Beiträge von Schnaudel

    Hallo!

    Ich glaube nicht, dass man einen Mischling aus Border und Pudel trimmen kann, denn man trimmt eigentlich unter anderem Terrier, die haben eine ganz ander Fellqualität als Border oder Pudel.

    Das Problem bei Mixen ist halt, dass sie manchmal felltechnisch nicht Fisch und nicht Fleisch sind, von daher gibt es DEN ultimativen Tipp hier nicht :smile:
    Ich habe selbst einen Pudelmix, und eindeutig "pudelig" an der Sache ist: sein Fell wächst unendlich nach. Also schere ich ihn (das ist etwas anderes als trimmen) und habe schon lange eine Schermaschine.
    Wenn Dein Hund filzt, würde ich auch regelmäßiges Scheren (kann man zu Beginn auch einfach mit einer guten Schere kürzen) und vor allem regelmäßiges Bürsten empfehlen.

    edit: BieBoss war schneller, aber doppelt hält besser ;)

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    Ich hätte auch eine Frage:
    Können Antibiotikatabletten auch zu stark vermehrtem Durst führen?
    Sam bekam bis gestern noch welche wegen seiner Ohrenentzündung und uns ist aufgefallen, dass er in der Zeit deutlich mehr Durst hatte, letzte Nacht fing es z.B. plötzlich an extrem viel zu saufen.
    Vorher hatte er das nicht, aber ich fang schon wieder an, mir Gedanken zu machen, ob er nicht noch etwas anderes haben könnte.

    Soweit ich weiß, können Antibiotika zumindest beim Menschen zu Mundtrockenheit führen... vielleicht hat er ein unangenehm trockenes Maul?

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    Außer mir waren noch 3 andere Personen dabei, die das gesehen haben. Ich habe nur Angst, was jetzt auf Barney und mich zukommt :hilfe:

    Hast Du denn noch Kontakt zu dem Gebissenen? Wie geht es ihm?
    Vielleicht sieht er ja von weiteren Schritten (wie einer Anzeige ab), wenn Du Dich nochmals entschuldigst, nach seinem Befinden fragst und glaubhaft klar machst, dass Ihr an dem Problem arbeiten werdet?

    Herzlich willkommen!

    Ich denke einfach, dass bei Barney mehrere Faktoren zusammenkommen - zum einen ungute Erfahrungen (Überfall, Unfall), Rassedisposition und das Alter. Vielleicht wird er jetzt "richtig" erwachsen, da kann es sein, dass er nicht mehr ganz so kleine Brötchen bäckt und mit jedem "gut Freund" ist.
    Den Maulkorb für draußen finde ich momentan ganz gut, und bei Euch auf dem Hof solltet Ihr ihn managen, d.h. zu Euch ranrufen, z.B.

    Da Barney seine Ambitionen jetzt schon etwas nachdrücklicher unter Beweis gestellt hat, würde ich unbedingt mit einem guten Trainer arbeiten. Und zwar mit Einzelstunden, möglichst auch z.T. bei Euch zuhause. Das bringt, wenn der Trainer gut ist, wirklich viel!

    An Abgabe würde ich überhaupt nicht denken. Ich denke schon, dass man an dem Problem arbeiten kann.

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    Ich wollte damit sagen, dass auch kastrierte Hunde noch weglaufen/andere Spaziergänger belästigen können, weil sie Gerüchen nachgehen!
    Irgendwo am Anfang wurde ja gesagt, dass verfolgende intakte Hunde nerven.
    Und eben auch, dass ein intakter Rüde mit Hündinnen leben kann ohne in Dauerstress zu verfallen, wenn er es ein wenig lernen durfte.

    Ah, alles klar, danke. Klar können sie das (also für mich ist das klar). Und Kastraten können auch noch "interessiert" an Hündinnen sein.
    Ich glaube auch, viele Halter hoffen nur, dass sich die Vehemenz des Verhaltens abmildert und der Hund quasi ansprechbarer wird, was er vorher eventuell durch Hormonrausch nicht war.
    Und wie ich schon sagte, der Hormonrausch kann ganz unterschiedlich ausfallen.
    Wir hatten mal einen Rüden, der fiepte nicht im Haus, sondern neigte extrem zum Streunern... und legte dann braune Eier vor die Tür der Angebeteten. Natürlich versucht man dann dem Hund beizubringen, dass er in der Nähe bleiben soll. Zudem sah der Garten aus wie ein Hochsicherheitstrakt eines Gefängnisses. Und trotzdem hatte der immer wieder kleinste Fehler ausgenutzt oder sich durchgebuddelt.
    Nächster Rüde, auch intakt: no problem, pflegeleicht, hat schnell gelernt, dass er nicht allein wegdarf.....

    Ich denke also, die hormonelle Grundausstattung spielt individuell eine Rolle mit, wie gut der Hund erziehbar, trainierbar ist.

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    Hunden wird heute ein Programm geboten, werden Kinder so gefordert - Montag Ballett, Dienstag Geige, Mittwoch Latein, Donnerstag Kunst, Freitag Gesang, Samstag Reitunterricht - sagt man, die Mutter überfordert oder auch sie hat ´nen Knall ;)


    :smile: Das gibt es hier gar nicht so selten, ich persönlich finde es furchtbar. Und wenn man sich ehrenamtlich für Kinder engagiert, dann findet man oft den Gegenpol, Kinder, die sehr wenig Unterstützung zuhause bekommen.
    Manchmal drängt sich der Eindruck auf, dass die gesunde Mitte verschwindet, egal ob bei Kindern oder Hunden.
    Oder nimmt man einfach nur die Extreme wahr?

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    Und nein, da bin ich nicht die einzige. Ich kenne keine einzige Mutter, die um ihre Kinder so ein Gewese macht. Und wenn doch bekommt sie von den Kindern gehörig eins um die Ohren.

    Unabhängig meiner Meinung, dass ich Hundeverkauf im Zoogeschäft generell für einen Rückschritt halte -
    da ist etwas dran. Kinder können sich zum Glück irgendwann mehr und mehr auf die eigenen Beine stellen.
    Und ja, ich glaube auch, dass Hunden ausgeglichene Halter, die auch noch ein erfülltes eigenes Leben haben gut tun. Die völlig distanzlose Bindung an den Hund muss nicht immer das Beste für den Vierbeiner sein - auch wenn gerade das dafür oft verkauft wird.

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    Und wenns denn schon mit Kindern verglichen wird.... (die Idee dazu kam ja jetzt nicht von mir und ich weiß, das der Vergleich zu krass ist, trotzdem...) wäre es denn schön, wenn man Kinder im Laden kaufen könnte? Hinter Glasscheiben?


    Der Vergleich hinkt ehrlich von vorn bis hinten. Du würdest Dir auch kein Kind bei jemandem kaufen, der grad ne ups-Schwangerschaft hat (hoffe ich doch ;) )

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    Der mit 6 Monaten (!) kastrierte Hund meiner Freundin saß am Ende der Läufigkeit einer Hündin auf ihr drauf und Milo stand entspannt daneben.
    Wer sagt denn, dass diese Hunde gar nicht mehr dem Geruch nachgehen?
    Oder doch lieber alle mit 3 Monaten kastrieren lassen, in der Hoffnung, dass sie es nie mitkriegen?

    Und was sagt uns das nun?
    Weil Milo das kann, ist das im Gegenzug bei jedem Hund möglich? Dass Deine Freundin ein fauler Hänger ist? Was sagt Deine Freundin denn sonst so? Ist ihr Hund für Erziehung ansprechbarer?

    Ich kenne z.B. unkastrierte Rüden, die definitiv keine konsequente Erziehung genossen haben. Und sind Hündinnen, auch während der Läufigkeit, gegenüber ziemlich gleichgültig.
    Das zeigt doch eigentlich wieder nur, dass Hunde unterschiedlich sind.

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    Aber - mich wundert es ein wenig, dass manche hier sofort sagen, das könne nur ein Vermehrer sein, ohne die Leute überhaupt zu kennen. Ich finde es ja ok, dass man darauf hin weist dass es evtl. ein Vermehrer sein könnte, der seine Hündin sofort wieder decken lässt um Geld zu machen.

    Ich könnte mir schon vorstellen, dass das ein ups-Wurf ist. So eine Geschichte ist doch nicht ganz abwägig... man wohnt abgeschieden, denkt da kann nichts passieren, Hund brennt durch. Lehrgeld gezahlt. Wenn man sich die Halter anschaut, dort Zeit zubringen konnte, auch zwischendurch mal kommen darf... keine 25 Kleinanzeigen vom gleichen Anbieter im Netz findet... gut finde ich solche "Schlampereien" natürlich trotzdem nicht.

    Aber das ist doch gar nicht das Thema hier. Ich finde es in Ordnung, wenn auf Gefahren und Fallstricke hingewiesen wird, auf eventuell schwierige Anlagen, weil sich widersprechend, darauf dass man prüfen soll.

    Aber mit moralinsaurem Rumgeätze hat man noch nie geholfen, sondern die Interessierten verprellt. Entzückend finde ich immer den TS-Hund-Hinweis, weil ich finde, auch dazu muss man innerlich von selbst bereit sein.

    Ich selbst würde mir diesen Hund nicht nehmen, generell keine Border-Mischlinge, keine reinen Border, weil ich mit deren Temperament und Anlagen nicht umgehen könnte und nicht der Meinung bin, dass man mit Erziehung auf dem Gebiet alles regeln kann.

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    Ich würd sagen, eher "hierzulande" - weil eben ein unkastrierter Hund immer noch oft befremdliche Mienen auslöst.
    [...]

    Ah, ok. Das ist hier tatsächlich nicht so. Also befremdliche Mienen auf gar keinen Fall. Teilweise geht es schon mehr in die andere Richtung, dass Halter von kastrierten Hunden sich rechtfertigen müssen und ein wenig im Deppenlicht stehen. Was ich wiederum auch nicht ok finde.

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    Aber nur, "damit man´s einfacher hat" - das ist für mich kein akzeptabler Grund (und stellt außerdem mich als Halter in den Mittelpunkt - aber wenn, dann sollte die Kastration doch für den Hund eine Erleichterung bringen, oder?)

    Ich weiß, dass das nicht so angesagt ist, aber ich nehme mich als Lebewesen und meine Bedürfnisse auch ernst. Was nicht heißt, dass ich mit so einer Entscheidung luschig umgehen würde.

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    Schon gar nicht eine Frühkastration, weil der nicht-mal-einjährige angehende Rüde mal zwei Nächte lang a weng gefiept und schlecht geschlafen hat.

    Frühkastration wäre in meinen persönlichen Überlegungen kein Thema.

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    [...]- und ich finde immer noch, wenn der Hund net grad "hypersexuell" ist (gibts das überhaupt, oder ist das nicht doch eher Erziehungssache??), sollte er doch die Chance bekommen, erwachsen zu werden und zu lernen, daß er sich auch benehmen kann, wenn ne Hündin läufig ist in der Nähe.

    Auch hier kann ich nur auf Naherfahrung mit bislang vier unkastrierten Rüden aufwarten. Ja, meiner Meinung nach gibt es erhebliche Unterschiede im hormonell gesteuerten Verhalten, die sich nicht nur durch Erziehung "beheben" lassen.

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    Anders, wenn ich diese Situationen für den Hund auf Dauer und den damit verbundenen Streß mit Training/Gewöhnung nicht vermeiden kann, und der Hund dadurch ständig massiv unter Streß steht und stehen wird. Dann sehe ich es zu seinem Wohl, eine Kastration durchzuführen, um IHM das Leben zu erleichtern.

    Das trifft es doch. Wenn es MEIN Leben im gleichen Atemzug miterleichtert, sehe ich da kein Verbrechen.


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    Hauptsächlich meinte ich damit meine gesamte Umgebung, aber ein bisschen habe ich auch in diesem Thread das Gefühl, dass immer noch einige glauben, ein intakter Hund ist irgendwie schwieriger oder gefährlicher.


    Nö, kann so kann so. Aber ein intakter Hund kann unter Umständen schwieriger sein. Kommt auf den Hund an. Genausowenig kann man behaupten, dass intakte Hunde nie schwieriger als kastrierte sind.
    Genauso wie eine falsche Kastrationsentscheidung neue Verhaltensprobleme bringen kann.