Beiträge von Schnaudel

    Aber das sind doch zum jetzigen Stand reine Mutmaßungen, dass man einen Showhund/nicht vorhandenen Hund dort hält, um Spenden abzumelken.

    Mir geht auf beiden Seiten einiges gegen den Strich.... wer Dienstleister ist, und irgendwo sind Hundevermittler dies, der sollte eine Grundfreundlichkeit durchhalten können. Rumpampen a la jetzt ham se mich in meiner Mittagspause gestört passt da nun gar nicht. Zwei Handies, eins rein privat und eher geheim, ein zweites zu den Geschäftszeiten an, ansonsten läuft die Box mit einer freunlichen Ansage.

    Ja, und auch nett verpackt der Grund für die Absage wäre fair.

    Andererseits sich in ein Photo manisch reinsteigern und heulen, weil ich einen völlig unbekannten Hund nicht bekommen darf, den ich auf einem Photo kennen lernte... nee, finde ich auch ganz schön schräg und ehrlich, sehr reif wirkt das nicht....

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    Ich werde sie, auch wenn sie sterbenskrank sein sollte, nicht wieder zurück geben,
    aber was ich erreichen kann ist ein Schadensersatz, bei dem ich entsprechend Tierarztkosten
    vom Vorbesitzer zurückerstattet bekomme.

    Das wäre aber doch nur so, wenn der Vorbesitzer Krankheiten verschwiegen hätte, oder? Und wie will man das nachweisen, dass eine Krankheit vorher diagnostiziert wurde und mutwillig nicht erwähnt wurde :???:

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    [...]
    Mir geht es letztendlich nur darum: "Offen für Kontakte" heißt bei mir: Ich kann den anderen HH beim Vorbeigehen ansehen und ggf. auch grüßen oder zumindest zunicken oder was weiß ich. Ob die Hunde dann Kontakt zueinander aufnehmen oder nicht ist mir schon latte, ich gehöre NICHT zu den Leuten, die alle anderen Hunde als Spielgefährten meines Hundes ansehen, ich lasse meinen Hund auch nicht zu allen anderen Hunden, ich lasse sie nicht an der Straße o. ä. spielen, laufen, toben, whatever.

    Aber ist es zuviel verlangt, untereinander freundlich zu sein, auch wenn man sich beim Waldspaziergang OHNE Hundekontaktabsicht über den Weg läuft?

    Ich finds nervig, daß hier teilweise so getan wird als würden die meisten Halter größerer Hunde ihre einfach auf andere losdölmern lassen und fänden das witzig. Das ist ja nun mal nicht so. Und ich bin auch nicht so.

    Klar "sollte" man untereinander freundlich sein - aber ehrlich gesagt grüße ich hier nun auch nicht jeden, der einen Hund hat (und werde auch nicht dauernd mit Hund gegrüßt), aber Hamburg ist eh nicht so temperamentvoll... Die Alltagshöflichkeit ist aber kein hundespezifisches Thema, hier ziehen auch neue Nachbarn ein und starren einen an wie ein Ufo wenn man sie tatsächlich im Treppenhaus grüßt :hust:

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    Und zu den Leuten hier in der Umgebung: Ja, die beiden Aggro-Westies sind 3 Monate älter als mein Hund und haben AUSSCHLIESSLICH Kontakt untereinander. Und die Dame mit dem Chihuahua hat Angst, daß ein anderer Hund ihren kaputt macht, weil er so zart ist. Und der Mann mit dem giftigen Rauhhaardackel befürchtet, mein Hund würde seinen "platt machen und auf ihn drauftreten." Und die Frau mit dem Jack-Russell-Mix, die ihren Hund bei jeder Begegnung mit ausgestreckten Armen über ihren Kopf hebt, macht das, weil SIE die Angst hat. Wenn das alles Hundesachverständige sein sollen, bitte.

    Warum kratzt Dich das denn so?
    Jedem Tierchen sein Plaisierchen, und solange ich keine Zwangskontakte haben muss oder Schaden erleide, ist es mir eigentlich egal warum, wieso, andere ihre Hunde halten und erziehen.

    Übrigens habe ich mir die Erwartungshaltung, dass alle meinen Hund ebenso goldig-toll finden wie ich selbst abgewöhnt. ;)
    Ja, andere Menschen DÜRFEN meinen Hund doof finden und den Kontakt meiden und genau das Recht nehme ich mir selbst auch.

    Teilweise hängt es sicher auch an den "nicht einheitlichen/nicht geschützten" Berufsbezeichnungen, um in diesem Bereich zu bleiben. Frisör hat einen Gesellenbrief, einen Meister eventuell, der TA hat ein langes Studium, und und und.
    Viele von den "alternativen Berufen" sind gar nicht geschützt oder noch ganz neu, es ist für den Kunden nicht ganz durchsichtig für was/welche Qualifikation er zahlen soll.
    Du hast dieses Phänomen in vielen Bereichen, in denen Berufsbezeichnungen nicht geschützt sind, auch bei Übersetzern z.B.. Professionelle und qualitativ hochwertige Übersetzungen (fremdsprachlich) haben ihren Preis (ich arbeite in dem Bereich) und wer wirklich auf gute Qualitität angewiesen zahlt auch anstandslos. Ich habe z.B. Fremdsprachen studiert und noch einen Fachübersetzerabschluss zusätzlich, trotzdem meinen Menschen ganz treuherzig, übersetzen könne man doch wohl mit einem VHS-Kürslein... das sind die, die dann nicht so gern Geld ausgeben.....

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    Traurig, wenn das Jurastudium darüber entscheidet, ob der Hund sein Bein gerichtet bekommt oder nicht :muede:

    Traurig ist doch eigentlich eher, wenn Menschen sich erst bewusst für einen Hund mit Handicap entscheiden und dann keinen Drive für die Behandlung aufbringen und ständig nur von selbst und ihren Ängsten schwadronieren :/

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    Nochmal danke für das rege Interesse.
    Leider kann ich teilweise nicht verstehen, dass einige irgendwie kein Verständnis für meine Situation haben.
    Ich bin erst 20 und das ist quasi mein erster eigener Hund für den ich völlig allein Sorge trage, zusätzlich dazu bin ich ein eher ängstlicher Mensch, der sich immer unheimlich viele Gedanken macht. Natürlich ist es das beste für den Hund, aber was wenn ich ihn dann weggeben muss, weil ich mit seinem veränderten Wesen nicht mehr klarkomme? Das wäre sicher nicht das beste für ihn.

    Doch, ich verstehe Dich, Du hast den Hund, so wie er ist, ins Herz geschlossen und hast schlicht Angst vor der OP und eventuellen Folgen, Du hast Angst, mit ihm nicht mehr klarzukommen und diesen Extremfloh hat Dir eine Ärztin ins Ohr gesetzt.

    So wie Du die Orga beschreibst, haben die sicherlich das Potential zum Nerven, unabhängig von der rechtlichen Lage. Ist die Frage, ob man das will. Man hat ja auch keine Lust, dass jede Nachkontrolle zur Zitterpartie wird....

    Versuch trotzdem nochmal das Wohl des Hundes in den Vordergrund zu stellen. Vielleicht wird der Wunsch, ihm mit einer Behandlung zu helfen, doch noch über Deine Angst siegen.
    Dass Hunde sich nach OP in aggressive Typen verwandeln ist auch nicht der Regelfall.... und verändern wird sich Dein Jüngling auch ohne OP noch ;)

    Ich würde das doch im Vorfeld mit der Orga klären.
    Ich gehe mal davon aus, dass die OP zum Wohl des Hundes gemacht werden soll und dass es sicherlich auch von Seiten der Orga medizinische Argumente für die OP gibt.

    Vielleicht kann man sich darauf einigen, nochmals ein Gutachten zu erstellen. Vielleicht kann man sich auf einen späteren Termin einigen. Aber ich würde erwachsen agieren und nicht schummeln und tarnen.
    Letztendlich sollte doch das Wohlergehen des (bewegungsfreudigen und jungen) Hundes am wichtigsten sein, dass er vielleicht auch noch eine Chance auf ein beschwerdefreies Leben hat - und nicht diffuse Ängste des Neuhalters.