Beiträge von wildsurf

    Also dass mein Hund meine Möbel ankaut würde ich auf keinen Fall ignorieren

    kann aber eben auch sein, dass die permanente Interaktion und Reaktion auf den Hund diesen dermassen stresst, dass er erst anfängt mit dem Verhalten.

    Und keine Reaktion daher sehr viel mehr bringt, als dauernd den Hund zu überwachen und sofort ne Alternative anzubieten.

    Das Anbieten von Alternativen und Alternstivverhalten kann übrigens stark bestätigend auf das Ursprungsverhalten wirken. Daher muss man damit immer etwas vorsichtig sein.

    Einer Arbeitslinie gehts ja darum, arbeiten zu dürfen ... ob das jetzt in der perfekten Gruppe bei dem perfekten Trainer ist oder eben nicht, spielt für den Hund ja keine Rolle.


    der erste Teil ja, da stimme ich dir absolut zu. Was und wo der arbeitet ist egal.


    Beim zweiten Teil…

    Wie gut der Trainer ist und ob der zum Hund und zu mir passt, ist MIR mittlerweile extrem wichtig. Ich gehe so weit, dass ich nicht in ein Training gehen, anstatt in ein schlechtes.

    Bei allen Themen sagen wir ja immer: pass auf, der Hund lernt immer, zu jeder Zeit.

    Ich hab zu viele beschis…e Trainer durchgemacht, wo meine Hunde wirklich schlecht und Schlechtes gelernt haben.

    Daher doch, es spielt eine sehr grosse Rolle, aber ja, dann lieber alleine und ohne Trainer, als bei einem schlechten Training oder unpassender Gruppe.

    Das ist aber auch wirklich mühsam, eine geeignete Gruppe zu finden. Vor allem wenn man Wert auf Qualität legt und nicht einfach zum Dummy schmeissen in der Botanik herumstehen will.

    Ich bin so mega froh, meine Trainerin gefunden zu haben. Beziehungsweise hat sie mich gefunden.

    In zwei Wochen wechselt Junik von den Welpen Bubbis zu den Teenager Dödels. 💪😁


    Der andere Labi - gleich alt - mit dem wir die Basics gelernt haben, und Junik, werden mit zwei anderen jungen Hunde zu einer vierer Gang vereint. Eben die Teenager Dödels. Ich bin sehr gespannt auf das erste Training. Da wird viel Energie drin sein.


    Es gibt Hunde, die neigen trotz festem Kot zu vollen Drüsen, die Gründe können vielfältig sein.

    Ich würde das einige Monate beobachten, wie oft es wirklich auftritt und ob es mit der Zeit nachlässt.
    Wenn das Futter zum Hund passt, kann es sich komplett verabschieden.
    Welches Futter das ist, muss man schauen. Nicht immer ist barf das Beste. Das definiert der Hund. Für uns sind es nur Vorlieben, wie wir unsere Hunde gerne ernähren würden.
    Was sie am Ende wirklich vertragen oder brauchen zeigen sie uns.

    Bleibt das Problem bestehen, ist ein Gang zum Osteopathen, Physio, Chiro allenfalls auch, angebracht. Rückenverspannungen können auch zum schlitteln führen.

    Auch gereizte Nerven können das auslösen.

    Oder eben medizinische Gründe direkt an den Analdrüsen. Das muss dann diagnostisch sauber abgeklärt werden.

    Leinenpöbeln kann man nicht abgewöhnen.

    Aus dem einfachen Grund, weil es für den Hund eine Strategie ist.
    Es steckt immer eine Ursache dahinter. Diese gilt es zu erkennen, zu trainieren, und dann hört das Pöbeln auf.

    Das Training ist meistens nicht in Zusammenhang mit anderen Hunden. Sondern es sind oft Alltagsthemen, die in dem Moment durchbrechen und sich bemerkbar machen.

    Die "Macken" packen Hunde ja nicht einfach aus. Es ist mehr so, dass wenn sie sich im neuen Umfeld anfangen wohl und sicher zu fühlen, sie eher zeigen was genau gut funktioniert und was nicht.
    Am Anfang hemmen sich viele Hunde erstmal und halten sich zurück, schauen mal wo sie so sind und wer da alles dabei ist.
    Sie reagieren dann auch immer mehr auf die neuen Besitzer. Heisst: jeder Hund checkt die Menschen ab. Wo sind die Regeln klar, wo gibt es Spielraum für Interpretationen 😁

    Das sind dann die Dinge, wo man plötzlich denkt, aha das macht er jetzt plötzlich. Er packt was aus. Jaa vielleicht kann man das so sagen. Vielleicht ist es einfach mehr Selbstsicherheit und die Reaktion auf das neue Umfeld.

    Daher muss man keine Angst haben vor "Macken". Denn viele Macken trainieren wir unseren Hunden an, ohne es zu wollen 😄

    Du darfst bei dieser Methode nicht warten, bis der Hund randaliert . Jegliche Ansätze in diese Richtung müssen unterbunden werden. Sonst warst du viel zu spät.

    Du müsstest dann extrem vehement vorgehen, was man definitiv nicht gutheissen könnte.

    Der Punkt bei dem Ganzen ist, jegliche Ansätze zu "ich beginne jetzt mich hochzuschaukeln" gleich zu erkennen und zu reagieren. Also wirklich gleich am Anfang. Kann nach wenigen Sekunden schon sein.

    Dann muss man auch überhaupt nicht vehement reagieren, weil noch wenige Aufregung da ist. Ist die Aufregung mal etabliert, kriegst du den Hund da nicht mehr raus mit einem Abbruch.

    Das ist eine Methode, wie man es angehen könnte . Dafür musst du sehr gut beobachten und schnell und adäquat reagieren.

    Oder du machst dich schlau über das Crate game von Susan Garrett.
    Da lernt der Hund das Ganze als Spiel aus seiner Sicht. Es ist ein anderer Ansatz. Genauso zielführend, aber anders.
    Wenn dich das interessiert, geh auf susanns Webseite. Nicht irgend ein gratis youtube Zusammenschnitt der den Aufbau nur halb erklärt.

    Der Hund lernt bei diesem "Spiel" (was übrigens in absolut ruhiger Atmosphäre ohne Aufregung stattfindet, es nennt sich bloss Spiel) dass Begrenzungen gut sind, dass sich zurück nehmen gut ist, er lernt Impulskontrolle und vieles mehr für den Alltag.

    also bei uns war das alles in einem alten Schrank. Jegliches Putzzeug, neben Schuhcreme, Fensterputzmittel etc.

    Inklusive Seidenpapier für die Fenster. Und Putzlappen.
    Damit es - sollte was passieren - auch gleich ordentlich brennt 🫣


    Und wir Kinder haben uns rege an dem Schrank bedient, schliesslich brauchten wir die Schuhcreme regelmässig für die Wanderschuhe nach den Pfadfindern am Samstag. Oder den Schuhspray zum imprägnieren.
    Nichts ahnend, was da sonst noch im Schrank lagerte.


    Als wir das Haus später beim Auszug ausräumten, kamen sehr viele interessante Dinge zu Tage. :fear: