Zu dem Thema "braucht der Ersthund überhaupt einen Kumpel" möchte ich auch noch noch meinen Senf abgeben. Bei Max sind wir genau darauf gekommen, dass er einen Kumpel braucht, weil er andere Hunde einfach liebt, unheimlich gerne mit ihnen spielt und agiert. Er wirkte zwar so auch nicht unglücklich aber er ist so ein richtiger kleiner Schnösel, der freundlich in die Welt springt und alle Hunde lieb hat.
Unser Mr. Big, also der Zweithund, war anfänglich ein Hund der andere Hunde überhaupt nicht zu brauchen schien. Lange Zeit habe ich hier noch angezweifelt, ob unsere Entscheidung wirklich so schlau war, denn ich hatte oft den Eindruck, dass Max für ihn nur lästiges Beiwerk war. Seine Menschen waren Biggi eindeutig wichtiger. Nun hieß es aber auch abzuwarten, denn er hatte ja alleine im Wald gelebt und somit gar keinen Kontakt zu anderen Hunden gehabt, geschweige denn mit Hunden gespielt. Sein einziges Streben und Denken war ja seinem eigenen Lebenserhalt gewipnet.
Im Lauf der Zeit hat sich dies jedoch immer weiter verändert. Und nach ein paar Monaten fing er tatsächlich an zu spielen und agierte immer aktiver mit Max, wo er sich vorher nur mühsam zum spielen animieren ließ. Er fing an immer mehr die Nähe von Max zu suchen, immer mehr mit ihm zu interagieren, mit ihm zu spielen und und und ... sie wurden ein richtiges Dreamteam und Big ist mittlerweile ein richtig alberner Hund, der Max genauso braucht, wie Max ihn.
Schön ist es wenn sowas von Anfang an klar ist aber je nach Vorgeschichte und Hund kann sich das auch im Laufe der Zeit entwickeln. So denke ich, dass es auch sein kann, dass ein Ersthund tendenziell wirkt, als würde er keinen Kumpel brauchen aber mit ihm trotzdem aufblüht.