Beiträge von Samojana

    Zitat

    . Karoffeln werden auch lange gekocht und Flocken püriere ich anschliessend auch noch zusätzlich.[/b]

    [/quote]


    Eine gestörte Stärkeverdauung kann auch dadurch entstehen ,wenn kohlenhydrathaltige Speisen eingefroren , aufgetaut und wieder aufgewärmt werden. Bei Kartoffeln reicht schon ein Erkalten .
    Dadurch entsteht sogenannte resistente Stärke. Das bedeutet, dass Kohlenhydrate trotz ausreichender Enzymausstattung nicht mehr verdaut werden können.

    Nur an wenigen Nahrungsbestandteilen scheitert der Dünndarm des Hundes: Das sind u.a. Pflanzenfasern (Cellulose) und resistente Stärke.
    Zitat:
    Frisch gekochte Kartoffelstärke ist dagegen gut verdaulich, beginnt jedoch während des Abkühlens oder der Trocknung erneut zu kristallisieren.
    Verdauungsstudien in vitro und beim Menschen haben gezeigt, dass bis zu 13 % der rekristallisierten Kartoffelstärke von der Amylase der Bauchspeicheldrüse (Amylasen sind stärkeabbauende Enzyme) nicht verdaut werden kann und deshalb im Dickdarm fermentiert wird.

    Die unverdaute Stärke kommt in den Dickdarm und die Mikrobakterien im Dickdarm teilen sich, um doch für eine Verdauung der Nahrung zu sorgen. Beim Teilen der Bakterien setzen sich Giftstoffe frei, die für eine Störung im Fermentationsprozess sorgen können.

    Zitat

    Heute hat mir jemand gesagt das die grampositiven Bakterien, die in Bennys Darmflora ja zur Zeit nicht vorhanden sind, auch mit der Verdauung von KH zu tun haben.

    Bei einer Darmfehlbesiedlung ( Dysbiose) ist es so, das einige Bakterien oder andere Mikroorganismen Hemmstoffe gegen Verdauungsenzyme bilden. Auf diese Weise kann z.B. eine sekundäre Laktoseintoleranz entstehen, wenn sich im Dünndarm Mikroorganismen befinden, die z.B. das Enzym Laktase hemmen. D.h. der Hund verträgt auf einmal keine Milchprodukte mehr.

    Deshalb würde ich einen Stärkenachweis im Kot aufgrund eines Amylasemangels erst einmal nicht überbewerten. Eine Stärkeunverträglichkeit entsteht auch, wenn die Kohlenhydrate für den Hund nicht richtig aufgespalten sind. Der Mensch verfügt über zwei Amylasequellen die Kohlenhydrate spalten:: Speichel und Pankreas
    Deshalb heißt es bei uns auch: gut gekaut , ist halbverdaut!
    Hunde produzieren das Enzym Amylase nur in der Bauchspeicheldrüse; die Kohlenhydratverdauung findet ausschließlich im Dünndarm ( nicht im Dickdarm !!) des Hundes statt und beginnt nicht, wie beim Menschen, bereits im Mund - das ist der wesentliche Unterschied.

    Deshalb sollten stärkehaltige KH für den Hund grundsätzlich immer gut aufgeschlossen und leicht verdaulich sein . Auf die optimale Zubereitung habe ich deshalb schon mehrmals hingewiesen. Das Aufbrechen der Stärkeketten macht Kohlenhydrate erst für eine Enzymreaktion zugänglich. Während bei einem mangelhaften Stärkeaufschluss unverdaute Stärke in den Dickdarm gelangt und zu einer chronischen Störung der Darmflora führen kann.

    @ Malika

    das Myrrhinil nicht die von dir erhoffte Wirkung erzielt hat, muss nicht zwingend mit einer Unverträglichkeit zusammenhängen. Du hast ja während dieser Gabe normal weitergefüttert, vielleicht war das der Fehler.
    In den meisten Fällen wird zusätzlich empfohlen den Hund für einen Tag fasten zu lassen oder sehr darmschonend zu füttern , damit sich der gestresste Darm beruhigen kann.

    Zitat

    Müsste man nicht eigentlich jetzt wieder eine Darmsanierung machen, wo er doch nun mal wieder seine komplette Darmschleimhaut hinten rausgehaun hat?

    ich würde in dieser Phase über mehrere Tage Myrrhinil geben. Myrrhinil bindet Schadstoffe im Darm.
    Die letzte Kotuntersuchung war doch unauffällig. Keine schlechten Bakterien im Darm.

    Zitat


    Eine schwammige Formulierung die Du hier benutzt, denn laut Hersteller zur "Pseudobedarfsdeckung", aber nicht zur Konservierung.

    Genau das hat schon seinen Grund.
    Leinöl und Lachsöl ( mehrfach ungesättigte Fettsäuren) haben von Natur aus eine negative Vitamin E Bilanz.
    Kannst ja mal selber googeln, was das bedeutet.