Eine Lebererkrankung hat viele Gesichter und die Behauptung . dass eine Leberdiät unbedingt fettarm sein muss, stimmt absolut nicht . Eine Leberdiät sollte in jedem Fall eine hohe Energiedichte ( Fett und Kohlenhydrate) aufweisen und ausreichend Kalorien liefern, damit nicht Protein zur Energiegewinnung herangezogen werden muss.
Eine fettarme Ernährung ist nur bei einer ausgeprägten Cholestase (Gallenabflussstörung) und einer Leberverfettung zweckmässig. In diesem Fall wären stärkehaltige Kohlenhydrate die einzige Alternative , um den Energiebedarf eines Hundes zu decken.
Eine Reduzierung des Proteinanteils ist immer abhängig vom Krankheitsstadium der Leber. Sind die Laborwerte
wie Gesamteiweiß und Albumin unauffällig, sollte der Proteingehalt möglichst nah am empfohlenen Bedarf liegen
( wobei hier nicht die prozentualen Barfempfehlungen gemeint sind).
90 Gramm Fleisch und etwas Gemüse ist daher ein recht zweifelhafte unausgewogene Leberdiät und der Gesundheit eines kranken Hundes nicht gerade förderlich.