Beiträge von Samojana

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    Zu Punkt 1: der Hund hat sich in der Gemeinschaft mit dem Menschen zum Omnivoren entwickelt.
    Der Begriff Fleischfresser passt auch nicht. Der Wolf ist ein Beutefresser.
    Im natürlichen Lebensraum kommen weder Gemüse bzw. gewolfte Fleischabfälle vollgestopft mit AB aus der Massentierhaltung vor - und kaum jemand wird in der Lage sein, seinen Lieblingen rund um die Uhr Lebendfutter aus der freien Natur reichen zu können. :D

    Zu Punkt 2 habe ich eine Frage:
    Wie isst du denn deine Kohlenhydrate? Du würdest auch enorme gesundheitliche Probleme bekommen, wenn du rohes Getreide essen würdest. Genau deshalb backen wir unser Brot und Kochen die stärkehaltigen Nahrungsmittel, um die Verdaulichkeit zu gewährleisten.

    Barf argumentiert nur aus Sicht der anatomischen Perspektive.
    Dem identischen Verdauungstrakt der Wölfe und Hunde.
    Auch wir Menschen haben den gleichen Verdauungstrakt. Und trotzdem ernähren wir uns nicht alle wie unsere Vorfahren aus der Steinzeit.
    Denn Anatomie bedeutet nicht, das die Verdauungsfunktion bei jedem Lebewesen gleich funktioniert.
    Aber im Fall von Hunden , wird genau das Gegenteil behauptet.

    Die Argumente, dass Hunde aufgrund ihrer Abstammung vom Wolf eine Ernährung wie Barf benötigen, ist gespickt mit Fehlern und Irrtümern . Wer das behauptet, ignoriert die Auswirkungen von Zehntausenden von Jahren der Domestikation und dem Zusammenleben mit Menschen .
    BARF Befürworter haben absolut keinen Mangel an Meinungen und Anekdoten, um die Vorteile dieser Ernährung zu demonstrieren, aber sie können keine Fakten liefern, die ihre zwielichtigeTheorie bestätigt.

    Hunde haben in allen Erdteilen dieser Welt mit den Menschen gelebt und sich im Laufe der Generationen genetisch zu den unterschiedlichsten Stoffwechseltypen entwickelt. Wird dann der Stoffwechsel noch zusätzlich durch eine Mutation des Erbguts ( Züchtung, Selektion) gestört, müssen die Empfehlungen erst recht individuell gestaltet werden
    Es gibt daher keine universielle Ernährungsform, die für jeden Hund geeignet ist.

    Die Hunde am Nordpol wurden genau wie ihre Besitzer ,die Eskimos, fett-und eiweißreich ernährt.
    In anderen Ländern stand proteinarmes und kohlenhydratlastiges Futter auf der Tagesordnung.

    In den Foren und 0-8-15 Lektüren wird sogar behauptet, dass es Studien gibt, die belegen, wonach zuviel Protein Hunde nicht nierenkrank macht. Natürlich gibt es diese Studien . Diese Hunde wurden aber nicht mit Fleisch gemästet, sondern mit hochproteinreichem, phosphorarmen, harnsäurefreien Caseinpulver oder Sojaprotein gefüttert . Da werden - mal wieder - Äpfel mit Birnen verglichen.

    Eine fleischlastige Ernährung führt in vielen Fällen dazu, dass diese Unmengen an Phosphor und Purinen von den Nieren und der Leber nicht mehr verabeitet werden können. Die Blutwerte dieser Studie bestätigen das.Die Niere wird bei weiterer Fütterung kaputt gehen, diese Hunde stehen im Anfangsstadium bzw. sogar mitten in einer CNI. Und das haben allein die Besitzer zu verantworten.

    Das Thema Energieversorgung kommt bei Barf zu viel kurz. Ich lese immer nur ordentlich FETT ins Futter.

    Einige Hunde tolerieren eine „vermehrte Fettzufuhr“ . Andere Hunde können das nicht . Für alle Hunde hat die Autorin speziell bei EPI nur eine einzige Antwort parat: nur keine stärkehaltigen Kohlenhydrate!

    Wo die Energie bei so einer Ration herkommen soll, bleibt ein einziges großes Fragezeichen.
    Beispielhaft für dieses geistige ( Barf) Nullkonzept ist auch der Satz, dass die Enzyme zur Verdauung aus der Nahrung stammen und gekochte Nahrung praktisch enzymfrei ist.
    Um welche Enzyme es sich dabei handeln soll wird nicht erklärt, weil es niemand weiß.
    Es gibt zig Studien und speziell Erkenntnisse in der Praxis, das vieles von dem widerlegt, was von diesen geschäftstüchtigen Autoren ohne Sachverstand verbreitet wird.

    Kurzfristige Erfolge in der Hundeernährung sind nicht entscheidend, abgerechnet wird immer zum Schluss. Bei erwachsenen Hunden erst nach ein paar Jahren .Bei Junghunden, sieht man die Fehler spätestens im Erwachsenenalter.

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    Ghee ist leider auch aus dem Rennen. Die Reaktion ist schwach (Ohr wird "nur" rot), aber nun mal vorhanden...

    Wir brauchen Fett! :/

    das ist ja echt blöd. Die Auswahl an tierischen Fetten ist im Vergleich zu der pflanzlichen Fettauswahl echt bescheiden.
    Das wäre: Butterschmalz, Geflügelfett, Schweineschmalz, Rindertalg, Pferdefett


    Bleiben nur noch die pflanzlichen Fette bzw. eine Mischung als Alternative übrig.
    Hat es einen besonderen Grund, warum du Zinkorotat nimmst? Um welches Produkt handelt es sich?
    Zinkorotat Pos?

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    Apfelessig hat eine lange Tradition als Stoffwechsel förderndes & Kreislauf anregendes Hausmittel. Er ist - wie der Apfel selbst - reich an Kalium und liefert zudem Phosphor, Natrium, Kalzium, Eisen und Spurenelemente.

    aber nur, wenn der Hund eine ganze Flasche auf EX aussäuft. :D
    Zwar sind im Apfelessig auch alle Stoffe enthalten, jedoch in wesentlich geringeren Mengen als in einem Apfel oder in einem Glas Apfelsaft.

    Die Heilwirkung des Essigs ist woanders zu suchen.
    Essigsäure fördert die Verdauung. Fette werden leichter abgebaut und Proteine besser verwertet.
    Die Enzymausschüttung der Bauchspeicheldrüse wird angeregt.

    Essigsäure kann den Säure-Basen-Haushalt regulieren, wirkt keimtötend, antibakteriell und vernichtet Fäulnis-Bakterien im Darm. Sie sorgt für ein leicht saures Milieu, in dem Krankheitserreger nicht lange überleben können.

    http://www.schwaebische.de/home_artikel,-…id,1332961.html

    Die organischen Säuren können ein saures Milieu im Dünndarm schaffen, wodurch sich die Mineralstoffaufnahme
    verbessert. Es ist auch allgemein bekannt, dass Essig Kalk auflöst.
    Die Calciumverbindungen, aus denen Kalk besteht, werden von der Essigsäure aufgespalten, und der Kalk zerfällt.

    Ich rühre deshalb Eierschalenpulver immer mit etwas Apfelessig an und lasse die Mischung einige Minuten stehen.

    Die Säure im Essig greift die Eierschale an. Die Eierschale besteht aus Kalk und Kalk kann vom sauren Essig aufgelöst werden. Beim Auflösen entstehen viele Gasbläschen (Kohlendioxid). Die Bläschen zeigen die beginnende Auflösung an. In dieser Form ist die Calciumergänzung praktisch schon vorverdaut und vergleichbar mit Calciumcitrat.

    Zitat

    Jetzt würde ich ja gerne wissen, bei welcher Fütterung grundsätzlich kein Wert erhöht ist, sich also alles im grünen Bereich befindet, bzw (da ich ja kaum glaube, dass es DIE Fütterung schlechthin gibt), welche Werte bei den anderen Futtergruppen erhöht waren.

    Fakt ist doch, das die Domestizierung des Wolfes zum Hund nicht durch moderne BARF Konzepte erfolgt ist.


    Zitat Studie

    Während eine detailliertere Analyse noch aussteht, zeigen diese Resultate bereits, dass Hunde die mit Rohfutter ernährt werden (natürliche Karnivore) höhere Hämatokrit und Harnstoff Werte haben als Hunde die mit auf getreide-basiertem Fertigfutter ernährt werden (obligate Omnivore).

    Hämatokriterhöhung steht für dickes Blut. Dadurch verschlechtern sich die Blutfließeigenschaften mit allen daraus resultierenden negativen Folgen. Harnstoff und Kreatinin sind Nierenparameter.

    Zitat

    @ Samojana:

    Was bedeutet denn in dem Zusammenhang wohl: "längere Zeit"?

    ich schätze max. 5 Jahre.
    Es kommt auch auf die Rasse an. Das Labor Antech Diagnostics hat in einer Barf-Studie auf Blutbildveränderungen hingewiesen, nicht wissend, was das eigentlich langfristig bedeutet.
    Höheren Hämatokrit Wert , erhöhten Harnstoff Wert und erhöhtes Serum Kreatininin in allen Rohfuttergruppen.