Beiträge von Schnaudel

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    [...]
    Aber wir wissen ja: Deutsch sein heißt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun, Höflichkeit und Kommunikation sind da höchstens hinderlich - also noch viel Spaß bei der Belehrmission. Das gerechte teutonische Überlgenheitsgefühl gibt's ja allemal gratis.


    :lachtot:
    Die deutscheste aller Neurosen ist doch eh alle anderen auf ihr spießiges Deutschsein hinzuweisen und sich selbst so gar nicht deutsch zu fühlen obwohl man selbst deutscher als so manch anderer ist........ ;)

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    Aber ich hab auch nur wieder Absagen kassiert... Mietwohnung, kein Garten, in der "Stadt", zu jung, Studentin.... die eine Frau lächelte mich arrogant an und sagte "Süße, du bist grade mal 20, du kennst dich null mit Hunden aus (ich habe gesagt, dass wir seit 5 Jahren einen Hund haben aber das hat sie wohl überhört) bei solchen wie Dir, kommen die Hunde zu 98% wieder zurück, total verdreckt und etweder viel zu dünn oder überfettet. Du kannst frühestens in 10 Jahren nochmal wieder kommen."

    So ein Kommentar ist natürlich oberdreist und im Ton vergriffen. Es ist im Prinzip ok an einen Interessenten nicht zu vermitteln, aber die Absage sollte dann freundlich und nett begründet sein. Außerdem sind ja nicht alle Hunde in einem TH gleich, man könnte sich schon die Mühe machen, mal zu überlegen, ob der eine oder andere Kandidat nicht doch passen könnte.
    Eigentlich wäre das wirklich eine Beschwerde an den Träger des Heims deinerseits wert - schließlich haben wir als "Öffentlichkeit" auch ein Interesse, dass die Hunde gut vermittelt werden und Mitarbeiter nicht wie Abrissbirnen agieren....

    Ich persönlich habe recht gute Erfahrungen mit unserem TH gemacht, nette Leute dort, wir wohnen auch Etage, das war aber gar kein Problem. Allerdings wollten sie schon genauer wissen wie wir wohnen und ob hier Hunde erlaubt sind, das finde ich aber legitim.

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    Für mich stellt sich aber auch eine andere Frage: Bin ich als Privatperson dafür zuständig, was in den betreffenden Ländern geschieht oder nicht geschieht?
    Sicher, langfristig und effektiv helfen ist immer gut, wenn auch sehr viel komplexer und schwieriger als die meisten denken, wie du es ja auch so schön ausgeführt hast, wenn ich dich richtig verstanden habe.
    Aber bin ich automatisch dazu verpflichtet, wenn ich einen Auslandshund aufnehme?

    Ja, Du hast mich richtig verstanden. :smile:
    Nein, ich bin als Privatperson wirklich nur Deiner unten genannten Maxime "kein neues Leid schaffen" verpflichtet. Ich bin als Privatperson nicht mal verpflichtet überhaupt etwas aktiv für den TS (ob Inland oder Ausland) zu tun, wenn ich mich an diese Maxime halte.
    Wobei für mich als individuelle Privatperson ;) meine Überlegungen schon wichtig sind. So geht z.B. jedes Jahr eine Spende an ein Auslandsprojekt, das vor Ort (wie ich hoffe nachhaltig) arbeitet, nur in Ausnahmefällen "exportiert" und sich respektvoll über die Bevölkerung im Land äußert.

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    Ich denke nicht, dass der Großteil der deutschen Bevölkerung den Grund für die vielen Hunde auf den Straßen der Städte Rumäniens kennt. Deshalb mein Beitrag.

    Ob Hilfestellungen sinnvoll sind, kann nur von den jeweiligen Helfern vor Ort entschieden werden. Egal in welchem Land.

    Nö. Entscheiden ob er es sinnvoll findet darf jeder noch selbst tun. :hust: Dass man sich dafür ein wenig mit dem Land/Ländern beschäftigt setze ich voraus. Ich vermisse durchaus manchmal etwas interkulturelles Feingefühl.

    Ceaușescu und die Folgen seiner Diktatur sind wohl allgemein bekannt und unbestritten. Ebenso die Folgen einer ehemals sozialistischen Wirtschaftsordnung und des Umbruches nach der Auflösung der SU.
    Meine Frage war ja eher, ob die momentanen Hilfestellungen effektiv und sinnvoll sind - wobei ich auch keine Zauberlösung im Hut habe. Und jeder zu eigenen Schlüssen kommt.

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    Hast du dich schonmal wirklich über die Zustände im Ausland informiert? Da werden die Hunde nicht einfach so von der Straße gefangen um sie ins Ausland zu karren. In den meisten Ländern werden Straßenhunde entweder auf der Straße getötet, verhungern oder werden in Tötungsstationen geschleppt wo sie sterben müssen wenn sie nicht schnellstmöglich vermittel werden können. In Rumänien, Tschechien, Spanien herrscht eine Überpopulation. Besonders die Politiker aus Rumänien und Tschechien interessieren sich null für Tierschutz, die treten ja sogar die Menschenrechte mit Füßen. Es werden ja auch Kastrationen usw. vor Ort durchgeführt aber es sind einfach zu viele Tiere und solange die Einwohner des jeweiligen Landes nicht selbst umdenken kann man da vor Ort machen was man will.

    Ehrlich gesagt finde ich doch, dass Du es Dir etwas leicht machst, indem Du jeden, der etwas gegen Auslandstierschutz sagt, als unqualifiziert hinstellst.
    Wie informiert bist Du denn über Osteuropa? Allein Tschechien und Rumänien in einen Topf zu werfen...

    Meiner Meinung nach ist es nicht nur die "Schuld" der Einwohner.
    Straßenhunde sind immer auch ein Problem eines niedrigen Lebensstandards, mangelnder städtischer Infrastrukturen: wenn die Müllabfuhr nicht funktioniert, dann finden herrenlose Tiere eben genug Futter und die Populationen vergrößern sich. Wenn das Geld für Kastrationen der Haustiere schlicht und einfach fehlt, dann landen die Welpen eben wieder auf den Müllkippen. In diesem ganzen Kaleidoskop sind die viel geforderten "Mentalitätsänderungen" nur ein Einzelbaustein.
    Zu den Kastrationsprojekten: sind sicherlich sinnvoll, wenn es sich um überschaubare Populationen handelt. Es ist aber ziemlich fordernd, von den Bewohnern der betroffenen Länder zu erwarten, dass sie riesige Horden von Straßenhunden um sich herum in ihrem Nahbereich tolerieren - die eventuell nicht ganz friedlich sind, die urinieren, koten usw. usw.
    Meine Ausführungen beziehen sich konkret auf Osteuropa, vom Mittelmeerraum habe ich keine Ahnung.
    Auf Osteuropa bezogen sehe ich die eigentliche Lösung nur in einer Anhebung des Lebensstandards für die Menschen (z.B. durch Wirtschaftsförderung), bessere Organisation des Gemeinwesens gekoppelt mit gezielten Maßnahmen für Tiere - dann wird es dort auch den Hunden besser gehen. Für mich persönlich stellt sich eben die Frage, ob ein weiter gefasster Hilfsansatz auf lange Sicht nicht besser wäre als immer nur am Symptom "Hund" zu arbeiten: das erweist sich irgendwie als Fass ohne Boden.
    Und ja, auch solche Dinge sollte man schlicht mitbedenken, wenn sich die grundsätzliche Frage stellt Züchter, Hund aus inländischem TS oder Auslandstierschutz.

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    Prinzipiell bin ich auch der Meinung: Wenn es nicht schadet und der Mensch gesund wird, ist es im Grunde egal, ob etwas nun kausal hilft oder nicht.

    Solange eine wirklich notwendige Therapie nicht verbummelt wird....
    Nicht außer Acht lassen sollte man auch, dass wir sehr schnell zum Arzt/Heilpraktiker gehen. Viele Dinge heilen von allein aus, die Erfolge werden dann der jeweiligen Therapie zugeschrieben. (Das gilt allerdings für alle "Schulen".

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    Ärgerlich werde ich nur, wenn Fans der Alternativen Medizin spöttisch über die Schulmedizin reden.

    Da passiert dann das mit mir: :grumbleshield: :curse: :explode: :D

    Spöttisch? Damit könnte man noch leben. Ärgerlich wird es doch erst, wenn Front gegen Schulmedizin gemacht wird und alle mit ihr befassten Menschen als Geldsäcke hingestellt werden, die bewusst krank behandeln.
    Außerdem: behandelt eigentlich die Schulmedizin "halbheitlich", die Frage stelle ich mir immer, wenn ich die gepriesene "ganzheitliche" Medizin vor Augen geführt bekomme.

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    Ich hab das mal, teilweise aus Neugier, bei mir selbst machen lassen, und meine Erfahrungen kann ich kurz zusammenfassen: viel Humbug für noch viel mehr Geld.

    Von den "ermittelten" Allergien habe ich in Wirklichkeit nicht eine einzige - da hätte schlichtes Raten eine deutlich höhere Erfolgsquote gehabt.

    :lol: Same here. War wohl ein Zustand geistiger Umnachtung.
    Aber was den Geldbeutel leerer macht, hat das Recht zu existieren..... ;)

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    Ahja, alles klar, danke.
    Bitte nicht aufregen - man muss ja fragen wenn mans eben nicht weiß... :/
    Wäre halt schrecklich für mich wenn mein Schatz wegen ner Impfung nen epileptischen Anfall bekommt.
    Natürlich wärs genauso schlimm wenn er sich irgendwas anderes einsammelt...

    Aber ich denke dass ich noch 2 Wochen mit der Impfung warten werde und ihn heute erstmal durchchecken lasse.

    Lg

    Gegen Staupe Hepatitis und Parvovirose bitte auf jeden Fall impfen.

    http://www.heiltierarzt.de/hunde-impfen/n…tzimpfungen.htm

    Ist nicht lustig, wenn Dein Welpe Parvo hat, denn das wird er eventuell nicht überleben.