ZitatIch habe gerade eine leichte Kochkrise. Leicht bedingt durch "Energie aus Protein ziehen, macht Hund unter Umständen krank".
Für micht steht fest: eine optimale Ration für einen erwachsenen gesunden Hund setzt sich zusammen aus:
ca. 50% hochwertigem Fleisch , Fette und Kohlenhydrate dem Energiebedarf entsprechend angepasst.
Jeder Hund hat einen anderen Bedarf. Eine allgemein gültige Regel dafür gibt es nicht.
Man sollte also immer danach schauen, wie sich das Gewicht verändert und dementsprechend die Energiezufuhr über eine Kohlenhydrat- und Fettzufuhr angleichen.
Bei Barf war es besonders in den Anfängen üblich, bei einer Gewichtsabnahme ausschließlich die Fleischmenge nach oben zu schrauben, weil die Energieversorgung kein Thema war.
Daran erkennt man heute, dass den Erfindern und Befürwortern dieser Ernährung , das erforderliche fachliche Grundlagenwissen vollständig fehlt.
Hunde sind keine strikten Fleischfresser wie Wölfe oder Katzen. Diese Spezies sind obligate Fleischfresser
( Beutefresser)und brauchen deshalb auch einen hohen Anteil an frischen tierischen Proteinen. Eine Ernährung a la Wolf ist für eine Katze gesund. Für Hunde nicht.
Eine strikte Fleischfresser-Ernährung beinhaltet die Aufnahme einer Ration mit hohem Protein-, mäßigem Fett- und niedrigem Kohlenhydratgehalt, der Zusammensetzung von Beutetieren folgend. Die Kombination proteinreich, fettarm und kohlenhydratarm kann für den Hund mehr als gesundheitsschädlich sein. Diese Ernährung führt über kurz oder lang schlimmstenfalls zu einer Proteinvergiftung.
Bei einer extrem fleischlastigen Ernährung, in der Protein als Energielieferant verstoffwechselt wird, ist das Risiko für Hunde mit einer eingeschränkten Nierenfunktion sehr hoch.Bei den meisten Hunden bleibt dieses Risiko über die ersten Jahre unerkannt " übrigens die zweithäufigste Todesursache nach aktuellen Studien " denn die Blutwerte zeigen erst ein Problem auf , wenn bereits 2/3 der Niere zerstört sind.
Die bisher übliche Praxis bei der Beurteilung von Kreatinin-Werten hat gezeigt, dass es hier zu fatalen diagnostischen Fehleinschätzungen führen kann.
siehe Link: Kreatinin erkennt nur jeden 2. nierenkranken Hund
http://www.alomed.de/rundschreiben40.pdf
Beim Menschen wird eine Proteinvergiftung, die nur mageres Fleisch enthält
folgendermaßen beschrieben:
Der einseitige Verzehr von magerem Fleisch, wie ist lebensgefährlich,
denn er führt zur so genannten Kaninchenauszehrung („rabbit starvation”).
Die Krankheit verdankt ihren Namen einem Phänomen, das viele Forschungsreisende
am eigenen Leibe erfahren haben und nicht wenige mit dem Leben bezahlen mussten.
Man ißt in den ersten Tagen Woche drei- oder viermal Fleisch wie zu Anfang der Woche.
Um diese Zeit treten dann auch sowohl Hungersymptome wie ersten Anzeichen einer Proteinvergiftung auf.
Die Symptome bestehen aus Durchfall, Kopfschmerzen, Müdigkeit, tiefem Blutdruck, niedrigem Puls sowie vagem Unwohlsein. Hinzu kommt ein Hungergefühl, das nur durch Aufnahme von Fett oder Kohlenhydraten zu sättigen ist
http://de.wikipedia.org/wiki/Kaninchenhunger
beim Hund kam es zu diesen Folgen:
http://dubarfst.eu/forum/board1-d…e-durch-barfen/
Am Polarkreis war und ist Nahrungsfett lebensnotwendig. Robbenfleisch ist ein sehr mageres Fleisch und deshalb bekommen dort die Schlittenhunde Pemmikan , damit sie ein langes und gesundes Hundeleben vor sich haben und nicht nicht o.g. Schicksal erleiden müssen. Pemmikan ist eine Nahrungsergänzung mit einem sehr hohen Fettgehalt.
http://www.hund-und-freizeit.com/hundefutter/kronch-pemmikan.html
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