Beiträge von BonnyRudi

    Zitat


    Ich habe schon einge Male miterlebt, wie Besitzer von sehr aufdringlichen Hunden - die wirklich nur spielen wollten - sehr erstaunt waren, wenn mal ein Hund Wert auf seine Individualdistanz legt und dann doch mal eine Ansage macht.


    Das haben wir neulich auch erlebt; und ich muss zugeben, ich war im ersten Moment schon ziemlich erschrocken, obwohl ich es habe kommen sehen. Folgende Situation:
    Unser kleiner 15 Monate alter Mix ist sehr wuselig und versucht schonmal, bei fremden Mädels aufzusteigen. Manche machen halt nix, aber diese gestandene Hündin wollte das nicht dulden. Rumfahren und mit gebleckten Lefzen über unserem stehen war eins, vollkommen lautlos übrigens. Unserer lag so schnell auf dem Rücken, so schnell konnte man nicht gucken! Der alte Rüde, der zu der Hündin gehört und unsere gestandene Hündin haben die beiden nicht beachtet.
    Wir und der Besi der Hündin sind dann ein Stück weggegangen und gut wars. Unserer hat wieder was gelernt und es ist ihm nichts! passiert. Anschliessend ist er SEHR respektvoll mit ihr umgegangen und für sie war es dann in Ordnung.


    Wir haben uns vorher aber auch mit dem Besitzer verständigt, dass es o.k. ist, sie zusammen zu lassen, und sie waren alle 4 nicht an der Leine.
    Unsere Hündin fühlt sich trotz guter Sozialisation an der Leine unwohl, wenn fremde Hunde Kontakt aufnehmen wollen und kann dann schonmal zicken. Daher dulde ich das nicht mehr. Dem kleinen ist es egal, aber schon alleine wegen dem Leinensalat will ich das nicht.


    Trotzdem ich mit unseren beiden schon lange in der Hunderunde mitlaufen, sie sehr gut sozialisiert sind, kann man immer noch manchmal einen gehörigen Schreck bekommen, so schnell geht das bei Hunden mit der Kommunikation... :D

    [quote="Britta2003"]
    Dass was die Themenstarterin jedoch schrieb, hat in meinen Augen nichts mit Wilderei zu tun.
    Wildern bedeutet für mich bewusstes Aufspüren, hetzen, packen und in Folge töten.
    Das hat der 6-Monate alte Hund aber nicht getan.
    Ihm ist, wie auch immer, das sogenannte "Täubchen" ins Maul geflogen...und in Folge spulte sich das angeborene Verhaltensmuster ab.
    Obwohl nur fast, denn der Hund hat bereitwillig seine Beute hergegeben, und das sollte man ganz hoch loben.


    Es ist ein absoluter Vertrauensbeweis, das der Hund in diesem Fall gegenüber seinem Frauchen zeigte, denn Beute wird nur ungern bis gar nicht geteilt...je nach Erziehungsfortschritt.
    quote]


    Genau das wollte ich auch mit meinem Posting zum Ausdruck bringen. Und mit "weitermachen wie bisher" meinte ich, dass die Themenstarterin ja schon seit längerem mit der Schleppleine u.a. das herankommen übt, um auch in Zukunft ihren Hund unter Kontrolle halten zu können.


    Und ja, auch wir haben hier solche "Kamikaze"-Hasen, die erst auf Hund zulaufen und kurz vorher die Biege machen. Da erwarte ich dann auch von meinem Hund, dass er bei mir bleibt und sich nicht verleiten lässt, denn DAS wäre für mich jagen, nicht der "Zufallsfund" der Hündin der Themenstarterin!

    Jetzt habe ich mir alle Antworten hier durchgelesen und möchte mal meinen "Senf" dazugeben.
    Der Hund ist 6 Monate! und quasi über das Kaninchen gestolpert. Den Reflex, dann zuzupacken, kann man wohl nicht wegerziehen o.ä., weder mit AJT noch mit sonst etwas. Das einzige, was man antrainieren kann, ist das auslassen, und das hat er doch auch gemacht. Und mehr noch, er ist danach sofort zu seinem Frauchen gelaufen. Was will man mehr?
    Ich kenne kaum einen Hund in meiner Nachbarschaft, der wirklich losgelassen hätte, und noch viel weniger, die dann ihre "Beute" im Stich gelassen hätten und zum Frauchen gekommen wären.
    Noch einmal: der Hund ist 6 Monate und schon so gut erzogen wie viele in ihrem ganzen Leben nicht!
    Es ist gut, dass sich hier Gedanken gemacht werden, denn auch mir tut das Kaninchen leid, aber Unfälle passieren halt, und wenn es kein Hund ist, ist es dann der Fuchs, und der lässt nicht aus!


    Der einzige Rat, den ich der Themenstarterin hier geben kann, ist, wie bisher mit dem Hund zu arbeiten, informiert hat sie sich ja schon. Dass jetzt ein Jäger aus diesem Junghund wird, kann ich mir nicht vorstellen. Besonders, da er zuhause ja auch Kaninchen hat und da keine Auffälligkeiten zeigt.

    Also, unsere beiden dürfen je nach Leine:


    kurze Leine auf dem Weg ins Fekd:
    neben mir oder wenn Fussgänger/Radfahrer kommen, auch im Fuss laufen und nur bei ganz grossem Druck Geschäft erledigen (wir habens aber auch nur 4-5 Min. zum Feld)


    lange Leine zur Morgen-, Mittag-, Abendrunde (nur kurze Runde eigentlich auch nur zum Erledigen der Geschäfte):
    Pipi und Häufchen machen,
    Schnüffeln,
    möglichst keinen Leinensalat, sonst so wie sie mögen, wobei auf den jeweils langsameren (schnuffeln!) Rücksicht genommen wird.


    Grundsätzlich tabu:
    - Begrüssung von anderen Hunden (Leinensalat, Bonny fühlt sich an der Leine schnell bedrängt)
    - toben, spielen, auch miteinander!
    - markieren von Rudi an Mauern, Zäunen, usw. innerorts (aus den bereits angesprochenen Gründen, es gibt genügend Büsche, Bäume etc. zum anpinkeln!)


    Mann, was bin ich streng! :lachtot: Aber anders ginge es mit zweien gar nicht. Wenn ich mir vorstelle, dass sie wild um mich rumspringen und -toben, da würde ich bei jedem Gang mindestens 5x eingewickelt wie ein Indianer am Marterpfahl dastehen... :lachtot: :lachtot:

    :lachtot: Danke, prust :lachtot: ich habe mich köstlich amüsiert darüber, wie schlechte HH ihr doch seid!


    Dann bin ich in mich gegangen :roll: und musste feststellen, auch ich bin ein schlechter Hundehalter :shocked: , weil:


    - meine Hunde an der Leine nicht miteinander und schon gar nicht mit anderen Hunden spielen dürfen
    - alle beide (Boxermädel und Terriermixbub) auf dem Hundeplatz ARBEITEN! müssen (ist Hundearbeit nicht auch verboten? Und so ein kleiner Mix hat doch auf dem Hundeplatz nix verloren, ausserdem ein Terrier, das GEHT DOCH GAR NICHT, denn die hören doch nicht!)
    - beide Hunde nicht im Bett bei uns, sondern in einem anderen Raum im Körbchen resp. Sessel schlafen
    - sie auch auf unser Sofa dürfen und doch noch keine "Alphatiere" geworden sind (dauert sicher nicht mehr lange :lachtot: )
    - ich von beiden ERWARTE, dass sie sich benehmen und hören, wenn ich etwas sage (klappt auch zu 98,98 %)
    - ich trotzdem auch mal fünfe gerade sein lassen kann, ohne dass sie davon Schaden nehmen; wenns drauf ankommt, wissen sie Bescheid
    - beide Hunde täglich mehrmals beschäftigt werden, ich aber auch von ihnen erwarte, zu bestimmten Zeiten Ruhe zu geben (und ich spreche hier nicht nur von der Zeit nach dem Essen)


    Damit hier kein falscher Eindruck entsteht: wir leben für unsere beiden Stinker, aber ich bin wie denke ich mal alle hier der Meinung, ein Zuammenleben grade mit 2 Hunden funktioniert nur, wenn beide erzogen sind und sich gut leiten lassen. Sicher ist das anstrengend, und wie oft habe ich schon zu hören bekommen, wie gut die beiden doch hören. Bekannte fragen uns dann, wie wir das hinbekommen haben, und wenn ich dann sage, das war wochenlanges üben, ist das Interesse, das mit ihrem Hund mal in Angriff zu nehmen, dahin...und meistens bei den Hunden, die ein wenig Erziehung dringend nötig hätten....
    Aber wie gesagt, wir leben für unsere beiden, also stehen wir wahrscheinlich nicht stellvertretend für die Millionen Hundehalter, die mit ihren Hunden 2-3 x am Tag jeweils 50 Meter "spazierengehen", damit der Hund mal "eine Abwechslung hat". Unsere sind 5-6 Stunden jeden Tag unterwegs.


    Ach, was sind wir doch für PÖHSE Hundehalter...

    Und blackbetty, der Vergleich mit den Kindern ist voll und ganz zutreffend!

    Hallo bbina,
    meinst du den Jägerhof in Biblis mit Jägerhaus?
    Wenn ja, dann nein, soll heissen, wir treffen uns im Moment nicht mehr dort.
    Im Sommer laufen wir am Rhein, damit die Hunde am/im Wasser spielen können. Grosse Touren sind da nicht so angesagt. Das würde auch deinem Welpi sehr entgegenkommen. Welche Rasse/Mix ist es denn?
    Wenn du (und die anderen, die sich interessiert haben, natürlich auch!) magst, kannst du ja mal auf unsere HP schauen, dort gibt es eine Anfahrtsbeschreibung zum Treffpunkt in Nordheim. Für Notfälle steht dort auch eine Telefonnummer für Ortsfremde.
    Hier ist die Seite nochmal:
    http://hunderunde.repage2.de


    Würde mich freuen, euch mal live zu sehen.
    LG

    Unsere beiden beschäftigen sich sehr viel miteinander, trotzdem (oder gerade deswegen) gehe ich möglichst mehrmals die Woche einmal alleine mit jedem, und ich habe das Gefühl, sie geniessen es, Mama auch mal für sich alleine zu haben.
    Denn dann mache ich solche Dinge, die besser mit einem alleine klappen: Neue Dinge üben, andere Wege erkunden, Radfahren, etc.
    Da sie mehrmals täglich zusammen laufen, ist das kein Problem für sie. Und so üben sie, auch mal alleine zuhause auf den anderen zu warten (was beiden sichtlich schwerfällt...).
    Natürlich geniesse ICH auch die Runden, bei denen die beiden miteinander toben!

    Habe ich das richtig verstanden, dass die JR-Hündin von selber immer wieder zu deiner gekommen ist, obwohl sie sich jedesmal eine Abfuhr/Zurechtweisung eingefangen hat? Dann sehe ich da kein Problem, denn viele Hunde zeigen Angstsymptome und "unterwerfen" sich, um im nächsten Moment, wenn der andere Hund weggeht, gleich wieder vorzupreschen und weiter zu nerven.
    Unser Rudi hatte das auch bis zum Gehtnichtmehr ausprobiert. Er hat sich anfangs sogar schreiend auf den Rücken geworfen, und sobald der andere Hund sich umdreht, hiess es für ihn auf und weitermachen.
    Er hat aber recht schnell gemerkt, dass das nicht ankommt bei den anderen Hunden, und zwar ohne dass ihm etwas passiert ist. Heute ist er 14 Monate alt, und schon recht selbstbewusst, aber wenn der andere brummt, nimmt er sich zurück und es ist gut.
    Ich kann am Verhalten deiner Hündin nichts verwerfliches finden, und grobmotorisch sind sie in dem Alter halt. Wobei das über-den-Haufen-rennen auch Absicht sein kann! Das ist dann auch eine Form von Zurechtweisung.

    Deine Hündin hat sich vollkommen normal verhalten! Stell dir die Situation doch nochmal vor:
    Die andere Hündin wird in IHR Haus GETRAGEN, während sie die Zähne fletscht und knurrt, noch dazu von oben herab.
    Wie soll denn bitteschön deine Hündin auf diese Provokation anders reagieren, als sie in ihre Schranken zu weisen? Und Hunde nehmen zum festhalten nunmal ihre Zähne. Unser Rüde macht das öfter mit unserer Katze, er hält sie im Genick fest und will sie irgendwohin ziehen. Allerdings tut er ihr dabei nicht weh. Manchmal geht sie mit, manchmal wehrt sie sich und er lässt dann los.
    Kleinere "Löcher" sind sogar im Spiel schnell passiert, wenn sie ihr ernsthaft etwas tun wollte, würde sie anders aussehen, Hündinnen sind da manchmal rigoroser als Rüden.


    Wir haben Glück mit unseren beiden, die sind sehr sozial, hier darf jeder andere Hund rein, aber unser früherer Rüde hätte auch keinen anderen Hund reingelassen, egal, ob Rüde oder Hündin! Ist halt so, und das sollte man respektieren; wenn sie ja draussen mit dieser Hündin sogar spielt, muss man ja nicht noch einen Familienstreit heraufbeschwören, dann trennt ihr die beiden halt im Haus.