Da der Hund erst 12 Wochen alt ist, denke ich, ist die Angst schon noch im Bereich des normalen. Sie kennt ja noch nicht viel und das sollte bis zur ca. 16. Woche Deine Aufgabe sein, mit ihr so viel wie möglich zu unternehmen. Zoo, Wildgehege, Spielplatz (vorbeilaufen nicht mit dem Hund AUF den Spielplatz), event. Flohmarkt (wenn nicht gerade die Hölle los ist), Stadt (Auto, Verkehr) - das heißt soviele Eindrücke wie möglich sammeln lassen, damit sie sehen kann, Frauchen geht da mit mir durch und es ist nix passiert.
Shiva hat nicht wirklich Angst und vor anderen Hunden schon gar nicht, aber in den ersten drei Wochen in der HS hat sie sich immer wieder schutzsuchend unter der Bank versteckt, wo die großen (und ALLE anderen waren größer) Hunde nicht reinkonnten. Ist aber immer wieder rausgekommen und hat mal kurz mitgemacht und dann wieder abgedampft. Und heute hat die weder vor ner Fußhupe Angst noch vor nem Berner.
Von den Menschen fühlt sie sich schon eher bedroht, da üben wir noch daran.
Wenn Shiva vor was Angst hat (bellt und immer wieder zurück geht - z. B. das Weidefaß kürzlich auf unserem Weg), dann geh ich dort hin, lehn mich dagegen und faß das Teil an und lache dabei. Sieht total dämlich aus (meine Schwester beobachtete mich kopfschüttelnd) und schon kommt Shiva und beschnuppert das Ding. Heute springt sie in die Wiese rein (mit dem Weidefaß) und hüpft rum, bis die Kühe im Schweinsgalopp angerannt kommen, das ist ihr dann doch ne Nummer zu groß. Aber sie bellt sie nicht an. Wenn sie ruhig dastehen und schauen, geht sie auch mal hin und dann beschnuppern sich Hund und Kuh!!
Diese Sicherheit musst DU ihr mit der Zeit vermitteln. Als 12 Wochen alter Hund - so denke ich - kannst noch keine sooo großen Erwartungen haben. Du musst die Entwicklung dahin gehend natürlich im Auge behalten und frühzeitig reagieren, falls das nicht besser wird. Aber dazu geht man ja in die HS. Die Trainer sollten das eigentlich sehen, in welche Richtung sich der Hund entwickelt.