere Prophylaxemaßnahmen gibt. So sind beispielweise der Verzicht auf allzu proteinhaltige Ernährung, der Verzicht auf hormonelle Läufigkeitsunterdrückung, sowie ein gutes Gewichtsmanagement, vor allem im ersten Lebensjahr, zu nennen.

    Quelle: Wuff, 02/2011 - Kastration der Hündin - Dr. Udo Gansloßer und Sophie Strodtbeck

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    Und die Wolfskralle an den Hinterfüßen hängt bei ihr nur losse herunter und sie ist schon oft damit irgendwo hängen geblieben, und deshalb besteht die Gefahr das sie sich die Kralle irgendwann herausreißt...

    Mein einer Hund hat auch super lockere Wolfskrallen .. er ist wirklich ein übel wilder Watz aber verletzt hat er sich dort noch nie. Es besteht nicht ernsthaft ein Bedarf die Wolfskrallen abzunehmen, obwohl uns das auch ein Tierarzt geraten hat.

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    er hat versucht indem er sich halb auf ihn "setzte" ihn zu kämmen. naja ich konnte mir das gar nicht mitansehen und das endresultat war das flummi noch agressiver wurde

    Ganz ehrlich ... kann ich verstehen ;) .. ich hätte dem direkt in den Po gebissen.

    Also mir scheint, du bist die Hundeerziehung komplett falsch angegangen und hast jetzt einen kleinen Prinzen bei dir wohnen der meint er dürfe sich benehmen wie King Kack. Dadurch, dass du nun auch noch Angst vor ihm hast, was er ja merkt, stehst du auf relativ verlorenen Posten.

    Wo wohnst du denn, dass man dir ggf. eine Trainerempfehlung geben kann.

    Im Endeffekt ist das was du hast ein Problem, welches nicht das kämmen ist, sondern was in eurer Beziehung miteinander liegt. Ganz banal Erziehungsfehler. D.h. das Training würde nicht beim kämmen, sondern in eurem häuslichen Umfeld anfangen.

    Ansonsten müßte man sehen, ob dein Westi vielleicht auch lediglich Angst hat vorm kämmen ... kann ich mir zumindest gut vorstellen .. denn das wird wohl mehr oder minder jedesmal ein Kampf sein. Da möchte ich keine Ferndiagnose wagen ohne den Hund gesehen zu haben ... das andere ist mehr als offensichtlich.

    Du kannst das schon hinkriegen ohne Trainer aber einfacher ist es mit Trainer, diesmal aber mit einem der sich nicht auf deinen Hund setzt und das Problem dadurch eher verschlimmert. Das ist nicht deine Schuld .. das Problem ist ja, dass man oft vorher nicht weiß, ob ein Trainer gut ist oder nicht. Vielleicht können wir dir ja hier nen Tipp für einen guten Trainer geben.

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    Ich versteh diese Diskussion hier nicht mehr. :???: :???:
    Warum sollen/müssen sich die Hunde denn verstehen? Nur den Besis zu liebe?
    Jedes Tier ist eigen, es darauf zu sozialisieren, das es mit dem anderen good friend werden soll, find ich nicht gut.
    Die eine will es, die Nachbarn nicht. Wo ist denn da das Problem?
    ICH kann doch nicht jemanden dahin steuern, wie ICH es will.

    Sehe ich auch so. Ich mag auch nicht jeden Nachbarn und würd dem was husten, wenn er mich beschnüffeln wollen würde ... wäre ja mal noch schöner :lachtot: .

    Ich finde sowas immer sehr anstrengend ... wenn es Menschen gibt, die meinen andere so erziehen zu müssen, wie es ihnen paßt, damit es ihnen in irgendeiner Form besser geht. Mein Hund hat andere nicht anzupöbeln aber er muss sich nicht mit ihnen zwingend sozialisieren (für Hundekontakte hat er den Freilauf), er muss sich nicht beschnüffeln lassen und er muss die Nachbarshunde nicht mögen.

    Haben deine Nachbarn dich in irgendeiner Weise um dein Engagement gebeten? Nein? Dann würde ich mich geflissentlich aus dem Leben anderer raushalten. Wie der einzelne seinen Hund erzieht und mit wem er Kontakte zuläßt und mit wem nicht geht einen erstmal nix an. Sprich sie haben dir klar gesagt, dass sie das nicht möchten, also würde ich das respektieren.

    Ansonsten würde ich an den eigenen Problemen arbeiten, denn wenn dein Hund Probleme hat einen anderen Hund in dem Gemeinschaftsgarten zu respektieren, wenn er ihn nicht beschnüffelt hat, dann mußt du selber schauen, dass du das in den Griff bekommst, denn es ist ja nicht sein Territorium ;) .

    Ich kenne es so, dass man sich im Zweifelsfall abspricht, wenn sich Hunde nicht vertragen, dann geht man sich halt aus dem Weg.

    Anderes fremdartiges Beispiel: In dem Haus wo wir vorher wohnten, war eine Frau die hatte Panik vor Hunden. Ich habe ihr nun nicht aufgedrängt meinen Hund regelmäßig zu streicheln, zu sehen, dass er ja ganz lieb ist und so ihre Angst abzulegen ;) ich habe es vielmehr respektiert und bin zur Seite gegangen, wenn sie kam und habe ihr großzügigen Platz zum vorbeigehen gegeben.

    Die persönliche Ideale kann man nicht einfach so auf andere Menschen projizieren.

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    Fantasmita
    Du hattest zu dem Trainingsverlauf auch einen Thread hier, oder? Könntest du mir den Link hier posten?

    Das ist er: https://www.dogforum.de/wenn-er-nicht-…lit=durchdrehen

    Ich glaube zum Teil steht da auch echt die Odyssee der ganzen hoffnungsvollen Wege drin die ich bemüht war zu gehen. Alles was der Markt zu bieten hat war dabei (Schautraining, Clickern, Hund hinter sich schicken, Hund ablenken, ja ich hatte auch schon eine Wasserspritze in der Hand, Bogen laufen, etc. pp.). Ohne Frage hätte das eine oder andere wohl über die Jahre zum Erfolg geführt aber irgendwann habe ich auch eine Rechnung aufgemacht ... noch monatelang mit dem Problem rumschlagen ... im schlimmsten Fall jahrelang oder in einem zeitnahmen Rahmen Lebensqualität durch Freiheit für meinen Hund und mich erreichen. Es war ja damals so weit, dass ich mich kaum auf die Straße getraut habe und bei jedem Hund nen P im Auge hatte. Ich mußte immer schauen, dass ich seine Wohlfühldistanz einhalten kann, wenn plötzlich ein Hund auftauchte, waren sämtliche Übungen für die Katz. Ich wollte halt etwas was in der Realität praktikabel ist und da andere Hunde leider bei meinem Trainingswunsch nicht mitarbeiten, war es der Weg der direkten Konfrontation. Ich hatte wirklich einen Berserker an der Leine, an dem alle Trainer gescheitert sind (bei denen ich viel Geld gelassen hatte ;) ).

    Damals bin ich der Trainerempfehlung von staffy im ersten Stepp nicht gefolgt, da die Canis-Trainer hier immer übel schlecht gemacht werden und ich dachte ich würde meinen Hund zu einem Schlächter bringen der unsere Beziehung zerstört und der meinen Hund bricht :headbash: .
    Irgendwann war ich jedoch so verzweifelt (wir hatten zu dem Zeitpunkt schon 1 Jahr Arbeit mit dem Hund hinter uns und es wurde immer schlimmer und schlimmer), dass ich es ausprobieren wollte, denn ich habe ja einen Mund zu reden und konnte im Notfall eingreifen.

    Alles in allem hat uns das dann innerhalb von 3 Trainingsstunden zum Erfolg geführt. Danach war es möglich mit Max durch die Straßen zu gehen ohne das er durchdrehte. Entspannt war er noch nicht, dass kam dann mit der Zeit. Das ganze ist jetzt über ein Jahr her und ich wundere mich heute wirklich, warum ich es uns so schwer gemacht habe. Mein Hund ist freundlich, ist lustig und nicht gebrochen (was mir damals immer angekündigt wurde), unsere Beziehung ist ein Traum, was aber nicht heißt, dass er neben mir läuft und mich anhimmelt ... er ist ganz natürlich in seinem Verhalten. Einziger Unterschied .. er pöbelt halt auf der Straße nicht mehr rum. Du kannst mich auch gerne anmailen, wenn du zu unserem Trainingsweg noch was wissen möchtest.

    Ich hatte genau das gleiche Problem was du beschrieben hast .... durchdrehender Hund an der Leine, welcher in seinem Wahn seine Aggression gegen mich richtet und mich verletzt.

    Wir hatten dann einen von staffy empfohlenen Canis-Trainer und waren mit dort nach 3 Trainerstunden mit dem Thema durch.

    Von daher kann ich dir nur von sämtlichen Experimenten abraten und nur zu einem kompetenten Trainer raten.

    @Zossel
    Das ist etwas was mich auch sehr interessiert, kann dir aber keinen Erfahrungsbericht liefern. Wenn du da warst, dann berichte bitte mal, ich finde LaKoKo sehr spannend. Leider verlaufen immer viel Threads im Nirwana, weil die Leute irgendwann nix mehr schreiben, so das man nicht weiß, wie es dann ausgegangen ist oder wie es war. Wäre super, wenn du da berichten könntest!!

    Schau mal hier: https://www.dogforum.de/ronja-klafft-a…0.html#p6505435 da ist ein Erfahrungsbericht einer die das beim Thema Leinenaggro gemacht hat. Wohl leider wenig erfolgreich.

    Ich denke, dass es als Einzelmaßnahme - je nach Hund - nix bringt aber unterstützend, als ein Puzzelteil des Ganzen kann es durchaus sinnvoll sein, vor allem für den Hundehalter.