Zitat
Samojana hat ja auch einen Senior. Vielleicht kann sie dir noch ein paar Tipps geben.
Die Proteinqualität ganz besonders für Hundesenioren sollte möglichst hoch und leichtverdaulich sein.
Bindegewebsreiche Proteine ( z.B. undefinierbare Fleisch-Mixe aus diversen Futtershops, Pansen etc.) sind deshalb tabu. Das gilt auch für einige Dosenfuttermarken.
Justus bekommt z.Zt.. sehr oft Fisch, Fisch hat einen sehr geringen Bindegewebsanteil, das macht sein Eiweiß besonders leicht verdaulich.
Auch Eier ( Rühreier) sind ein großartiger Lieferant von Protein und werden von den meisten Hunden gut vertragen. 2-3 x die Woche. Hartgekochte Eier sind schwer verdaulich, deshalb Rührei.
Ein Ei enthält alle Vitamine ( ausser Vitamin C) sowie eine ganze Reihe von Mineralstoffen. Das schafft kein anderes Lebensmittel.
Im Eidotter steckt Lecithin, das schützt die Leber und die Dickdarmschleimhaut.
Als Vitamin A Quelle: Bio-Hühnerleber, die ist wesentlich zarter und deshalb leichter verdaulich als Leber vom Rind.
In der Pfanne 2 Minuten zu lange gebraten, kann die manchmal schon recht zäh werden.
Abgesehen davon hat ein Huhn eine wesentlich kürzere Lebenszeit, d.h. es reichern sich nicht so viele Schadstoffe wie z.B. in der Rinderleber an.
Ausser Basmatireis, Buchweizengrütze verwende ich noch diese Kohlenhydratquellen. Die milchfreien Getreidebreie
( Hafer,Hirse,4Korn) von Alnatura, die super verdaulich und ausserdem noch schnell zubereitet sind.
http://www.alnatura.de/de/alnatura-ba…d-getreidebreie
Ich füttere nach diesem Vorbild:
Beim älter werdenden Hund lässt sehr häufig die Fähigkeit nach, das in Form von Fleisch aufgenommene Eiweiss bis zur letzten Stufe abzubauen. Die letzte Stufe ist Harnstoff, der leicht die Nieren passiert. Die vorletzte jedoch ist die Harnsäure, die die Nieren schwer passiert, und auf dieser Stufe bleibt der durch das Alter oder andere Ursachen geschädigte Eiweiss-Abbau stehen. Diese Harnsäure wird dann in der Muskulatur und anderen Organen abgelagert und kann zu Folgekrankheiten führen. Zunächst, für jeden sichtbar, findet die Ablagerung in der Lendenmuskulatur mit Schwellung der befallenen Partie und Schmerzhaftigkeit bei leichtem Druck statt. Diese Tiere setzen sich dann sofort nieder, wenn man sie an diesen Stellen leicht drückt, springen lange nicht mehr so froh und unbeschwert, und auch das Treppenlaufen ist ihnen zuwider (harnsaure Diathese).
Deswegen ist die Reduzierung des Fleischanteils in dieser Phase immer lebensverlängernd. Man kann in jedem Falle den Eiweissanteil ergänzen durch Hinzunahme von Milchprodukten (Eiweiss vom lebenden Tier), die ebenso nährend, aber besser verträglich und leichter verdaulich sind wie zum Beispiel Magerquark oder Joghurt. Auch Eier gehören hierher.
http://www.biohund.ch/frameset/index…7%26Prog%3Dp937
Joghurt, ( lecker Schafsjoghurt) Hüttenkäse und Quark als Zusatz eignen sich deshalb hervorragend, eine fleischreduzierte Kost aufzuwerten.
Es geht dabei nicht um die Quantität ,sondern um die Qualität beim Fleisch. Ich füttere deshalb lieber weniger, aber dafür hochwertiges Fleisch.