[quote="Cucina"]
zu 1: Gibt es denn, wenn das Blutbild nicht aussagekräftig ist, eine möglichkeit herrauszufinden ob der Hund ausreichend versorgt ist?
Ein klares NEIN ! Viele Mängel bleiben über eine lange Zeit verborgen, weil der Körper notgedrungen auf seine Reserven zurückgreift. Die Folgen sind meistens nicht mehr rückgängig zu machen, weil der hündische Organismus sich an eine Fehlversorgung dauerhaft nicht anpassen kann. Heranwachsende Organismen sind natürlich viel anfälliger für Mängel, da ein ganz intensiver Aufbau betrieben wird.
Das bedeutet: Blutuntersuchungen sind grundsätzlich nicht geeignet, um einen Nährstoffmangel festzustellen . Vor allem der Blutspiegel von Kalzium und Phosphor ( auf den Barfer sehr großen Wert legen) gibt keine Auskunft über die tatsächliche Situation im Organismus. Er bleibt immer weitgehend konstant. Auch ein Hund, der überhaupt keine oder nur selten eine Kalziumquelle gefüttert bekommt, hat einen normalen Kalziumspiegel im Blut.
zu 2: Wenn nicht nach einer Prozentregel, wie rechnet man denn den Bedarf eines HUndes aus?
Gegenfrage: ernährst DU dich nach Prozenten?
Schau hier mal rein: https://www.dogforum.de/barf-plan-die-…te-t137222.html
Wenn der Hund das zu Energieversorgung braucht, warum steht es dann nicht grundsätzlich auf jedem Plan? 
Wenn es um Hundeernährung geht, kursieren viele Meinungen und Gerüchte. Viele Aussagen sind schlichtweg Unsinn.Wie bei so vielem im Leben, ist immer das Mittelmass genau das Richtige. Die häufige Folge einer kohlenhydratarmen Ernährung wie bei BARF ist ein erhöhter Proteinkonsum. Die Prozentregel ist ein Indiz dafür. Manche Barfer predigen Fleisch bis zum Abwinken. Eine der häufigsten Folgen eines Kohlenhydrat-und Fettmangels ist, dass der Körper bei Bedarf die Proteine in Kohlenhydrate umwandelt. Das führt dazu, dass die Proteine nicht mehr für ihre eigentlichen Funktionen zur Verfügung stehen.
Für Fett gilt also im Prinzip das Gleiche wie für Kohlenhydrate.
Die wichtigste Kernpunkte in der Hundeernährung , die man beachten sollte sind :
1. bedarfsgerechte Proteinversorgung
2. bedarfsgerechte Energieversorgung ( Fett und Getreide) die Verträglichkeit entscheidet!
Am besten nur mittlere Mengen an Fett füttern , um die Verdauungskapazität der Bauchspeicheldrüse nicht einseitig zu überfordern. Zu viel Fett in der Ration führt bei vielen Hunden in eine Sackgasse . Am Ende steht die Pankreatitis. Vor allem ist die Gefahr sehr groß , wenn die Umstellung auf ein fettreiches Futter zu schnell erfolgt.
zu 4: Ich verstehe nicht ganz was du mir damit sagen möchtest? Kräuter und Gemüse füttern ist Sinnlos?
Nur die rohe Fütterung! Oder isst du deinen Blumenkohl roh?
Der Unterschied zwischen Fleischfresser und Pflanzenfresser wird an der Beschaffenheit von Magen und Darm deutlich. Fleischfresser haben kurze Därme, Pflanzenfresser lange. Der Grund dafür ist, dass Fleisch bei einem langen Darm leicht in Fäulnis übergeht.
Bei Pflanzenfressern dagegen muss das Pflanzenmaterial möglichst lange im Darm verbleiben, um es der Darmflora zu ermöglichen, die robusten pflanzlichen Zellwände (Cellulose) knacken bzw. verdauen zu können. Zum knacken sind spezielle Enzyme (Cellulasen)erforderlich, die haben Hunde und Menschen nicht. Gott sei Dank,
weil sonst Salatessen dickmachen könnte. 
Kühe verfügen neben vier Mägen zusätzlich noch über einen zwölf Meter langen Darm. Billinghurst der Erfinder von BARF ist ein australischer Tierarzt, wahrscheinlich hat er mehr Schafe wie Hunde behandelt, anders kann ich mir seine rohe Gemüseempfehlung ( fehlende Anatomiekenntnisse) nicht erklären.