Hallo!
Unsere TH-Genossen brauchen manchmal einen langen Atem in der Erziehung, das kann ich Dir aus eigener Erfahrung sagen
Gerade das Alleinbleiben kann ein Problem sein, nicht jeder steckt das "abgegeben werden" so locker weg.
Zum Alleinbleiben kann ich nur sagen, wie wir vorgegangen sind: wenn Dein Hund die drei Stunden nicht sicher schafft, dann würde ich nochmals ganz von vorn anfangen, d.h. mit ganz kleinen Zeitschritten. Hol Dir die Nachbarin mit ins Boot, kommuniziere auf jeden Fall, dass Du an der Sache arbeitest. Bau das Ganze nochmals auf. Was bei uns geholfen hat: wirklich, wirklich jeden Tag üben. Das war am Anfang ganz wichtig. Wenn es auch doof ist: auch an Sonntagen, damit für den Hund anfangs eine verlässliche Routine entsteht.
Hilfreich ist auch, mit dem Hund vor dem Alleinsein eine Gassirunde zu machen, ihn allerdings dabei nicht hochzupushen.
Und kein Brimborium bevor man geht. Einfach ruhig gehen.
Zu der Schnappsache: ich halte es für ein Missverständnis, vom Hund zu erwarten, dass er es mag, wenn Fremde ihn streicheln. Meiner mag es definitiv nicht so gern. Von daher bist Du gefordert, solche Situationen gar nicht erst entstehen zu lassen.
PS. Bitte den Hund nicht am Nacken packen, das kann er gar nicht einschätzen und verstehen. Eventuell verliert er das gerade aufgebaute Vertrauen in Euch.
Das Nachhausegehen mag ein Kind als Strafe verstehen, der Hund kann es jedoch nicht mit seiner "Tat" verknüpfen.