Jeder Hund ist individuell und das ist doch auch gut so. Mein Älterer ist, obwohl bei uns aufgewachsen, selbständiger .. er weiß ja das wir da sind, er kennt keinen Verlust, er weiß, dass er sich auf uns verlassen kann .. er fühlt sich sicher. Er ist mal kuschelig und mal hat er keinen Bock.
Mein jüngerer (hat vorher im Wald gelebt und keine Erziehung gehabt, aufgrund seines Verhaltens vermuten wir auch, dass er wohl geschlagen wurde), ist unheimlich anhänglich. Ihn müssen wir stoppen ...er wäre sonst ein Kaugummi was an uns klebt. Alles was wir machen ist für ihn toll, ihn interessiert kein Hund, kein Mensch, keine Blume, kein Hase .. nix interessiert ihn so wie wir. Wenn er mit irgendwas beschäftigt ist oder was macht, was wir nicht wollen, ein Wort und er steht Gewehr bei Fuß. Beim kuscheln ist er immer der erste in der Reihe.
Ich weiß nicht ... manchmal würde ich mir für ihn wünschen, dass wir nicht so wichtig für ihn wären. Ich weiß nicht, ob du meinen Gedankengang verstehst.
Geh du einfach deines Weges. Bis dato hat dein Hund keinen Grund auf dich zu achten, weil du ja immer auf ihn achtest ... geh deines Weges und er lernt auf dich zu achten.
Was die Schleppleine betrifft, natürlich weiß der Hund das sie dran ist ... lass sie hinter ihm herschleifen, dass du jederzeit eingreifen kannst und wenn du siehst sein Abruf wird besser, dann kürzt du die Schleppe nach und nach. Also nicht, wenn das erwünschte Verhalten (bitte deine Erwartungshaltung diesbezüglich etwas runterschrauben
) erzielt ist die Leine ab, sondern nach und nach kürzen, bis du nur noch einen Zippel am Geschirr hast.
Werd einfach lockerer ... es wirkt etwas so als würdest du den Hund mehr zur Beschäftigung brauchen als er dich
...vieles kommt einfach ganz von alleine im Laufe der Monate die man zusammen verbringt und dann kommt der individuelle Charakter deines Hundes hinzu und den muss man auch einfach respektieren. Manch ein Hund ist halt kein Hund der sein Herrchen ständig anhimmelt (ist für mich auch nicht wirklich erstrebenswert :D).