Beiträge von Fantasmita

    So schwarz würde ich da nicht sehen. Wenn du richtig vorgehst, dann können die auch irgendwann Napf an Napf fressen. Hier gab es auch am Anfang Mord und Totschlag zwischen meinen Hunden, als der jüngere dazukam. Mit der Zeit und auch reglementierendem Verhalten von mir ist das alles ganz entspannt geworden. Der Neuzugang hat gesehen, dass es keinen Grund gibt so abzugehen und heute können sie ohne Probleme Kauartikel und Spielzeug teilen.

    Das wird schon :gut:

    Zitat


    Kann es sein, das er sich was eingefangen hat und wg einer unentdeckten Krankheit so ausgetickt ist?

    Möglich ist alles aber ich bin mal so kühn und schließe es aus. Um es abzusichern kannst du natürlich zum TA gehen aber auch ein ansonsten im Sozialverhalten sicherer Hund kann unter Umständen so austicken ... auch mit nachsetzen.

    Von daher die Situation durchaus ernst nehmen aber nicht überbewerten.

    Dein Ersthund hat sich ganz normal verhalten und du kannst froh sein, dass er den Kleinen nicht richtig massakriert hat, dass hätte auch tödlich ausgehen können. Ich will keine Panik verbreiten aber du mußt da definitiv besser aufpassen.

    Alles was sich um Ressourcen dreht .... Futter, Spielzeug, Liegeplätze, Familie, Kinder, etc. pp. kann zu einer Eskalation führen, deshalb alles wegräumen was du wegräumen kannst (mit der Zeit lernen sie damit umzugehen und den anderen besser zu tolerieren) und immer ein Auge drauf haben. Klar Position beziehen und nicht die Hunde einfach "machen lassen". Du bist jetzt ganz stark gefragt, indem du jedem zeigst wo sein Platz ist. D.h. natürlich die Hunde frei kommunizieren lassen bis zu einem bestimmten Maß aber auch maßregeln, korrigieren, etc. wo es erforderlich ist, damit sie sehen, dass du die Person bist, über die alles läuft.

    Jeder Hund ist individuell und das ist doch auch gut so. Mein Älterer ist, obwohl bei uns aufgewachsen, selbständiger .. er weiß ja das wir da sind, er kennt keinen Verlust, er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann .. er fühlt sich sicher. Er ist mal kuschelig und mal hat er keinen Bock.
    Mein jüngerer (hat vorher im Wald gelebt und keine Erziehung gehabt, aufgrund seines Verhaltens vermuten wir auch, dass er wohl geschlagen wurde), ist unheimlich anhänglich. Ihn müssen wir stoppen ...er wäre sonst ein Kaugummi was an uns klebt. Alles was wir machen ist für ihn toll, ihn interessiert kein Hund, kein Mensch, keine Blume, kein Hase .. nix interessiert ihn so wie wir. Wenn er mit irgendwas beschäftigt ist oder was macht, was wir nicht wollen, ein Wort und er steht Gewehr bei Fuß. Beim kuscheln ist er immer der erste in der Reihe.

    Ich weiß nicht ... manchmal würde ich mir für ihn wünschen, dass wir nicht so wichtig für ihn wären. Ich weiß nicht, ob du meinen Gedankengang verstehst.


    Geh du einfach deines Weges. Bis dato hat dein Hund keinen Grund auf dich zu achten, weil du ja immer auf ihn achtest ... geh deines Weges und er lernt auf dich zu achten.

    Was die Schleppleine betrifft, natürlich weiß der Hund das sie dran ist ... lass sie hinter ihm herschleifen, dass du jederzeit eingreifen kannst und wenn du siehst sein Abruf wird besser, dann kürzt du die Schleppe nach und nach. Also nicht, wenn das erwünschte Verhalten (bitte deine Erwartungshaltung diesbezüglich etwas runterschrauben :D ) erzielt ist die Leine ab, sondern nach und nach kürzen, bis du nur noch einen Zippel am Geschirr hast.

    Werd einfach lockerer ... es wirkt etwas so als würdest du den Hund mehr zur Beschäftigung brauchen als er dich :D ...vieles kommt einfach ganz von alleine im Laufe der Monate die man zusammen verbringt und dann kommt der individuelle Charakter deines Hundes hinzu und den muss man auch einfach respektieren. Manch ein Hund ist halt kein Hund der sein Herrchen ständig anhimmelt (ist für mich auch nicht wirklich erstrebenswert :D).

    Nich bös gemeint aber vielleicht denkt sie einfach du hast einen an der Waffel ;)

    Du machst ja so einen Aufriß um deinen Hund ... solange sie nicht vernünftig hört pack sie an die Schleppleine und mache kurze aber öftere Trainingssequenzen mit ihr, wo du den Abruf aktiv trainierst. Du mußt keine Show für sie abziehen, bleib doch einfach authentisch ... bleib du.

    Das Verhalten deiner Hündin ist für ihr alter gar nicht so ungewöhnlich. Du mußt auch nicht aktiv Beziehungsspiele machen ... das alles entwickelt sich durch das Zusammenleben und das zusammen trainieren von ganz alleine. Nimm doch einfach ein wenig Streß aus deinen Erwartungen und lass deinen Hund Hund sein. Er muss nicht ständig mit seiner Aufmerksamkeit bei dir sein ...

    Trainiere den Abruf in kurzen Sequenzen und dann lass sie auch mal ihr Ding machen. Natürlich klappt es im Garten wunderbar, weil der Garten nicht halb so spannend ist wie draußen ;) .

    Super Erfolgsgeschichte! Es ist faszinierend, was man mit einem Hund erreichen kann. Ich kann deine Geschichte grob übernehmen, teilweise das selbe, teilweise nicht das selbe dafür dann aber andere Probleme. Bei mir waren es die ersten 2 Wochen, wo ich fast täglich dachte, ob ich mich nicht übernommen habe.

    Mein Jüngerer kam zu mir, da sah man immer das weiße in den Augen, weil er ständig Panik hatte ... für mich ist es - jetzt nach 5 Monaten - schon das schönste Geschenk, dass er mich jetzt aus reinen braunen Augen anschaut, für mich ist es ein Geschenk, wenn ich sehe, dass er komplett entspannen kann.

    Wenn ich ihn jetzt sehe, im Vergleich zu vor 5 Monaten ... ein Unterschied wie Tag und Nacht.

    Ich fühle dir nach, wie stolz zu auf deinen Hund und auf euch bist und das kannst du auch sein.

    Heute würde ich unseren Biggi für kein Geld der Welt mehr hergeben. Er ist ein ganz toller Hund der unser Leben und das von unserem älteren Hund unwahrscheinlich bereichert!

    Ich denke der Sinn und Zweck der Übung soll vielleicht sein, dass er das Verhalten ohne deinen Rückhalt sein lassen soll. Sprich wenn er aus deinem Dunstkreis raus ist, deinen Rückhalt nicht mehr hat, läßt er das Verhalten. Nur frage ich mich, warum man den Hund dafür schubsen muss :???: . Du könntest ihn einfach von dir wegschicken, ansonsten alles so machen, wie der Trainer dir gesagt hat. Ich vermute es dürfte den selben Effekt haben.

    Probieren schade ja nicht. Wobei ich sagen muss ich finde nix schlimmes dran einen Hund mal zu schubsen nur hier finde ich es überflüssig.