Ich glaube diese Modewellen rollen über uns hinweg, weil wir inzwischen etwas zu verkopft an die ganze Sache herangehen.
Ich bin jetzt kein "früher war alles besser" Vertreter und sicherlich ist es gut, sich in einem gewissen Maß Gedanken zu machen und sich Wissen anzueignen.
Aber dadurch ist ein bisschen das Bauchgefühl abhanden gekommen.
Man schaut auf die Uhr, statt sinnfrei und genießerisch mit dem Hund zu spielen und ihn dabei einfach zu beobachten und aufzuhören, wenn er hektisch ist, heißt das Ganze heute Auslastung und Kopfarbeit.
Alles wird errechnet und überlegt. Kriegt mein Hund genug Freilauf, verträgt er sich gut genug mit Artgenossen, hat er schon einen Psychoknacks weil er an der Leine laufen muss, wird er völlig aggro weil ich mal mit ihm rangele, welches Spielzeug kaufe ich, wie fördere ich seine Intelligenz, etc. etc.
Ich glaube auch, dass das "Ruhe halten lernen" ein Resultat dieser Haltung ist. Früher kreiselte man nicht so extrem um den Fetisch Hund, und es wurde einem auch gar nicht suggeriert, dass man das müsse.
Da lernte der Hund von allein Ruhe halten... ganz ohne Anstrengung ![]()
Ich persönlich glaube nicht, dass zu viel Bewegung für den Hund schlecht ist (es sei denn, er hat gesundheitliche Probleme), es ist eher dieses "ich muss meinem Hund ne Show bieten", was manchen Hund überfordern kann und überdrehen kann.