Beiträge von Schnaudel

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    Es geht gar nicht nur um das Geld, es geht auch um die zukünftigen Qualen die der Hund dann haben wird...und Immunsupressiva müssten die Tiere doch auch schlucken, oder?
    Aber $50.000 hat auch nicht mal eben jeder so auf der hohen Kante.

    Ganz davon abgesehen, dass man ein massives ethisches Problem mit den Spenderorganen bekommen kann. Ist es ok, wenn ein armer Mensch seinen Hund verkauft, damit der Spenderhund wird? Damit hätte ich ein riesiges Problem. Da würde man sicherlich Auswüchse haben, die es ja heutzutage (leider!) ja auch bei menschlichen Organen gibt.

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    Mal pro­vo­kant in den Thread geschmissen.
    Hat es denn Sinn, jedes Jahr Hunderttausende von Hunden aus anderen Ländern durch die Welt zu karren, oder unterstützt man damit auch indirekt Vermehrer in den betr. Ländern ?
    MMn tun wir Nordeuropäer das.

    Tja, schwierige Frage.
    Auch hier finde ich persönlich das einfache "Herkarren" nicht sinnvoll. Auch hier denke ich, man wird nichts ändern, wenn nicht an allen Ansatzpunkten gearbeitet wird, also am Verhalten der Menschen, an Umsetzung von gesetzlichen Vorgaben vor Ort und an Populationsbegrenzung und -besonders in Osteuropa- Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen.
    Ich finde es sehr schwer zu beurteilen, wer wirklich vor Ort eine gute Arbeit leistet.
    Ich finde es sehr schwer zu beurteilen, woher die Hunde aus der Auslandsvermittlung stammen.

    Und manchmal frage ich mich auch, ob wir uns mit der Feststellung, JEDER Straßenhund, der das Leben draußen gewohnt ist, sehnt sich in der Tiefe seines Herzens nach einer Couch nicht in die Tasche lügen.

    Aber ich denke gut gemachter Auslandstierschutz spielt Vermehrern ebensowenig in die Tasche wie guter Inlandstierschutz.

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    Ist es nicht so, dass überall da, wo Gesetze zu lasch sind, Kontrollen zu selten, Strafen zu gering Vermehrer unterstützt werden? Warum werden Käufer für etwas verantwortlich gemacht, dass Tierquäler verbockt und Staaten geduldet haben? Warum wird diesen Käufern nicht zugestanden, dass sie den einzelnen Hund ebenso gerettet haben, wie andere Hunde aus der Tötungsstation? Da gibt es keinen Unterschied!

    Nein, das ist ein Menschenbild, das ich so nicht teile.
    Jeder hat, neben staatlichen Organen, auch eine Eigenverantwortung. Siehst das wirklich so, dass Leute, die irgendwo auch Geld sparen wollen, KEINE Eigenverantwortung tragen, weil Kriminelle in anderen Ländern das Angebot bereitstellen?
    Und wir haben uns trotz allem an unsere eigenen Gesetze zu halten. Und die sagen unter anderem, dass Hunde nicht unter 8 Wochen abgegeben werden dürfen, als Beispiel. Gerade in letzter Zeit fallen mir zwei Stränge ein, da wurden jüngere Welpen von privat gekauft, in einem Fall, weil man nur Sonntags den Weg fahren wollte.... haben diese Käufer keine Verantwortung, die sie wahrnehmen müssen? Statt dessen durften sich Kritiker und Mahner Sätze wie "hat ja tatsächlich alle Gliedmaßen" etc. pp. anhören. Wo bleibt denn die Lobby dieser Hunde?

    Meiner Meinung nach rettet man keinen Hund, wenn man ihn aus bewusst schlechten Verhältnissen kauft. Man hält den Wirtschaftskreislauf in Gang und sorgt für Nachschub, nicht mehr und nicht weniger.

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    Ich finde es immer so unerträglich unfair, sich hier einzelne User vorzunehmen und einzuschüchtern, sie mit einer Schuld zu beladen, die sie in meinen Augen einfach nicht haben. Ein Kampf gegen lasche TS- Gesetze und deren schlampige Umsetzung im In- und Ausland wäre in meinen Augen der einzig richtige Weg.

    Du wirst per Gesetz keine Änderung in der Haltung der Käufer aufdrücken. Letztendlich erfolgen viele Änderungen über sozialen Druck.... und den kann man nur ausüben, indem man auch Kritik ausdrücken darf und Dinge benennen darf (natürlich im Rahmen). Selbstverständlich heißt das nicht, dass man auf das andere Ende, die Anbieter, kein Druck, Strafe, Sanktionen ausüben soll. Man soll bitte, und das in stärkerem Maße als bisher.

    Kritik ist halt eine Gratwanderung. Sowohl für Sender als auch Empfänger.
    Und jeder hat sicher schon erlebt, dass die wohlgemeinte Kritik als destruktiv empfunden wurde, obwohl man sich alle Mühe gab.

    Der eine reagiert elastisch auf sanfte Andeutungen. Der andere hat es gern deutlich nach dem Motto: "bittere Wahrheit ist besser als eine süße Lüge".

    Ich finde, es sollte auch eine gewisse Toleranz gegenüber Kritikern bestehen bleiben. Nur weil eine Kritik nicht meinem eigenen Stil entspricht, ich sie vielleicht als "von oben herab" oder "angeberisch" empfinde, muss sie nicht wertlos sein.
    Manchmal bricht gerade das sehr deutliche Wort die Tür auf und regt zum Nachdenken an. Manchmal verschließt sie eben diese auch.

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    Ihr könnt euch seitenlang darüber wundern, wie doof, verantwortungslos und geizig andere Leute sind, zur richtigen Aufklärung trägt das nicht bei. Auch nicht, hämisch zu verkünden, man hätte nun kein Mitleid mit Besitzern der Vermehrer- Welpen.

    Na ja, der Ton ist schon manchmal hämisch, und klar, es schaukelt sich auf. Sicherlich ist es für beide Seiten besser, sachlich zu bleiben.

    Andererseits ist es auch schwierig, sachlich Aufklärung zu betreiben, wenn schon über Minimalstandards des deutschen TS-Gesetzes gestritten werden muss. Wenn wir nicht mal das als verbindlich ansehen hier im Forum, was wollen wir dann überhaupt noch?

    Als Beispiel dazu, wenn Welpen bereits mit 7,5 Wochen von der Mutter getrennt werden oder noch früher und Kritiker dann als "sabbernde Selbstgerechte" betitelt werden.

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    :xmas2_mrgreen: So ihr Lieben! Ich wünsche euch frohe Weihnachten!! Und falls wir uns nicht vorher lesen: ein frohes neues Jahr!!! Oder so: Счастливого Рождества и веселого Нового года!

    Спасибо, и тебе того же! Все будет отлично! :smile:

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    Nein so meinte ich das nicht, ich wollte damit auch ausdrücken das schlechtes von beiden Seiten gibt! Hier im Ort gibt es auch einen Züchter, der sehr viel Anfragen hat und seine Hunde sehr beliebt sind, ich glaube für einen Labrador 750 Euro und sie ist ständig trächtig also auch eine Gebärmaschine!! Das meine ich!

    Und warum ist das so?
    Weil es genug Kunden gibt, die diese Hunde kaufen.
    Weil es genug Kunden gibt, die sich nicht um die Umstände kümmern.
    Weil es genug Kunden gibt, die sich nicht vorher im Internet schlau machen.
    Weil es genug Kunden gibt, die zwar sehen, dass die Umstände miserabel sind, aber trotzdem kaufen, weil sie dann das Gefühl haben, sie haben den Hund gerettet.

    Und genau da muss die Kritik ansetzen. Dass Käufer mal genau hinsehen, wo sie kaufen. Ich selbst habe nichts gegen echte Ups-Würfe, solange sie upsig bleiben und es nicht etwa fünf Ups-Würfe in ein und demselben Haushalt gibt.

    Eine Gesundheitsgarantie gibt es meiner Meinung nach nicht. Man kann vielleicht Risiken minimieren, aber Garantien gibt es für kein Lebewesen dieser Erde.

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    finde den Zeitungsartikel toll, denn er lässt alle Seiten zu Wort kommen, und verdeutlicht auf sachliche, argumentative Art und Weise, dass viele kluge Hundeleute anderer Auffassung zur Hundeerziehung sind und die begründen das meine Meinung nach sehr gut...
    :gut:

    Ich finde den Artikel auch ganz gelungen.

    Stimme ich Dir zu. Zudem finde ich es auch unmöglich, wenn hier Hunde schlagen = machen Osteuropäer aufgeführt wird. Diese Schubladen braucht doch kein Mensch.

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    So, meine Lieben;
    wir haben kurzfristig einen Termin bei einem ortsansässigen TA bekommen, der Teddy´s Herzchen durchcheckte.
    Jetzt fällt mir ein riesen Stein vom Herzen und mache jetzt ein Fass auf :bia: , ´s Herzerl ist völlig gesund! Das, was Teddy´s anderer TA abgehört hat, hatte tatsächlich mit Megastress zu tun. Das war leider total verkehrt untersucht worden. Wie schon erwähnt, erst abhören, dann Po untersuchen und nicht anders herum. Na gut, jetzt ist es ja ok.
    Der TA meinte auch, das es sich bei diesen seltsamen Geräuschen aller Wahrscheinlichkeit nach um sogenannte Extrasystolen handelte. :laola:

    Na, da hört man es ja förmlich, wie der Stein vom Herzen fällt. Freut mich für Euch. Dann kann Weihnachten ja kommen. :smile: