Beiträge von Fantasmita

    Die TE hätte mein Verständnis, wenn sie klar Position beziehen würde und sagen würde, ja shit ich hab mich verkalkuliert. Ich hab mich zu sehr auf mein Umfeld verlassen, nicht bedacht, wie schnell sich Beziehungen heute ändern können, ich wollte einfach einen Hund und das hat mein Hirn so vernebelt, dass ich die lebenslange Verantwortung die ich mir damit aufhalse vergessen habe, dass ich vergessen habe, dass ich eigentlich doch lieber Reisen möchte, dass ich doch lieber auf Partys und Festivals möchte, dass ich eigentlich nur ab und zu mal gerne einen Hund hätte, wenn ich mich nicht nach ihm richten muss. Ich bin 17, da hat man das Recht auf Fehlentscheidungen.

    Nein es ist kein Weltuntergang, wenn der Hund jetzt in andere Hände kommt, für mich ist es nur albern alles zu beschönigen und das ich Verständnis heucheln soll, wo ich es lächerlich finde. Wenn man schon überfordert ist, wenn man sich ne Wohnung sucht und Absagen kassiert, wie will man dann im Leben bestehen. Wenn es so wenig braucht, um einen schon zu überfordern, dann hat man ganz andere Probleme aber nicht den Hund und dann soll man dazu stehen und gut ist.

    Es gibt unzählige die sind schon mit 15 in der Lage Verantwortung zu übernehmen, die sich beide Beine ausreißen würden um so eine Situation mit ihrem Hund zu lösen. Nicht umsonst gibt es den Spruch "man wächst mit seinen Aufgaben", dass habe ich in meinem Leben unzählige Male erlebt aber man muss auch kämpfen wollen und nicht den einfachsten Weg gehen.

    Also gib den Hund ab und gut ist. Für ihn wird es die besser Lösung sein, als irgendwelche Temporär Abschiebemaßnahmen, wo er eh nicht weiß wie ihm geschieht. Mental hast du ihn eh schon zu Anfang dieses Threads abgegeben.

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    Das ist auch der Grund, warum ich der Meinung bin, Kinder sollten sich grundsätzlich keine Hunde anschaffen. Es passiert viel zu viel auf dem Weg ins Erwachsenenleben, als das da Zeit und Energie für den Hund bleibt.
    Ausnahmen gibt es hier natürlich auch, aber vermutlich eher selten.

    :gut:

    Ich habe 2 Hunde und ich kann nicht behaupten, dass es eine besonders große Leistung wäre mein Leben rundherum zu drapieren ... so sonderlich anspruchsvoll sind sie nicht, den Großteil des Tages pennen die sowieso, von daher verstehe ich nicht, wie man seinen Hund abgeben will, nur weil es mal nicht rund läuft.

    Mein Kind habe ich ja auch nicht ins Kinderheim gegeben, nur weil ich phasenweise arg gestreßt war und ich darf behaupten, dass die deutlich fordernder war als es 2 Hunde sind.

    Vielleicht gibst du deinem Hund einfach zuviel Aufmerksamkeit und machst zuviel Programm. Mir erschließt sich das Problem wirklich nicht und ich habe ehrlich gesagt auch relativ wenig Verständnis für deinen Abgabewunsch. Im Leben gibt es immer beschiss...e Phasen, da muss man durch mit allem was zum Leben dazugehört. Das ist nicht immer einfach aber das formt einen natürlich auch.

    Wenn man einen Hund zu sich nimmt, muss einen klar sein, dass man eine lebenslange Verantwortung übernimmt ... nun ist es ja nicht so, dass du keinen Bezug zu deinem Hund hast (eher ein Grund wo ich verstehen kann, wenn man seinen Hund abgeben möchte), sondern dein Leben ist momentan etwas verquer. Steh das zusammen mit deinem Hund durch, dann kannst du stolz auf dich sein ... ansonsten würde ich es dir garantieren, dass du es bitterlich bereuen wirst, wenn sich alles beruhigt hat und dein Hund weg ist.

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    Schafft man das denn in ca. einem Monat das es soweit kontrollierbar ist das eben nicht direkt die kündigung wieder kommt?

    Ich will dich nicht entmutigen aber ich fände es auch fairer gegenüber deinem Hund, wenn du dich auf eine längere Zeit (eher so 3 Monate) einrichten würdest.

    Man kriegt das wohl in einem Monat hin aber ich befürchte nur mit Starkzwangmitteln, grade weil das Problem ja schon ein paar Jahre besteht.

    Ich drücke euch die Daumen, dass ihr einen guten Trainer findet, der euch effektiv weiterhelfen kann. Schreib sonst mal staffy hier aus dem Forum an, die kennt eigentlich gute Trainer aus dem ganzen Bundesgebiet.

    Max (Dobermann-Mix, Tierhilfe): Ganz ehrlich er heißt so, weil wir total einfallslos sind. Wir sind durch die Straßen gefahren und kamen an einem Pizza-Max vorbei ... naja und da meinte ich "Max ist doch nen süßer Name" ... naja so heißt Max jetzt also Max oder Zunti oder Eierköpfchen oder Beppi.


    Mr. Big (Dobermann, Tierhilfe): Wurde von der Tierhilfe so genannt. Eigentlich fanden wir den Namen blöd aber wir konnten uns partou auf keinen besseren einigen. So heißt er nun Mr. Big oder Big, Biggi, Piek oder Pieki.

    Ich würde es dem Hund anpassen. Mein einer Hund hasst Regen. Warum soll ich ihn also zwingen in den Regen zu gehen? Mein anderer liebt Regen, so unterschiedlich sind sie halt.

    Beide haben aber null Probleme mit Hitze. Allerdings muss man sich ja nun nicht zwingend anstrengen in der Hitze ... deshalb reicht es morgens und Abends ... zwischendurch liegen sie, wie sie lustig sind im Garten und genießen die Sonne.

    Eine Pauschalantwort finde ich hier unangebracht ... der eine Hund ist so, der andere so ...

    Achso ... was ganz humanes was eigentlich super funktioniert, denn ein wenig hört sich das für mich an wie "erziehendes bellen" und nicht wie Unsicherheit. D.h. dein Hund vermittelt dir, dass du dich nicht angemessen verhältst (Essen nicht schnell genug gibst, es wagst die Tür hinter dir zu schließen). Bei solchen Sachen hilft ganz gut, wenn du den Hund wegschickst wenn er bellt. D.h. er steht vor dir .. bellt dich an, weil er das Futter nicht schnell genug kriegt, du schickst ihn weg .... körpersprachlich nach vorne gehen, Hand nach vorne ausstrecken und ein festes "ab" oder "geh" oder was auch immer sagen. Selbstverständlich bekommt er sein Fressen dann nicht, denn wer so frech ist kriegt gar nix.

    Das ist allerdings auch das Problem. Ich glaube euer Problem liegt nicht zwingend im bellen alleine, sondern um grundsätzliche Erziehungsfehler, da wären wir dann wieder bei einem guten Trainer der euch anleitet. Es bringt euch null an den Symptomen zu arbeiten, wenn die Ursachen nicht geklärt sind.

    Hat dein Trainer sonst nichts auf Lager gehabt außer den Hund zu erschrecken? Das funktioniert bei Bellproblemen meist eh nicht, weil es die Hunde zwar erst erschreckt, dann aber erst recht bellen läßt oder sie gewöhnen sich ganz einfach an fliegende Ketten. Außerdem ist die Frage, wenn er schon mit Wurfkette arbeitet, wurde diese dann überhaupt sauber konditioniert oder einfach mal so durch die Gegend geworfen? Dann wäre das Timing noch ganz wichtig. Tausend Faktoren die dafür sorgen, dass es nicht funktioniert, wenn man einen Fehler macht, deshalb sollte positive Bestrafung auch nur von jemanden ausgeführt werden, der sich wirklich damit auskennt und alles berücksichtigt.

    Welche Rasse ist dein Hund denn? Es gibt ja durchaus bellfreudige Rassen und das Problem ist nicht so einfach zu lösen. Am meisten Erfolg hat man eigentlich, wenn man dem Hund erst bellen auf Kommando beibringt, dann kann man ihm nämlich auch Ruhe auf Kommando beibringen.

    Wenn das Problem allerdings solange besteht, kannst du das Problem haben, dass sich das ganze verfestigt hat, was es noch schwieriger macht.

    Sinnvoll wäre ein kompetenter Trainer der sich anschaut, aus welcher Motivation heraus sie bellt. Wenn sie z.B. aus Angst oder Unsicherheit bellt ist der Trainingsansatz ja ein ganz anderer, als wie wenn sie aus Langeweile bellt oder aus einem Schutztrieb heraus.

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    Ansonsten habe ich Nadin Matthew rausgesucht...

    Ganz ehrlich, die wäre meine erste Wahl. Ich kannte sie nur von ihrer DVD, über die man sich ja streiten kann und wo ich sie nicht sonderlich sympatisch fand. Nun bin ich der Meinung, dass eine DVD nicht wirklich das rüberbringt, was einen Trainer ausmacht, weshalb ich ein Seminar mit ihr besucht habe ... da habe ich einen Menschen kennengelernt, der ein tolles Gefühl für Hunde hat und der diese nicht überfordert.

    Aus eigenem Training kenne ich sie nicht aber auf dem Seminar hat sie mich wirklich beeindruckt, zumal hier mal nicht nur bla bla war, sondern es wurde an 2 Tagen fast nur draußen gearbeitet und auf jeden Hund wurde differenziert eingegangen.