Beiträge von Schnaudel

    Wisst Ihr denn etwas über die Vorgeschichte von Ronja?

    Zu den Angaben des Tierheims über das Alleinbleiben. Es kann sogar ganz gut sein, dass sie es vorher konnte. Oder die Vorbesitzer haben rumgepillert, auch das ist möglich.
    Die Probleme können durch die Abgabe selbst entstanden sein, dass sie völlig durch den Wind ist. Oder sie hatte tatsächlich niemals ein richtiges Alleinbleibtraining in ihrem Leben. Oder sie kann es nur in einer Umgebung, die für sie sicher ist.

    So wie Du es schilderst, denke ich, dass drei Stunden sie völlig überfordern (dafür spricht auch das Stresskoten mit weichem Stuhlgang). Wenn sie nach 6 Minuten schon Alarm macht.
    Da ich selbst so einen Kandidaten habe (ebenfalls aus dem TH), kann ich nur dringendst raten, diese langen Zeiten zu Anfang zu vermeiden. Um es plakativ auszudrücken: was Du mit den Händen aufbaust (immer wieder kurz rausgehen, usw.) reißt Du so mit dem Hintern wieder runter. Lieber wirklich kontinuierlich aufbauen, ohne den Hund zwischenzeitlich immer wieder zu überfordern.
    Es könnte sogar sein, dass sie die Zeiten nach den zwei Wochen noch nicht schafft (zwei Wochen ist fürs Trainieren ein eher kurzer Zeitraum), vielleicht wäre es ganz gut, sich für diesen Fall übergangsweise Betreuungsmöglichkeiten zu suchen.

    Zitat

    Na dann - ab zum TA :smile:
    vielleicht waren es früher mal vier Wochen, hatte die Zahl irgendwie noch im Kopf

    und eine Impfung reicht, für eien ausreichende Immunisierung? Bei meiner Hündin sind das schon 12 Jahre her und sie wurde nicht bei mir grundimmunisiert, deshalb weiß ich das nicht

    Die Stiko-Vet empfiehlt darüber hinausgehende weitere Impfungen (das zu diskutieren, führt hier vom Thema ab), aber hier ist z.B. ein Beipackzettel:

    Zitat

    Grundimmunisierung: einmalige Impfung im Alter von:

    http://www.msd-tiergesundheit.de/products/nobivac_t/uberblick.aspx

    Zitat

    das es noch reicht, glaube ich nicht - es sein denn, der Hund wurde wirklich schon zuvor beim Erstbesitzer geimpft
    ist ja die Frage, ob der Hund überhaupt schon mal grundimmunisiert wurde, außerdem muß die Impfung glaube ich auch 4 Wochen her sein?


    schau mal:
    http://www.die-tierarztpraxis.eu/index.php?opti…e&id=5&Itemid=6

    Die Impfung muss 21 Tage alt sein.
    Die Stiko-Vet sagt:

    Zitat

    Im Sinne der Tollwut-Verordnung ist ein wirksamer Impfschutz
    21 Tage nach einer Erstimmunisierung ausgebildet, wenn die Tiere
    zum Zeitpunkt der Impfung mindestens 3 Monate alt waren

    http://www.dgk-dvg.de/download/Leili…Kleintieren.pdf

    Zitat

    Ggf alten TA ausfindig machen, bei Hunden können Impfungen durchaus übertragen werden, wenn klar ist, dass es derselbe Hund ist. Zumindest war das so bei meinem.

    Das ging bei meinem auch, aber, Casus Knaxus, mein Hund war gechippt, und der war auch im alten Impfpass vermerkt.
    Wie gesagt, hier rennt nun die Zeit für die gültige TW-Impfung, und nein, ich würde nicht auf gut Glück mit noch nicht gültiger Impfung durch halb Europa düsen.

    Wenn Dein Hund nicht gechippt ist, dann nützt Dir der alte Ausweis gar nichts.

    Für die Reise brauchst Du den EU-Heimtierpass, den bekommt man nur mit Chip im Hund. Ich habe noch nie gehört, dass die alten Impfungen übertragen wurden: erst durch den Chip gibt es Sicherheit, dass der Hund geimpft wurde.

    Also ab zum Tierarzt, wäre mein Rat, denn für die erste eingetragene Impfung (das ist die TW-Impfung, die Pflicht ist) brauchst Du vor dem Grenzübertritt 21 Tage Wartezeit.

    Das hört sich doch schon einmal ganz gut an.
    So sind alle auf eventuelle Probleme (die dann hoffentlich gar nicht eintreten) vorbereitet.
    Ich finde es auch positiv, dass die Orga nichts runterspielt, einfach aus Angst, dass Du den Hund dann nicht nimmst. Vielleicht entschließen sie sich ja auch, diese Information generell für jeden Adoptionswilligen von vornherein bereitzustellen, das wäre gut.

    Zitat

    Besteht dieses Problem der Krankheit nun ausschließlich in Russland, oder auch woanders?

    Nein, nicht ausschließlich in Russland.
    Die Fälle, die in Skandinavien bekannt wurden, stammten z.B. aus Rumänien.

    Es ist leider sehr schwierig, Daten über die Verteilung nach Ländern zu finden (also z.B. wieviel % der freilebenden Hunde betroffen sind) und sicherlich variiert es nach Regionen.
    Allerdings findet man in russischen Quellen recht viele Hinweise, dass Tierkliniken diese Erkrankung regelmäßig sehen, weil Hundehalter dort ihre Hunde vorstellen (das sind dann schon die Fälle, wenn es eben Halter gibt).

    Zitat

    Mein TA hat damals gesagt, dass die Untersuchung übers Blut relativ unsicher ist.

    Das Sticker Sarkom erkennt man eindeutig an den Geschwülsten am Penis (also unter der Vorhaut), in oder auch an der Scheide oder im Gesicht (aber ich denke, solche Hunde werden nicht vermittelt (wenn doch, dann :mute: )). Außerdem bluten die Hunde unregelmäßig aus ihren Geschlechtsorganen. Dieses Blut ist hochgradig ansteckend!

    EDIT:
    Die Geschwülste kann der TA sofort erkennen. Du wüsstest also am selben Tag der Untersuchung Bescheid.

    Zum Blut: bei Rüden wird dies teilweise auch beim Urinieren ausgeschieden.

    Wenn Du ganz sicher gehen willst: das Sticker Sarkom wird über Schleimhautkontakte übertragen. Also braucht man die Hunde nicht völlig zu trennen, sondern nur den ganz direkten Kontakt, bis man sicher (Untersuchung durch TA) ist.

    Wenn Du die Symptome jetzt kennst, ist das doch schon mal gut, dann kann man im Falle des Falles schneller reagieren und trappt nicht noch im Dunkeln.

    Noch zur Gesundheit: soll auch wieder nicht böse sein, aber schau Dir den Impfpass genau an. Leider ist R ein Land, in dem Korruption ein Alltagsphänomen darstellt, da ist so einiges drin (z.B. eine Impfung abrechnen und keine geben).