Chronische Gastriden sind häufig hausgemacht. Säure erzeugt neue Säure. Säurelieferanten sind Nahrungsmittel, die einen Überschuss an sauren Mineralstoffen erzeugen. Dazu zählen Fleisch, Innereien und Knochen.
Ein Hund mit einer überhöhten Magensäureproduktion hat häufig einige Zeit nach dem Fressen schon wieder ein
Verlangen nach Nahrungsnachschub. Das kommt daher, dass er die neue Säureflut im Magen
spürt und ein erneutes Fressen kurzfristig diese Beschwerden lindert. Typisch hierfür ist das Nüchternerbrechen, wenn der Magen mehrere Stunden nichts mehr zu tun hat.
Die Maßnahmen, die deshalb zwangsläufig ergriffen werden müssen, sollten primär das Ziel haben, die Magensäuresekretion zu verringern, damit es nicht zu einer weiteren Schädigung der Magenschleimhaut kommt.
Das bedeutet, dem Hund :
1. nur so viel Protein zu füttern, wie er max. verträgt.
2. das Fleisch sollte hochverdaulich sein
3. aufgeschlossene Kohlenhydrate sollten den Hauptanteil der Ration bilden,
da hier der stimulierende Effekt auf die Magensäuresekretion wesentlich geringer ausfällt.
4. keine zu hohen Fettmengen, da Fett die Magenentleerung verzögert
5. evtl. eine begleitende Magenschutztherapie