Beiträge von Manja

    Hallo,
    unsere Nala kommt aus Spanien und wir haben sie seit Juni 2011. Sie wurde als extreme Angsthündin vermittelt. Sie rannte vor einer blubbernden Kaffeemaschine weg und auch sonst war sie mit all den neuen Eindrücken sehr überfordert. Nach nur einem Jahr war sie wie ausgewechselt und heute würde keiner mehr vermuten, dass sie Mal eine Angsthündin war. Sie kommt sogar mit unserer kleinen Tochter klar bzw. bahnt sich hier gerade so etwas wie eine echte Freundschaft an (okay solche typischen "Kind liegt auf Hund"-Fotos eher nicht ;-)).
    Außer zu Silvester ist sie sehr selbstbewusst ;-). Menschen gegenüber etwas scheu, aber noch voll im normalen Bereich.
    wie wir das geschafft haben? Wir haben sie in keinster Weise bedrängt, ihr immer ihre Rückzugsorte gelassen, uns mit ihr beschäftigt und das wars.
    Herausgekommen ist ein Traumhund :-). Spannend an Tierheimhunden oder Hunden aus dem Auslandstierschutz finde ich immer die Entwicklung. ich bin mit Tierheimhunden groß geworden und kein einziger war nach einem Jahr so, wie er eingangs vom Tierheim beschrieben wurde. Sobald sich ein Tier sicher bei einem fühlt, taut es auf und wird selbstsicher.


    lG Manja

    Hi Foris,


    meine Spanierin war trotz ihrer positiv getesteten Babesiose und Ehrlichiose bisher immer fit wie ein Turnschuh. Da niemand sagen kann, ob diese Krankheiten noch in ihr schlummern oder bereits in ihrem früheren Leben in Spanien ausgebrochen und durchstanden sind und deshalb die Titerwerte so hoch sind, habe ich bisher keine Chemie an Sie herangelassen und von Anfang an gebarft. Irgendwann vor zwei Jahren ging es los, die Haut an der Nase wurde hell, mal dunkel, dann krustig und platzte plötzlich auf, eine kleine blutende Wunde, die sich bis heute kaum geschlossen hat. Wenn ich täglich mit Propolissalbe, Koll. Silber o.ä. eincreme/ abtupfe geht es, aber wenn ich es einmal vergesse ists gleich wieder da. Bin darauf zum TA, der gerne eine Biopsie gemacht hätte, was ich aber nicht wollte, da sie dann erneut eine offene Wunde an der Nase gehabt hätte. Also ließ ich via Ausschlussverfahren auf Pilze/ Bakterien testen und da war nix zu finden, hab wie doof recherchiert und bin dann auf o.g. Diagnose gestoßen, denke bzw. bin mir sicher, dass es nur das sein kann.


    Bei Autoimmunerkrankungen sagt man ja, dass man nichts tun sollte, was das Immunsystem zusätzlich belasten könnte (und natürlich auch stärken), daher und natürlich auch wegen ihrer "Reisekrankheiten hab ich sie seit Ankunft (2011) nie geimpft oder mit einer Wurmkur belastet.
    Ich Doofi hab ihr dann aber doch vor 2-3 Monaten erstmalig eine Wurmkur gegeben, weil wir ein kleines Kind im Haus haben. Seit einiger Zeit hat sie nun dermaßen heftige Blähungen, das ist echt nicht mehr ertragbar und ich denke schon, dass sie auch Bauchweh hat, auch wenn ich dies bei ihr nicht einschätzen kann (kann man das überhaupt?). Ich gehe davon aus, dass die Wurmkur ihren Darmhaushalt komplett durcheinandergewirbelt hat und die Darmflora nun im A.... ist. Gebe ihr seit 2 Tagen gekochtes Hühnchen mit Reis und abends immer eine Handvoll Sensitiv Trofu (Reh&Süßkartoffel) und die Blähungen sind weg. Morgen müsste Symbiopet per Post ankommen, das würde ich ihr noch zusätzlich geben.


    Lange Rede kurzer Sinn: Ich frage mich nun, ob ich sie nun immer mit Hühnchen bekochen kann/ muss oder nicht (roh rührt Sie Huhn nicht an). Ist auf Dauer zu einseitig oder?


    Daher hab ich mir folgenden Plan ausgedacht: könnte sie, sofern sie es verträgt bis an ihr Lebensende wie folgt ernährt werden? Oder fehlt irgendwas an Nährstoffen?


    Nalas Wochenplan (30kg)


    Abends jeweils eine Ration Trockenfutter


    Barf immer mit 1EL Raps-Öl + EL Bierhefe


    Das Fleisch ist ausschließlich in Bioland-Qualität.

    • MO 300g Hühnchen + Reis und Möhren
    • DI 300g Pansen vom Rind + Reis
    • MI 300g Hühnchen + Nudeln und Möhren
    • DO 300g Blättermagen vom Rind + Reis
    • FR 300g Hühnerhälse
    • SA 400g Blättermagen+Pansen und Haferkleie
    • SO 500g Reis oder Nudeln mit Hühnerbrühe


    Mit Blättermagen und Pansen kann man eigentlich nix verkehrt machen, oder?


    Bin gespannt auf Eure Rückmeldungen.


    Vielen Dank und Grüße


    Manja

    Zitat

    Wolltet ihr irgendeinen Dobermann aus dem TS oder hattet ihr schon einen bestimmten im Auge? Ich überlege gerade, ob die Situation mit einem intakten Rüden einfacher wäre. Da Nala ja schon kastriert ist, hättet ihr zumindest keine Sorgen wegen unerwünschtem Nachwuchs. Ist zwar schwieriger, einen unkastrierten Hund aus dem TS zu bekommen, aber ja auch nicht unmöglich.


    Wir wollten auf jeden Fall einen Dobi aus dem Tierschutz und haben da auch schon einen im Auge, der kastriert ist :-(. Wer weiß, ein bisserl Luft bze. Zeit haben wir ja noch, muss ja nicht auf Zwang passieren, jedoch wäre es besser wenn sich beide vorher kennen lernen, Ungarn o.ä. ist da etwas weit.

    Zitat

    So sollte das aber nicht laufen... du bist Chef. Du bestimmst wer auf dem Grundstück ist und wer nicht.


    Sehe ich genauso und habe ihr das auch vermittelt. Sie stellt die Rangfolge bei uns ansonsten überhaupt nicht in Frage und sie weiß, dass wir Menschen die Chefs sind. Sie testet auch nicht aus oder so. Aber fremde Hunde auf ihrem Grundstück, und dann noch kastriert, das passt ihr nicht. Bei fremden Menschen ist sie mittlerweile entspannter ... Soll heißen, es geht tatsächlich "nur" um die eingangs beschriebene Situation ...


    Zitat

    Nala den "Türblick" zu nehmen (ich gehe davon aus, dass sie freie Sicht auf "kommende Besucher" hat)


    Im Garten etwas schwer umsetzbar, da sehr groß.


    Zitat

    Futter- und Saufnäpfe vom Grundstück wegräumen


    Warum?


    Zitat

    Treffen mit dem dem neuen Kumpel auf neutralem Boden (Sympathie abklären)


    Hatten wir gemacht, Sympathie außerhalb des Grundstücks war nicht so berauschend ... haben sich kurz beschnuppert, angezickt und dann ignoriert.


    Zitat

    ggf. "Splitting" (du leitest!)


    Meinst Du beide Hunde bei mir an der Leine?


    Zitat

    Du gehst voran auf das Grundstück... ggf. Punkt 4 und dann...- beide loben!


    Das ist zum Beispiel so eine Sache, an die ich nie gedacht habe, also wer als erstes das Grundstück oder das Haus betritt. Gerade bei Territorialaggression aber wichtig ... werde ich ab sofort machen ...


    Schöne Grüße


    Manja

    Na bei meiner war das noch etwas krasser, da sie damals zu Übersprungshandlungen neigte und dann aus Frust und aufgestauter Energie schon Mal aus Versehen in mein Bein biss ... (haben wir aber nach einem Jahr hinbekommen)


    Ich persönlich habe alles Mögliche probiert (außer Hundecoach, konnte ich mir als Studi nicht leisten) und am Ende ist sie auch entspannter geworden, wobei die Angst fremden Hunden gegenüber geblieben ist, sie aber vorher nun deutlich sichtbar andere Hunde warnte, was für mich ok war. Sie freundete sich auch mit jedem Hund an, man musste ihr nur ein paar Minuten Zeit geben (was auf der Straße manchmal schwierig ist ;-)).


    Geschafft hab ich das letztendlich mit Geduld und Ignorieren ihrer Angst, d.h. ich bin mit ihr so gelaufen als wäre sie der netteste Hund der Welt ... wenn sie dann Stress machte wegen anderer Hunde, habe ich schlichtweg Unterordnung gemacht, also Bei Fuß mit Richtungswechsel und so ... andere lenken mit Spielzeug oder Leckerlis ab, also immer wenn ein großer Hund kommt gibt es Spielzeug oder Leckerli ... das musst du aber hinkriegen BEVOR sie Stress macht ... bei meiner gings damals nicht, da sie einfach zu angespannt war, um auf Spielzeug oder Leckerli zu reagieren ... jeder Hund tickt halt anders...

    Ich nehme seit 2 Jahren für mein Hündin Kokosöl (Feeprotect, wobei mit Sicherheit auch "nur" markenfreies Kokosöl geht). Damit reibe ich ihr Fell ein und seitdem hat sie keine Zecken mehr bzw. krabbeln diese nur manchmal auf ihr rum ....

    Dein Hund hat einfach Mal seine schlechten Erfahrungen mit den großen Hunden abgespeichert, man könnte auch traumatische Erfahrung dazu sagen. Und bevor er wieder von ihnen angegriffen wird, warnt und zickt er schon Mal vorsorglich, er generalisiert sozusagen auf alle großen Hunde. Du kannst Dich zwar zukünftig immer dazwischen stellen, aber damit löst Du das Problem nicht.


    Was er jetzt braucht sind durchgängig positive Erfahrungen mit kontinuierlich unterschiedlichen großen Hunden. Die hast Du aber meist nur auf dem Hundeplatz. Hier würde ich mir einen guten suchen und an der Gruppenarbeit teilnehmen.
    Die Wahrscheinlichkeit ist aber groß, dass Dein Hund das natürlich irgendwann schnallt wenn er alle Hunde dort kennt und dann wieder friedlich ist, aber auf der Straße, also im Alltag trotzdem noch so tickt ... so war das bei meiner Dobidame damals ... da würde dann nur noch ein Hundetrainer helfen, der das Gleiche mit Deinem Hund auf der Straße übt ... teure aber hilfreiche Sache ;-).


    LG MAnja

    Bei einem Hund mit Allergien würde ich immer Barfen empfehlen. Bezahle für meine Spanierin (30kg) im Monat immer zwischen 35-40€.


    Ansonsten gibt es auch von Bosch günstiges und getreidefreies Futter. Meistens ist dann statt Getreide Reis oder Kartoffel drin, da gibt es eine ziemlich große Auswahl, einfach Mal bei dengroßen Onlinehändlern informieren.