Beiträge von Fantasmita

    Max:
    Mit geschätzten 10 Wochen aus der Tierhilfe, Vorgeschichte unbekannt, da er mit seinen Brüdern halbverhungert in der Welpenklappe der Tierhilfe abgelegt wurde. Im nachhinein besteht aber eher der Verdacht, dass er durch einen Händlerring (Polen, etc.) nach Deutschland gekommen ist. Es gab bei der Tierhilfe dann wohl diverse Überprüfungen, einige Pflegestellen wurden geschlossen. Auffällig war, dass dort immer sehr viele Welpen vermittelt wurden. Preis ist vollkommen uninteressant ... Schutzgebühr halt ... irgendwas zwischen 200-300 EUR.

    Mr. Big:
    Mit geschätzten 1,5 Jahren aus dem Wald. Er hat ca. 9 Monate im Wald zwischen Tschechien und Deutschland gelebt, wurde dann von einer engagierten Tierpensionsbesitzerin eingefangen, da es ein heftiger Winter war und dort lebte er 2-3 Wochen, dann brauchte sie den Platz, wegen des Weihnachtsgeschäftes. Es wurde ein Aufruf via Internet gestartet, wir entschlossen uns ihn zu nehmen, es schaltete sich dann noch schnell eine Tierhilfe dazwischen, dort war er dann nochmal eine Woche auf einer Pflegestelle und dann kam er zu uns. Dadurch das sich die Tierhilfe noch schnell zwischengeschaltet hat, haben wir an die 300 EUR gezahlt.

    Ansonsten mußt du halt auch "wach" bei deinem Hund sein und schon im ersten Ansatz (Änderung der Ohrstellung, Schwanzstellung, etc.) deinen Hund bei dir halten. Wenn er schon voll in seinem Film ist, dann kannst du ihn nur noch mit massiven Maßnahmen stoppen.

    Nicht jeder befürwortet die Anwendung von aversiver Absicherung (wobei wir hier nicht mal von Schmerz sprechen, sondern es dem Hund unangenehm zu machen), da bietet sich dann an die Schleppleine dran zu lassen, dass sich dein Hund nicht über dein Kommando hinwegsetzen kann und du jederzeit Zugriff auf ihn hast.

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    Wie übt ihr den Rückruf, damit Euer Hund auch wieder zurück kommt, wenn ein anderer Hund in Sicht kommt?

    Ich baue den Rückruf absolut positiv auf (ähnlich wie du das gemacht hast) und sichere ihn - sofern notwendig - aversiv ab. Warum? Weil mir der Rückruf sehr wichtig ist ... der muss sitzen, da gibt es für mich keine Diskussion. Dinge die mir nicht wichtig sind (Sitz, Platz und son Gedöns) würde ich nicht aversiv absichern.

    Ich vermisse in deinem Beitrag, dass Thema Absicherung des Hundes? Dein Hund ist offensichtlich gefährlich für Kinder, da reicht es nicht, dass du die Leine gut halten kannst, da mußt du den Hund absichern ... mit Maulkorb.

    Dann solltest du dir dringend einen kompetenten Trainer zulegen der direkt mir dir und deinem Hund arbeitet. Vielleicht hat ja jemand einen Trainertipp für deinen Ort, dass du dein Geld und deine Zeit nicht unnötig verschwendest.

    Man muss halt sehen aus welcher Motivation heraus reagiert er so und je nachdem agieren.

    Die Schwierigkeit bei Problemen mit Kindern ist, dass man so schwierig Trainingspartner findet ;) aber das muss auch nicht zwingend sein. Das Training würde anfänglich eh auf eine größere Distanz stattfinden und dann müßte man schauen.

    Primäres Thema für dich sollte momentan sein, dass dein Hund kein Kind beißen kann, egal in welcher Situation und egal aus welchem Grund. Das darf nicht passieren! Dann brauchst du dringend einen Trainer der nicht so einen Blödsinn redet und der aktiv mit dir an dem Problem arbeitet.

    Mir sagt die Hundeschule nichts aber bei Qype findest du einige Erfahrungsberichte: http://www.qype.com/place/999785-H…n-Berlin-Berlin

    Leinenführigkeit in einem Tag ist problemlos zu machen, allerdings ist es damit nicht getan, denn du mußt es immer wieder neu "aufladen", an jedem Ort, an jedem Tag. Bis die Leinenführigkeit durchgängig gut ist, ohne das du daran erinnern mußt dauert es schon was länger als einen Tag. Wir arbeiten ja mit Hunden und nicht mit Maschinen.

    Im Zweifelsfall immer selber anschauen ... andere können dir nur ihre persönliche Einschätzung geben und die ist subjektiv. Wenn das ganze nicht so teuer ist, hast du nix zu verlieren und viel zu gewinnen. Wenn dir die Art und Weise des Trainings nicht zusagt liegt es ja in deiner Hand es jederzeit abzubrechen.

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    Schon mal von Selbsterfüllender Prophezeieung gehört?
    Wenn man mit der Vorstellung eines "Leidensweges" an die Sache heran geht, muss man sich nicht wundern, dass genau das dabei heraus kommt.

    Ich habe den Eindruck, du verstehst überhaupt nicht was gemeint ist und nimmst alles etwas bierernst, was wiederum der locker flockigen Einstellung widerspricht aber vielleicht betrifft das ja nur dieses Thema.

    Zitat

    Ich habe einen Plan, wie ich mich verhalten, wenn ich mit Hund unterwegs bin - und der beinhaltet keinen Leidensweg, sondern "locker flockiges Pfeifen"... :roll:

    Es macht einen RIESEN Unterschied, ob man die Sachen, auf die der Hund reagiert selber als "ach du scheiße, nicht schon wieder" empfindet oder sie als "yeah, geil, neue Trainingsgelegenheit, wie kann ich die am Besten nutzen?" betrachtet.

    Klar ist, dass man bei Einstellung A nicht locker flötend durch die Gegend maschiert.

    Ist man mit Einstellung B unterwegs, dann allerdings sehr wohl.
    Man betrachtet die Reize nicht mahr als Einschränkung, Hindernis oder sonstwie blöde, sondern als Möglichkeit, dem Hund wichtige Informationen darüber zu vermitteln.

    Das hat nix mit Einstellung A oder B zu tun. Jeder Mensch, denn du schreibst Hunde sind keine Maschinen ... Menschen auch nicht, hat mal einen schlechten Tag ... je nach Wohngegend, Hundefrequenz (nehmen wir die Leinenaggro), Zeitpotential, Straß, familiären Umständen, Dauer die man das ganze Thema schon am Hacken hat, etc. pp. ist es eben nicht so, dass man monatelang fröhlich pfeifend durch die Gegend rennt, da kann man noch so engagiert und positiv sein und man sieht eben nicht den 20ten Hund der einem auf dem Gassigang begegnet als tolle Chance zu trainieren (außer man hat vielleicht ein Kleinkaliber an der Leine und keinen 30-60 kg Hund), sondern man ist einfach genervt, dass sich nix tut. Dann gibt es noch die Situation, wo jemand tolle Fortschritte gemacht hat und dann plötzlich scheint alles wieder weg ... tja die Wellenproblematik ... Training läuft nunmal in Wellen, d.h. aber nicht, dass sich jeder freut, wenn er mal auf der Welle nach unten surft ;) .

    Ich finde bei allem "die Welt ist rosarot und das Training ist ja so toll" sollte man auch ein wenig realistisch das menschliche Wesen betrachten.

    Ich brauche lange, um anderen wirklich diese Einstellung zu vermitteln "hey toll, da ist ein Hund wir können trainieren", weil sich einfach zu lange die Einstellung festgesetzt hat "oh Gott ein Hund rette sich wer kann". Das ist aber absolut menschlich und jemand der einen durchdrehenden und keifenden Hund an der Leine hat (und keinen der nur mal wuff wuff macht) der wird - willkommen in der Realität- diverse Momente haben (denn dem realen Leben kann man nunmal nicht ständig aus dem Weg gehen, indem man extra in Ecken fährt wo weniger Konfrontationen mit dem Auslösereiz sind, denn man hat ja auch ein Leben neben dem Hund), wo man einfach nur genervt ist von seinem 4beinigen Begleiter. Das ist alles unabhängig von dem logischen denke (Eigenverschulden an der Situation, Situation für den Hund, die Situation als Trainingsmöglichkeit wahrnehmen).. das ist einfach nur menschlich. Deshalb werden diese Menschen trotzdem Erfolg im Training haben, auch wenn sie mal Tage haben, wo sie sich einfach wünschen nicht bei jedem Gassigang sich über jede Trainingssituation zu freuen, sondern wo sie sich wünschen einfach mal ganz entspannt mit ihrem Hund überall hin zu können.

    Ich finde man sollte ein wenig realistisch bleiben und das bei aller Motivation, denn man muss ja auch die Belastung für den einzelnen Menschen begreifen und ernst nehmen, sonst kann man diese Negativmotivation auch nicht ändern oder verbessern. Ich kann nicht immer von mir ausgehen .. ich trainiere unheimlich gerne mit Hunden die wie auch immer geartete Probleme haben und es gibt mir einen unendlichen Kick, wenn ich positive Veränderungen für Mensch und Hund sehe und wie sie zusammenwachsen ... trotzdem gibt es unzählige Menschen, die im Grunde ihres Herzens nur mit ihrem Hund entspannt durch die Gegend laufen wollen und für die das eben alles belastender ist, was nicht gleichbedeutend damit ist, dass sie kein Erfolg im Training haben werden.

    Nun gut aber das hat ja nun langsam wenig mit dem Thread ansich zu tun. Ich wollte nur zur Erheiterung des leidgeprüften (Achtung Humor/Ironie .. ich schreibe es lieber mal dazu) Hundehalters die Buchempfehlung einstreuen. Ist aber für jeden Hundehalter sehr amüsant :) .

    Zitat

    Oh, und was ich noch sagen wollte, weil ich grad "Leidenswege" aus den Augenwinkeln sah.

    Nicht eine Minute hatte ich ein "Leidenswegs"-Gefühl. Klar, ich war auch mal gefrustet, aber aber gelitten, nein, das hab ich nicht.

    Nicht alles so verbissen sehen. Das war eher humoristisch zu sehen ;)

    Kann mir keiner erzählen, dass er immer locker flötend durch die Gegend rennt solange das Problem nicht gelöst ist. Ich denke, da lügt man sich nur selber was in die Tasche.

    Diese ganzen Spielchen, sei es nun das Geclicker oder was auch immer man als Erziehungsweg wählt, hat ja das Endziel, dass der Hund entspannt an der Leine läuft. Solange dem nicht so ist, hat man durchaus Tage an denen man Frust schiebt. Wenn das Leben einen doch einen Strich durch die Trainingssituation macht und man Auge in Auge mit dem "Feind" steht. So lange man einen Weg hat aber die Lösung noch auf sich warten läßt schiebt man teilweise Frust ... das ist menschlich und das ist normal... von daher "Leidensweg".

    Du solltest das Buch auch lesen .. du wärst da der Clicker-Krause :lol: :D

    Ansonsten auch sehr humoristisch das Kapitel zu den Internetforen ... man möge meiden der Autor hätte im D.F. mitgeschrieben :D

    Mal Offtopic ... jedem gebeutelten Hundehalter, grade wenn es um Leinenaggression geht, kann ich das Buch Herrchenjahre (Vom Glück einen unerzogenen Hund zu haben) empfehlen:

    Grade auch wenn man sich so die Leidenswege anschaut und was die Leute alles ausprobieren, um ihre Hunde vom Krawall wegzubringen. Sehr sehr sehr lustig .. ich hab mich wirklich tot gelacht und mich in unzähligen Passagen wiedererkannt. Irgendwie sieht man nach dem Buch auch alles etwas entspannter.

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    Das sind dann die, die mit nem "reinrassigen" Schäfi bei uns in der Welpengruppe aufgetaucht sind und nach nem halben Jahr war der Hund tot, eingeschläfert, weil er vor lauter Schmerzen nicht mehr aufstehen konnte. Hüfte komplett im Eimer :/

    Da bin ich lieber die Arme Sau mit dem gestörten Mischling :muede:

    Die Aussage ist genauso pauschal und unsinnig, wie die vom Hundetrainer. Du kannst einen Rassehund mit kaputter Hüfte haben und einen Mix der komplett krank ist.