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Samojana, was würdest du denn vorschlagen?
Beim Protein könnte man vielleicht noch was einkürzen wenn man ganz scharf rechnet.
Ich stelle mir bei diesem Konzept immer die Frage, warum eine Lebensmittelauswahl ausgerechnet beim Hund so stark eingeschränkt werden muss. Jedes Extrem in der Ernährung birgt die Gefahr einer Fehlsteuerung?
Es ist und bleibt eine Gratwanderung .
Die Vetmedexperten ( M/Z + Co.) schreiben, das bei einer kohlenhydratarmen/freien Ernährung der Proteinanteil sogar 50 % über den angegebenen Bedarfswerten liegen muss , da mehr Aminosäuren zur Gluconeogenese verbraucht werden.
Eine der häufigsten Folgen eines Kohlenhydratmangels ist der, dass der Körper bei Kohlenhydratbedarf die Proteine in Kohlenhydrate umwandeln muss. Werden zu wenig Proteine zugeführt, wandern sie zuerst als Nahrung ins Gehirn ( schließlich müssen die Gehirnfunktionen aufrechterhalten bleiben) und stehen ergo für ihre eigentlichen Funktionen dem Organismus nicht mehr zur Verfügung.
Das Gehirn hat nämlich auch einen Energiebedarf, der jeden Tag gedeckt werden muss. Es besitzt aber keine großen Energiespeicher, sondern muss im richtigen Moment ( z.B. schnelle Sprints, Aktivitäten) den aktuellen Bedarf an Glucose irgendwie ( Zucker) decken zu können. Und Glukose ist praktisch die einzige Energiequelle, die ein Gehirn akzeptiert.
Natürlich wird bei einer völlig KH-freien Ernährung das Gehirn aus Protein (Glucose) und Fett (Ketonkörper) mitversorgt. Keine Frage. Der Hund fällt bei Verzicht auf KH deshalb nicht gleich tot um.
Das passiert in der Regel ja auch beim Fasten ,ist langfristig gesehen aber immer mit Stress verbunden. Hat was mit dem Cortisolspiegel zu tun,längere Erklärungen dazu , würden zu weit führen.
Dazu kommt, dass Eiweißbausteine in Zucker umzubauen, für die Leber und Nieren auf Dauer sehr belastend ist, und genau deshalb muss die Fettmenge sehr hoch sein, damit Eiweiß nicht zur Energieversorgung herangezogen werden muss.