Es gibt einige Trainer die mit diesen Analysen arbeiten. Warum und wieso, dass muss der Trainer selber wissen. Die meisten Trainer werden sich nach dem Kundenkontakt Notizen machen zu dem Hundehalter und zu dem Hund. Wenn er eine Analyse macht, welche er dem Kunden zuschickt, dann hat er praktisch diese Notizen gleich für seine eigenen Akten (wahrscheinlich mit entsprechenden Ergänzungen). Jeder wie er mag, ob man das nun gut findet oder nicht liegt im Auge des Betrachters. Auf einige Kunden wirkt das beeindruckend, weil es Professionalität vermittelt, ob das dann wirklich so ist ist wieder ein anderes Thema.
Anja
Das einzige was wichtig ist, ist ob du ein gutes Bauchgefühl hat bei dem Trainer. Wenn du ein gutes Gefühl hast, dann lass dich auf ihn ein. Du weißt ja, dass im Forum eh immer jeder alles besser weiß (mich nenne ich da inklusive) ohne das Hund-Mensch-Team gesehen zu haben.
Deswegen bin ich auch nur bedingt ein Befürworter des kompletten offen legens eines Training in einem Forum und dem Posten von Trainingsplänen. Das einzige was das bewirkt ist eine Verunsicherung bei einem selber, was dem Training nicht zuträglich ist, denn es geht ja um die Vertrauensbasis die man zu seinem Trainer hat.
Realistisch ist es jedoch so, dass sich meist ein ganz anderes Bild darstellt, wenn man den Kunden mit seinem Hund sieht, weil der Hundehalter das eben aus seiner Sichtweise schildert und die kann getrübt sein .. alleine schon dadurch, dass er in die Probleme unmittelbar involviert ist.
Mein Hauptkritikpunkt liegt bei diesem Plan in diesen Punkten:
Zitat
Außerdem können Terrier sich schnell in etwas steigern und vergessen dann Relation des Verhaltens, speziell auch Menschen gegenüber, deshalb ist es eher zwecklos mit zu viel negativem Körpereinsatz zu arbeiten, da hier eher ein zusätzliches Aufpuschen geschehen kann."
Warum schreibt er allgemein von Terriern? Das hört sich so an, wie aus Büchern/Internet zusammengesucht .. oder noch schlimmer Textbausteine auf dem Computer die er bedarfsgerecht zusammenfügt.
Warum schreibt er nicht von explizit deinem Hund. Gib mir 10 Hunde einer Rasse und sie werden sich 10 x unterschiedlich verhalten. Also kann er doch nicht eine Tendenz die eine Rasse haben mag, über alle stülpen. Ich hätte es hier günstiger gefunden, wenn er explizit auf deinen Hund eingeht.
Zitat
"Körperlich kann Janosch schon beeinflusst werden, aber es wird nicht über Leinenruck oder Handgreiflichkeiten gehen. Die besten Erfolge werden sicherlich erreicht durch scharfe Abbruchkommandos
Körperlich kann er schon beeinflusst werden aber nicht über Leinenruck oder Handgreiflichkeiten. Warum schreibt er etwas was er nicht anwenden will? Will er damit nur zum Ausdruck bringen, dass er gegen diese Vorgehensweisen ist. Das ist so überflüssig wie ein Kropf, da es mit Janosch nix zu tun hat. Er will es gar nicht anwenden, ihm ist es aber wichtig das zu schreiben??? Ist es ihm deshalb wichtig, um zu vermitteln, dass das böse ist und das das was er macht es nicht ist, obwohl es nix anderes ist?
Die Besten Erfolge werden erreicht durch scharfe Abbruchkommandos ... mmmmhhhhh da er ja der Meinung ist, dass er körperlich schon beeinflußt werden kann, heißt das ja, dass er diese Abbruchkommandos nicht nur verbal sondern auch körperlich durchsetzen will. Da stellt sich für mich die Frage, wo es explizit der Unterschied zu den Leinenrucks und den Handgreiflichkeiten?
Er will aversiv vorgehen, warum schreibt er das dann nicht so?
Zitat
aber dann sofort beruhigende körperliche Einwirkung.
Übliche Vorgehensweise, wenn man vorher stark aversiv auf den Hund eingewirkt hat, dass man ihn dann auffängt und nicht im Streß stehen läßt.
Was mich am allermeisten stört ist jedoch der Satz
Zitat
"Janosch ist ein vorsichtiger Hund, etwas unsicher an der Grenze der Ängstlichkeit.
Wenn das tatsächlich seine Einschätzung ist, warum will er dann so vorgehen, wie er das plant?
Bei einem Hund der unsicher ist mit - wie er schreibt - Grenze zur Ängstlichkeit, bei dem werde ich kein Abbruchkommando mit körperlicher Einwirkung anwenden, außer ich möchte diesen Hund gerne sämtliche Sicherheit nehmen die er vielleicht bei mir noch empfindet.
Abbruch mit körperlicher Einwirkung würde ich ggf. bei einem Hund anwenden, welcher - nennen wir es mal - dickfällig ist und den nix beeindruckt.
Das sind die Gedanken die ich mir dazu gemacht habe, deswegen habe ich auch nicht gleich auf die Analyse geantwortet :) . Ich würde hier, wenn sich das wirklich so darstellt mit der Unsicherheit und Ängstlichkeit deines Hundes, eher in Richtung Entspannungssignal kombiniert mit Desensibilisierung oder ähnlichem vorgehen.
Das sind wie gesagt nur meine Gedanken zum Thema, weil du es hier öffentlich machst. Trotzdem bin ich der Meinung, dass du auf dein Bauchgefühl hören solltest und auf deinen Hund achten solltest ... denn dein Hund gibt dir den Weg vor.