Beiträge von Schnaudel

    Ich glaube, man muss sich manchmal mit dem Gedanken anfreunden, dass nicht alles steuerbar ist, auch und gerade in Gesundheitsdingen. Da wir im Endeffekt immer noch sehr wenig über die Mechanismen von Krankheit und Gesundheit kennen, ist sicherlich zu kurz gedacht: Füttert Frolic = kranker Hund / füttert BARF = gesund....
    Krankheit ist zum Teil auch einfach Schicksal, an kleinen Schrauben können wir drehen, aber es zählt immer das Gesamtpaket....

    Zu den Erziehungsdingen: die von Dir genannten Dinge wurden halt sehr lange für richtig erachtet und von Millionen Hundehaltern praktiziert. Natürlich waren nicht alle Hunde früher gestört ;) Das wäre ja der Umkehrschluss.
    Ich glaube es hilft tatsächlich sich vor Augen zu halten, dass auch Hundeerziehung der Mode unterworfen ist.
    Das, was wir heute machen: eventuell lachen wir uns in 20 Jahren schon wieder drüber kaputt (oder andere über uns ;) ). Das relativiert doch einiges ;)

    Eigentlich stimmt doch auch die Wahrheit: gelassener Halter strahlt positiv auf den Hund aus, und das kann sicherlich manches Defizit in den Erziehungsmethoden ausgleichen.

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    Nur mal kurz Einwerfen: Der Hund WAR schon da, als der Freund kam!!!!
    Er wußte also, auf was er sich eingelassen hat. Und dann sagen, entweder Ich oder Der Hund, darum gehts.

    In diesem Punkt gebe ich Dir recht. Es wäre ehrlicher, ganz zu gehen. Und wahrscheinlich besser, es relativ früh zu tun als es Jahre laufen zu lassen.

    Dass sich jemand verschätzt, wie das Leben mit Hund ist: nun ja, das passiert ja sogar Hundehaltern. Das finde ich an sich nun ziemlich menschlich. Ich glaube nicht, dass er von Anfang an abschätzen konnte, auf was er sich eingelassen hat.

    Wobei ich schon denke, dass - Freund hin, Freund her - die Gesamtsituation nicht einfach ist. Immerhin trainiert sie seit 3,5 Jahren mit dem Hund und trotzdem sind massive Einschränkungen da. Vielleicht gibt es da doch Dinge, die man ändern kann, um wieder an mehr Lebensqualität zu kommen.

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    Schnaudel, es kann aber auch sein, dass ein anderer Partner das ganz anders sieht und sich alles harmonisch fügt. Kann sein, muss natürlich nicht.

    Ja, ja, wir mutmaßen hier ja irgendwie alle nur herum, keiner war dort Mäuschen ;)

    Mich machte halt nur diese Aussage der TS etwas nachdenklich:

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    [...]Und jedes Mal schaue ich ihn zwei so traurige Hundeaugen, wenn wir ohne ihn zum Essen gehen, in die Stadt gehen, etwas mit Freunden unternehmen..[...]

    Wenn irgendwie ohne Hund *mental* gar nichts mehr richtig geht, dann würde ich da vielleicht auch ein Problem sehen ;)
    Es ist schwer zu sagen...bei solchen Threads würde ich immer gern "ihn" mal hören ;)

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    Naja, du musst bedenken, dass die beiden seid November zusammen sind... das sind 8 Monate....

    Das stimmt, aber auch, wenn ER nun nicht der Richtige ist, kann er doch grundsätzlich in einigen Dingen recht haben ;) Dann kann man zumindest in der nächsten Beziehung ein wenig gegensteuern.....

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    [...]
    - könnte es sein, dass nach Abgabe des Hundes ein anderes Problem in der Partnerschaft auftaucht und dein Freund dich abermals vor eine Entscheidung stellt?

    Nur Fragen, ohne Wertung. Die Entscheidung liegt sowieso bei Laura.
    [...]

    Ich hab mal diese Frage rausgegriffen, ich finde Deine Fragen gut und wichtig.
    Nur fehlen noch die Fragen, die in die andere Richtung gehen.

    .... könnte es sein, dass mit fast jedem neuen Partner ähnliche Probleme auftauchen werden, weil das ganze Denken und Leben um den Hund kreiselt?

    Wie man das Verhalten des Freundes nun finden mag oder nicht: auch der Partner hat ein Recht auf die so viel beschworene Quality-Time. Ganz egal, ob Hund vorher oder nachher kam.
    Und das sollte auf jeden Fall in die Entscheidung mit hinein. In welchen Punkten hat der Partner eventuell sogar recht? Und wie lange soll er warten?

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    Wenn jemand in einem öffentlichen Forum blank zieht muss man sich nicht wundern wenn man angeschaut wird oder?

    Das hier ist ein Hundeforum,den meisten hier geht es primär um das Wohl des Hundes.
    [...]

    Warum sollte es ein Tabu sein, zu einer Abgabe zu raten.... Natürlich mit einer respektvoll formulierten Begründung, also nicht so: Ja man, hast Du nicht nachgedacht, gib den Hund ab und kauf Dir ein Stofftier.

    Wenn man aber genau begründet, wie und warum man zu diesem Tipp kommt dann finde ich das in Ordnung.
    Teilweise finde ich das unter Druck setzen: Wie, Du hast Dir den Hund geholt, den gibt man nicht so weg, egal wie oft Du nachts heulend einschläfst... schlimmer.

    Und wenn ein sehr kranker Hund neue Verhaltensweisen an den Tag legt, die sich ein TS nicht erklären kann - dann finde ich einen Hinweis, dass die Krankheit fortgeschritten sein könnte und weiter Probleme machen könnte sehr ehrlich und auf jeden Fall mutiger als zu sagen "wird schon nichts sein, alles ganz normal" auch wenn das erst mal mehr tröstet.

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    Es gab viele Jahre lang einen in der Verwandtschaft. An sich war es ein toller Hund, sportlich und agil, ohne zu aufgedreht zu sein. Jagdtrieb hatte er wirklich keinen, da konnten Kleintiere an ihm vorbeihoppeln, ohne dass es ihn interessierte. Allerdings war er ein ziemlicher Ein-Mann-Hund, also Herrchen war die Nr 1 und alle anderen liefen mehr so nebenher, auch der Ehepartner - und er war bei Fremden ziemlich zurückhaltend und wollte da nicht gerne angefasst werden und hielt allgemein lieber Abstand. Bellfreudig war er nicht, wenns klingelte hat er kurz gemeldet und war dann ruhig.

    Ja, meine Eltern hatten einen.
    War auch ein ziemlicher Ein-Mann-Hund, der war recht unglücklich, wenn die Hauptbezugsperson nicht da war. Auf jeden Fall würde ich empfehlen, dass bewusst beide sich stark um den Hund kümmern, damit er zu beiden Personen eine gute Bindung aufbaut.
    Fremde fand er auch nicht so toll, auch anfassen von Fremden war nicht so gern gesehen.

    Ein guter Begleiter, der für alle Aktivitäten zu haben war. Kaum Jagdtrieb. Absolut stadttauglich, tauchte im Restaurant ab und alle wunderten sich, wenn er nach dem Bezahlen wieder auftauchte. Hat als Stadtbegleiter auch eine angenehme Größe.
    Sehr angenehm im Haus, nicht aufgedreht.
    Sensibel, den hätte man nicht mit harten Worten oder gar laut erziehen können (sollte man sowieso nicht), Ausrutscher dieser Art sollte es möglichst nicht geben.
    Wenn es einer sein sollte: bitte unbedingt auf einen guten Züchter achten. Epilepsie ist da z.B. ein Thema.
    Ansonsten: *Balin* hier aus dem Forum hat aktuell einen Kromi, die ist mehr in der Szene drin und kann sicher auch mit Tipps dienen.

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    Was ich meine, ist, daß es gewisse Körpersignale gibt, die meiner Erfahrung nach eben nicht zur Manipulation eingesetzt werden (können), sondern ein echtes Problem signalisieren - und nächtliches Hecheln eines kranken Hundes würde ich immer dazurechnen.

    So sehe ich das auch. Pföteln, starren, jaulen, an der Tür kratzen, Männchen machen, und noch tausend Dinge mehr können Hunde willkürlich steuern.
    So wie ein Hund nicht willkürlich pupsen wird, um Dinge zu erreichen, so sehe ich das auch mit dem Hecheln. Aus meinen Beobachtungen heraus wird es vom Hund nicht gesteuert. Ich würde es mit einem menschlichen Schweißausbruch vergleichen, der unwillkürlich ist.
    Auch ein Mensch, der starke Schmerzen hat, als Beispiel, reagiert darauf mit ähnlichen Symptomen, kaltschweißig, z.B.

    Ich kann es hier nur für mich sagen: für mich wären Hechelattacken immer ein Signal, dass zumindest in dem Moment etwas echt nicht stimmt, sei es Hitze, sei es Durchfall ante portas, seien es Schmerzen, sei es Luftnot.

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    Moin,

    das Eintragen allein reicht im Impfpass nicht.... da ich oft nach Schweden fahre, und die dort sehr penibel sind, nützte es mir nichts, eine Impfung, die 3 Jahre Gültigkeit hat, einzutragen. An der Zollkontrolle (man muss Hund ja anmelden, samt Pass - mache ich nie - aber falls ich kontrolliert werden sollte, muss ja alles stimmen) wird überprüft, ob und wann der Hund geimpft ist, der Antikörpernachweis (nur von einem autorisierten Labor in Deutschland) muss dabei sein und der Impfstoff muss zugelassen sein, in Schweden, nicht hier..... von daher muss man bei Reisen ins Ausland eben auch sehen, was die für Bestimmungen haben. Soweit ich weiß, gilt eine Tollwutimpfung im Ausland nicht über drei Jahre. Schweden verlangt z.B. jährliches Nachimpfen, egal ob und wie lang das Mittel wirkt, wobei mein TA dann oft den Stempel gemacht hat und das war`s..... jetzt habe ich das erste Mal ein Mittel das zugelassen für zwei Jahre ist, auch in Schweden....

    Schweden ist Tollwutfrei und eine Epidemie wäre für das Land eine einzige Katastrophe, ich verstehe gut, worum es dort geht. Lästig ist es allemal.

    Ansonsten habe ich hier bei meinen Ta keine Probleme mit solchen Impfungen.

    LG Sundri

    Nö, Du bist nicht auf Stand (Schweden). Es reicht die gültige 3-Jahres-TW Impfung. Kein Titer mehr, keine Entwurmung. Bin gerade seit zwei Wochen wieder da.
    Ich bin da noch nie kontrolliert worden, aber das muss ja nichts heißen.

    Zum Eintragen der Gültigkeit: ich glaube, wenn die Komponente Pi in der Impfung enthalten ist, dann wird ein Jahr als Gültigkeit eingetragen. Also beim Komponentenimpfstoff die Gültigkeit der kürzesten Komponente, auch wenn die drei anderen Komponenten Impfschutz für drei Jahre bieten.